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Der Akener
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"Unverschämtes Verhalten": KFC will nicht mehr in Düsseldorf spielen
Julian Koch 03. Februar 2021 um 11:25

Weil der KFC Uerdingen die fällige Miete für die Merkur Spiel-Arena in Düsseldorf nicht gezahlt hatte, bekam der Klub vom Stadionbetreiber Ende Januar ein Hausverbot ausgesprochen. Eine Tatsache, über die sich der Klub "äußert verärgert" gezeigt hatte – seitdem ist das Tischtuch zerschnitten. Künftig will der KFC nicht mehr Düsseldorf spielen.

KFC sucht neue Spielstätte
Kommt Corona nicht erneut dazwischen, spielt der KFC Uerdingen im 13. Februar gegen den FSV Zwickau – ein Heimspiel für die Krefelder. Wo es stattfinden wird, ist allerdings noch völlig offen. Klar ist nur: "Auf jeden Fall nicht mehr in Düsseldorf", stellt Investor Mikhail Ponomarev in einem Interview mit der "SportBild" klar und sagt: "Das war ganz schlechter Stil dort, ein unverschämtes Verhalten." Was der scheidende KFC-Boss meint: "Ich habe der Stadion-­Gesellschaft vor der Saison gesagt: Wir können den Preis nicht mehr stemmen, weil wir nicht einmal mehr Zuschauer haben. Er wird uns in die Insolvenz treiben."


Bei rund 1,65 Millionen soll die jährliche Stadionmiete liegen. Doch die Bitte des KFC um eine Minderung der Miete sei auf taube Ohren gestoßen: "Die Betreiber sagten, das sei ihnen völlig egal. Null Entgegenkommen, null Verständnis. Wir haben ihnen dann zuletzt mitgeteilt, dass wir aussteigen." Laut Ponomarev habe der KFC den Vertrag mit der Stadion-Gesellschaft schon vor einem Jahr kündigen wollen. Da der Klub aber offenbar keine alternative Spielstätte fand, konnte der Klub nicht kündigen: "Weil wir sonst keine Lizenz vom DFB bekommen hätten", so der 47-Jährige. Nun soll eine andere Lösung gefunden werden: "Wir verhandeln gerade mit anderen Klubs und werden eine Lösung finden."

Gespräche gab es unter anderem mit dem Betreiber der Duisburger Schauinsland-Reisen-Arena, wo der KFC bereits in der Saison 2018/19 spielte – dabei allerdings verbrannte Erde hinterließ. Sollte es dennoch zu einem erneuten Deal kommen, müsste der KFC die Mietzahlungen im Voraus entrichten: "Ich will nicht in die Situation kommen, dass ich den KFC in der Schlussphase der Saison aus der Arena aussperren muss, um dann mit dem Vorwurf konfrontiert zu werden, ich würde das nur machen, um den MSV im Kampf um den Klassenerhalt zu helfen", so Dirk Broska, der Geschäftsführer der Duisburger Stadionprojektgesellschaft, der "WAZ". Darüber hinaus müsste auch der MSV zustimmen: "Ohne die geht das nicht", betont Broska. Ebenfalls im Rennen um den künftigen KFC-Heimspielort sollen die Stadien in Oberhausen, Wattenscheid und Lotte sein.

"Verkaufe meine Anteile auch für 1 Euro"
Derweil läuft die Suche nach einem neuen Investor, bekanntlich wird Ponomarev spätestens zum Saisonende aussteigen. Klar scheint: Ohne neuen Geldgeber wird der KFC in der kommenden Saison wohl nicht in der 3. Liga antreten können. Ein Szenario, das der 47-Jährige unbedingt verhindern will – daher kündigt er an: "Ich verkaufe meine Anteile am Verein auch für einen Euro." Zudem will Ponomarev im Vertrag mit dem neuen Inhaber eine Verpflichtung verankern, "dass er dafür sorgen muss, dass der Klub die Lizenz erhält". Laut dem KFC-Boss, der über die KFC Uerdingen Entertainment GmbH etwa 97,5 Prozent Anteile an der Fußball GmbH hält, hätten die Gespräche mit einem neuen Investor im Dezember vor dem Abschluss gestanden. Allerdings sei der Deal doch noch geplatzt. "Ich bin mir aber sicher, dass wir schon bald zu einem Abschluss mit einem anderen Investor kommen werden." Bis dahin würden die Dinge erst einmal "ganz normal weiter bis Saisonende" laufen. Mit der Anmeldung auf Insolvenz in Eigenverwaltung wollte der KFC der Gefahr aus dem Weg gehen, "dass uns Insolvenzverschleppung vorgeworfen werden kann." Am Dienstag bestellte das Amtsgericht einen vorläufigen Insolvenzverwalter. Ob die angestrebte Eigenverwaltung wie geplant durchgeführt werden kann, ist aber noch offen.

Dass für Ponomarev beim KFC Schluss sein würde, habe er für sich bereits im vergangenen Juli beschlossen – aus drei Gründen. "Zum einen die sportliche Situation: Wir hatten den größten und besten Kader in der vergangenen Saison, doch haben trotzdem den Aufstieg nicht geschafft (Platz 13, d. Red.). Zweitens: die Unterstützung der Fans. Und da müssen wir ehrlich sein. Unsere Fangemeinde ist zerstört. Vor 30 Jahren war das Stadion ausverkauft, da kamen junge Fans zum KFC. Und heute? Da kommen zu wichtigen Spielen 4000 Zuschauer. Da bin ich schon schockiert." Und drittens: die Infrastruktur: "Die Trainingsbedingungen sind katastrophal, im Winter ist kein Training möglich. Ich habe mich dafür der Mannschaft gegenüber geschämt. Doch bei der Stadt Krefeld ist eine Modernisierung nicht einmal ein Thema", schimpft der KFC-Boss, der in den letzten drei Jahren nach eigenen Angaben jedes Jahr ein Minus von fünf Millionen Euro ausgleichen musste.

Kritik an Großkreutz
"Die Spieler haben von meinem Geld gelebt, haben mich aber immer nur beschuldigt", erklärt Ponomarev derweil die zahlreichen Gerichtsprozesse der letzten Jahre. Auch mit Weltmeister Kevin Großkreutz befand sich der KFC im Clinch, nachdem der KFC die Gehaltszahlungen eingestellt und ihm fristlos gekündigt hatte. Der Grund laut Ponomarev: "Er wollte gar kein Fußball mehr spielen. Allein sein Fitnesszustand – der war gerade mal ein bisschen besser als meiner. Entschuldigung, dass ich das so hart sagen muss." Mittlerweile ist das Kapitel abgeschlossen, Großkreutz bekam vom Arbeitsgericht rund 450.000 Euro zugesprochen.

Die großen Ambitionen, die Transfers und die Negativschlagzeilen – Ponomarev polarisiert. "Egal was ich mache, ich werde dafür kritisiert. Das war von Anfang an so. Ich hätte Cristiano Ronaldo verpflichten können, es wäre auch falsch gewesen. Ich bin immer für Kompromisse zu haben, aber viele Personen hatten daran überhaupt kein Interesse. Sie haben immer nur Druck auf mich ausgeübt, aber das funktioniert bei mir nicht." Nun will er das Projekt beim KFC "zu Ende" bringen und sich danach einer neuen Aufgabe widmen: "Das war es noch nicht."

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Plausibles Statement

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https://www.kicker.de/gericht-setzt-ins ... 95/artikel

Rechtsanwalt aus Düsseldorf übernimmt

Gericht setzt Insolvenzverwalter beim KFC Uerdingen ein
KFC Uerdingen 05
03.02. - 00:13

Dem Antrag auf eine Sanierung in Eigenverwaltung wurde nicht entsprochen. Die Zukunft des Drittligisten bleibt deswegen weiter unklar.

Überraschend war nur der Zeitpunkt: Am Dienstag bestellte das Amtsgericht Krefeld mit dem Düsseldorfer Rechtsanwalt Dr. Claus-Peter Kruth einen vorläufigen Insolvenzverwalter für den KFC Uerdingen. Dabei hatte die Geschäftsführung der Spielbetriebs-GmbH gehofft, die Sanierung des Betriebs in Eigenregie durchführen zu können und lediglich der Aufsicht eines Sachwalters zu unterstehen.

Gericht lehnt Eigenregie des Vereins ab
Doch diese Vorgehensweise lehnte das Gericht nun ab. "Verfügungen der Schuldnerin (gemeint ist die GmbH, Anmerkung der Redaktion) über Gegenstände ihres Vermögens sind nur noch mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters wirksam", teilte das Gericht in einer öffentlichen Bekanntmachung mit. Damit übernimmt Kruth. Ob und wie der Spielbetrieb langfristig weitergeführt werden kann, bleibt offen. Der eingetragene Verein KFC Uerdingen dürfte davon nicht betroffen sein. Zuerst hatte die Westdeutsche Zeitung über das Insolvenzeröffnungsverfahren berichtet.

Bei der Bekanntgabe des Antrags auf ein Verfahren in Eigenverwaltung hatte der Verein noch betont, die Insolvenz werde keinen Einfluss auf den Spielbetrieb haben. Außerdem wolle man die Zeit des Verfahrens nutzen, um einen geeigneten neuen Investor zu finden. Der aktuelle Mehrheits-Eigner Mikhail Ponomarev hatte im vergangenen Jahr seinen Rückzug angekündigt, als mögliche Übernahmekandidaten gilt eine Investoren-Gruppe aus Armenien.

Bei einem Eigenverwaltungsverfahren wäre die Geschäftsführung der KFC Uerdingen 05 Fußball GmbH weiter handlungsfähig geblieben. Allerdings sind für ein solches Prozedere diverse Auflagen zu erfüllen, wie unter anderem ein Finanzplan für die kommenden sechs Monate, ein Konzept zur Durchführung des Insolvenzverfahrens sowie vollumfänglich alle Informationen zu Verbindlichkeiten gegenüber Gläubigern.

Austragungsort für Heimspiel gegen Zwickau weiter fraglich
Ob und wie es beim KFC nun weitergeht, ist unklarer denn je. Zuletzt hatte die Düsseldorfer Stadiongesellschaft DLive die Uerdinger aus dem Stadion geworfen, weil wiederholt keine Miete gezahlt worden war. Wo das Team von Trainer Stefan Krämer beim nächsten Heimspiel gegen den FSV Zwickau am 13. Februar nun spielen soll, ist noch nicht festgelegt worden. Mitarbeiter des Klubs warten zudem immer wieder auf ihr Gehalt, inzwischen bedient der Klub so gut wie keine Rechnungen mehr.

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Bild
Auf deutschen Amateur-Fußballplätzen ruht aktuell der BetriebFoto: picture alliance / Frank May


Nächster Saisonabbruch steht bevor DIE WAHRHEIT ÜBER DEN AMATEUR-FUSSBALL
Mitglieder-Flucht überall +++ Erste Vereine melden ab


von: Torsten Rumpf veröffentlicht am
03.02.2021 - 04:58 Uhr



Die Corona-Pandemie trifft den Amateurfußball hart: Keine Spiele, kein Training, Einnahmen durch Zuschauer und Sponsoren bleiben aus. Die Mitglieder schwinden. Mannschaften werden abgemeldet. Darum machen sich die Verantwortlichen des DFB große Sorgen!

„Der Amateur- und ­Jugend-Fußball steckt in seiner größten Krise“, sagt DFB-Vizepräsident Hermann Winkler SPORT BILD. „Je länger die Pause dauert, umso schwieriger wird es werden, dass wir einen Zustand wiederbekommen, wie wir ihn vorher hatten.“

Donnerstag ist zum Beispiel der Tag der Entscheidung in Hamburg: Dann tagt das Präsidium des Hamburger Fußball-Verbands und entscheidet, ob die Saison für Amateur- und Jugend-Fußballer unterhalb der Regionalliga wegen der Pandemie in der Hansestadt abgebrochen wird.

Aber: Auch wenn der Spielbetrieb wieder aufgenommen wird, wird Corona Spuren hinterlassen.

Diese Zahlen zeigen, wie ernst es um den Amateurfußball steht:

► Der Hamburger Landesligist SC Condor hat 2020 etwa 100 Mitglieder verloren. Das entspricht fünf bis sechs Mannschaften.

► Der Kreisklassen-Klub SSV Dillingen (bayerisches Schwaben) musste seine zweite Mannschaft vom Spielbetrieb abmelden.

► In Bayern beklagten die Verantwortlichen im Frühjahr 2020, während des ersten Lockdowns, einen Rückgang von 20 Prozent bei den Neuanmeldungen im Bereich G- und F­Jugend.

DFB-Vize Winkler – gleichzeitig Boss des Nordostdeutschen Fußball-Verbandes (NOFV), befürchtet, künftig werden sich noch mehr vom Fußball abwenden: „Aufgrund der Pandemie haben viele Menschen ihren Job verloren oder befinden sich in Kurzarbeit. Gar nicht auszudenken, was in den nächsten Monaten noch alles passiert. Darum werden viele schauen, ob sie sich noch eine Mitgliedschaft oder die für ihre Kinder in einem Fußballverein leisten können. Hinzu kommt, das stelle ich bei uns im Osten fest: Viele Berufstätige, die aufgrund von Corona ihren Job wechselten, müssen immer weiter pendeln. Weil sie keine Zeit haben, gehen dem Fußball somit Spieler und Trainer verloren.“

Alarm beim DFB!

Darum richtet DFB-Vizepräsident Dr. Rainer Koch in SPORT BILD einen Appell an die Politik: „Der Amateurfußball, ja der gesamte Breitensport, ist während der Pandemie-Zeit stets ein verlässlicher Partner der Politik. Jetzt muss der Amateurfußball mit seinen akribisch ausgearbeiteten und nachweislich nahezu perfekt umgesetzten Hygienekonzepten aber dringend von der Politik auch als fester Teil der Lösung gesehen werden, wenn wir über Lockerungen sprechen. Den gesamten Breitensport in der Diskussion völlig außen vor zu lassen, wird sonst fürchterliche Folgen für unsere Gesellschaft haben.“

Ein weiteres Problem: Auch für die Klubs ist die Situation finanziell schwierig, wegen der wirtschaftlichen Lage springen immer wieder Sponsoren ab. Zuschauereinnahmen fehlen komplett.

Klar ist: Je länger die Krise anhält, desto schwieriger wird die Lage für die über 24 000 Vereine in Deutschland…

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https://www.kicker.de/kfc-wohl-an-armen ... 98/artikel

Zuletzt meldete der Drittligist Insolvenz an

KFC wohl an armenischen Investor verkauft - Heimspiele zukünftig in Lotte


Beim wankenden KFC Uerdingen scheint eine Lösung gefunden zu sein. Zukünftig soll der wirtschaftlich wankende Klub in Lotte spielen.

Für Drittligist KFC Uerdingen gibt es offenbar einen Käufer. Der Klub, dessen Spielbetriebs-GmbH am Dienstag einem vorläufigen Insolvenzverwalter unterstellt wurde, soll laut einem Bericht der Westdeutschen Zeitung an einen Investor aus Armenien verkauft worden sein. Dabei soll es sich nach kicker-Informationen um Roman Gevorkyan handeln, der auch beim armenischen Hauptstadt-Klub FC Noah Erewan und dem italienischen Viertligisten AC Noah Siena involviert ist.

Der KFC hatte Anfang des Jahres ein Insolvenzverfahren in Eigenverantwortung beantragt und erst in dieser Woche dann doch ein reguläres Insolvenzverfahren beantragt. Zuletzt geriet der Verein immer wieder durch nicht bezahlte Rechnungen in die Kritik. So endete beispielsweise die Zusammenarbeit mit der Düsseldorfer Stadiongesellschaft DLive, in dessen Stadion die Krefelder bislang spielten, mit einer öffentlichen Auseinandersetzung.

Geldgeber Mikhail Ponomarev hatte bereits im vergangenen Jahr seinen Rückzug vom KFC angekündigt und zuletzt im Interview mit SportBild erklärt, er werde den Traditionsklub auch für "einen Euro" verkaufen. Nun scheint eine Lösung für den wankenden Klub gefunden, bei dem zuletzt diversen Spielern der Abgang zum Ende der Wintertransferperiode verweigert wurde.

Heimspiele künftig in Lotte
Laut Westdeutscher Zeitung ist dabei auch die Stadionfrage gelöst: Spielen soll die Mannschaft von Trainer Stefan Krämer zukünftig im Stadion in Lotte. Grund dafür seien die niedrigen Mietkosten an der Grenze zu Niedersachsen.

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Steintorkanne
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Mittlerweile sind ein paar Niederlagen dazu gekommen bei den GDW. Hoffentlich behalten sie ihren Hoßmang...
Der Zufall ist die in Schleier gehüllte Notwendigkeit. Marie von Ebner-Eschenbach

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https://www.liga3-online.de/bestaetigt- ... -beim-kfc/

Bestätigt: Armenischer Geldgeber übernimmt den KFC Uerdingen
Julian Koch 10. Februar 2021 um 11:14 Uhr

Bereits am vergangenen Freitag war durchgesickert, dass der KFC Uerdingen mit der Noah Company von Roman Gevorkyan einen neuen Investor gefunden hat. Nun meldete der Verein Vollzug: Der Geldgeber mit Sitz in Armenien übernimmt mit sofortiger Wirkung die Anteile am KFC.

"Alles versuchen, um die 3. Liga zu halten"
In einer Mitteilung des Vereins zeigt sich Gevorkyan "unglaublich erfreut" und auch "stolz, einen Traditionsverein wie den KFC Uerdingen in unserer Noah-Familie willkommen zu heißen." Klar sei allerdings, "dass sich der Verein aktuell in einer schwierigen Lage befindet", weiß Gevorkyan. "Wir werden alles versuchen, um die Dritte Liga zu halten und die Zukunft des KFC Uerdingen zu sichern." Wenn das gelungen sei, könne man über konkrete Ziele sprechen. Gevorkyan ist auch beim armenischen Klub FC Noah Erewan und dem italienischen Viertligisten AC Noah Siena beteiligt.


"Ich habe immer versprochen, den Klub bis zuletzt zu unterstützen und dafür zu sorgen, dass eine Zukunft in der 3. Liga möglich ist", betont der scheidende Investor Mikhail Ponomarev. "Ich bin mir sicher, dass das in enger Abstimmung mit der Noah Company eingeleitete Insolvenzverfahren erfolgreich beendet wird und der KFC auch weiterhin professionellen Fußball spielen wird. Ich wünsche dem KFC Uerdingen nur das Beste."

Bereits unmittelbar nach Ponomarevs angekündigtem Ausstieg im Dezember hatte sich die armenischen Investorengruppe beim Verein umgeschaut und war auch bei einigen Spielen im Stadion. Zu einer Einigung war es seinerzeit aber nicht gekommen, sodass zuletzt unklar war, ob die Suche nach einem neuen Geldgeber erfolgreich sein würde. Noch Mitte Januar drohte das Aus, nun die Wende. Zuletzt hatte Ponomarev in einem Interview mit der "SportBild" erklärt, die Anteile auch für einen Euro zu verkaufen. Wie viel Geld nun geflossen ist und ob die neuen Investoren alle Anteile Ponomarevs übernommen haben, darüber gibt es noch keine Informationen. Ponomarev war 2015 beim KFC eingestiegen und hielt über die KFC Uerdingen Entertainment GmbH etwa 97,5 Prozent der Anteile an der Fußball GmbH.

Lotte als Spielort noch nicht bestätigt
Seine Heimspiele wird der KFC Uerdingen bis zum Saisonende wohl im 180 Kilometer entfernten Lotte austragen. "Von unserer Seite ist das so", sagt Lotte-Vorsitzender Sven Westerhus gegenüber den "Westfälischen Nachrichten". Noch fehle aber die Unterschrift des Uerdinger Insolvenzverwalters, sodass der DFB die Spielstätte bislang nicht offiziell bestätigen konnte. Die Miete für die neun noch ausstehenden Heimspiele in Lotte soll dem Vernehmen nach etwa 200.000 Euro betragen – also rund 22.000 Euro pro Spiel. In der Düsseldorfer Merkur Spiel-Arena, wo der KFC in den letzten eineinhalb Jahren gespielt hat, hätte der Klub wohl mehr als das Doppelte zahlen müssen.

Entsprechend hatte Ponomarev bereits vor einiger Zeit angekündigt, aus dem Mietvertrag aussteigen zu wollen, zudem hatte er dem Stadionbetreiber "unverschämtes Verhalten" vorgeworfen. Der Hintergrund: Nachdem der KFC seine Miete nicht gezahlt hatte, bekam der Klub vom Stadionbetreiber Ende Januar ein Hausverbot ausgesprochen – sehr zum Unverständnis des KFC, der damit argumentierte, dass aufgrund von Corona-Fällen ohnehin nicht gespielt worden wäre. Der Bitte des KFC um eine Minderung der Miete sei man nicht nachgekommen: "Die Betreiber sagten, das sei ihnen völlig egal. Null Entgegenkommen, null Verständnis", schimpfte Ponomarev. Zum Stadion nach Lotte wird der KFC künftig rund zwei Stunden pro Strecke unterwegs sein, nach Düsseldorf waren es nur 25 Minuten. Ob das Spiel gegen Zwickau am Samstag jedoch stattfinden kann, ist aufgrund der Witterungsbedingungen ungewiss: Derzeit wird der Platz von einer 50 Zentimeter hohen Schneeschicht bedeckt.

Zukunft vorerst gesichert
Durch den Einstieg des neuen Investors scheint die Zukunft des KFC Uerdingen vorerst gesichert. Gelingt den Krefeldern der sportliche Klassenerhalt, wird der Klub wohl auch in der kommenden Saison in der 3. Liga antreten. Einfach wird das Projekt Klassenerhalt jedoch nicht, da dem KFC aufgrund der Insolvenz noch drei Punkte abgezogen werden. Allerdings haben die Uerdinger aufgrund der Corona-Quarantäne in den letzten zwei Wochen noch drei Nachholspiele in der Hinterhand. In der Tabelle belegt der KFC derzeit Rang 12 und hat sechs Punkte Vorsprung auf die Abstiegszone.

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Auch die Verträge von Nils Miatke (l.) und Leon Jensen laufen am Saisonende aus.Foto: dpa

18 Profis im Sommer weg? So plant Zwickau den
Mega-Vertragspoker

von: Sebastian Wutzler veröffentlicht am
15.02.2021 - 20:00 Uhr

Drittligist Zwickau liegt als Tabellen-11. mit acht Punkten Vorsprung zur Abstiegszone auf Kurs Klassenerhalt. Eine schnelle Rettung würde für den FSV auch einen zeitlichen Vorsprung bei der Planung für die neue Saison bedeuten. Denn im Sommer droht den Rot-Weißen ein großer Umbruch.

Am 30. Juni laufen mit Stand von heute insgesamt 18 (!) Spielerverträge aus. Betroffen sind unter anderem Ronny König (37), Mike Könnecke (32), Julius Reinhardt (32), Nils Miatke (31), Can Coskun (22) oder Yannik Möker (21).

Nur sechs Profis haben Verträge bis 2022: Kapitän Johannes Brinkies (27), Davy Frick (30), Manfred Starke (29), Steffen Nkansah (24), Marco Schikora (26) und Ersatztorwart Matti Kamenz (22).

Sportdirektor Toni Wachsmuth (34) hat die Prioritäten klar festgelegt: „In den nächsten Wochen geht es vor allem darum, dass wir uns weiter stabilisieren und für den Klassenerhalt punkten. Wenn wir dann einen Schritt weiter sind, werden die Gespräche mit den Spielern folgen.“

Bedenken, dass er im Sommer eine komplett neue Mannschaft zusammenstellen muss, hat Wachsmuth nicht. Der Sportchef: „Es kann in der Sommer-Transferperiode immer zu Veränderungen im Kader kommen. Aber darüber jetzt schon zu spekulieren, ist noch zu früh.“

Zumal einige auslaufende Verträge eine Option enthalten. Erst vor einer Woche hatte sich der Kontrakt von Abwehrspieler Schikora aufgrund erreichter Einsatzzeiten automatisch verlängert. Wachsmuth: „Es ist durchaus möglich, dass diese Klausel auch bei weiteren Spielern greift.“

Nach BILD-Informationen gehört Morris Schröter (25) nicht dazu. Der Flügelflitzer ist mit acht Toren und drei Vorlagen gefährlichster Zwickauer. Ihn zu halten, wird schwer. Schröter wird genauso wie Leon Jensen (23) von einigen Zweitligisten beobachtet. Auch bei Augsburg-Leihgabe Jozo Stanic (21) sind dem FSV die Hände gebunden.

Andererseits: Zwickau ist als etablierter Drittligist inzwischen eine gute Adresse. Weil viele Klubs wegen der Corona-Pandemie sparen müssen, werden sich im Sommer wohl viele Profis im Zweifelsfall für ihren jetzigen Arbeitgeber entscheiden.

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Untergangsstimmung in Uerdingen: Dem KFC droht das AusFoto: picture alliance / Fotostand

von: Max Wessing veröffentlicht am
17.02.2021 - 20:47 Uhr

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Der Tag der Entscheidung! Drittligist KFC Uerdingen droht am Donnerstag das endgültige Aus.

BILD erfuhr: Der vorläufige Insolvenz-Verwalter Dr. Claus-Peter Kruth hat Uerdingen bis Donnerstag um 12 Uhr eine Frist gesetzt!



Gehen bis dahin nicht die geforderten Zahlungen des neuen armenischen Investors „Noah Company” ein, wird das Insolvenzverfahren abgebrochen.

Würde für den Drittligisten bedeuten: Sofortiges Ende des Spielbetriebs, Zwangs-Abstieg, null Punkte, alle KFC-Spiele der bisherigen Saison werden annulliert.

Hintergrund: Der armenische Investor Roman Gevorkyan, Chef der „Noah Company”, hat sich bisher noch nicht in Krefeld blicken lassen oder irgendetwas an den Insolvenzverwalter gezahlt. Nach BILD-Informationen wurden seit November keine Spieler-Gehälter mehr gezahlt.

Die Mannschaft und Trainer Stefan Krämer wurden bisher nicht informiert, haben am Donnerstag trainingsfrei. Sehr wahrscheinlich, dass sie am Mittag darüber informiert werden, dass sie in Uerdingen gar nicht mehr trainieren müssen...

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https://www.kicker.de/lizenzentzug-fuer ... 49/artikel

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Die marode Grotenburg bedarf einer gründlichen Renovierung.



3. Liga
Lizenzentzug für KFC-Investor

Lettlands Verband reagiert
Lizenzentzug für KFC-Investor




Der Verband teilte am Freitagnachmittag eine entsprechende Entscheidung seiner Disziplinarkommission mit. Demnach ist ein Abkommen des FC Noah Jurmala mit Dinamo Riga aus dem Januar geplatzt. Die Neu-Investoren aus Armenien hatten sich bei Aufsteiger Lokomotiv Daugavpils eingekauft und von Hauptstadtklub Riga die Jugendakademie übernommen - eine Grundlage für die Zulassung zur ersten Liga.

Das lange Statement der Disziplinarkommission des lettischen Verbandes schildert detailliert die Hintergründe des nun erfolgten Lizenzentzugs. Dinamo Riga hat demnach die Kündigung des Vertrags über die Nutzung der Jugend-Akademie angezeigt. Zudem sei der Stadion-Nutzungsvertrag über die Arena in Tukums gekündigt worden, wo der Liga-Neuling offenbar seine Spiele hätte austragen sollen. Darüber hinaus seien die entsprechenden finanziellen Grundlagen nicht mehr gegeben wie seinerzeit beim Lizenzantrag.
Sanierung der maroden Grotenburg Thema bei bevorstehendem Treffen?

Unklar ist, was dies für den KFC Uerdingen bedeutet. Dort hatte sich mit Roman Gevorkyan ein Abgesandter der armenischen Noah-Gruppe vergangene Woche im Beisein von Noch-Investor Mikhail Ponomarev bei Team und Trainer vorgestellt. Der Drittligist steckt im Insolvenzverfahren und im Abstiegskampf. Zuletzt hatte die "Westdeutsche Zeitung" von einem bevorstehenden Treffen Gevorkyans mit der Stadt Krefeld berichtet, bei dem es um die Sanierung der maroden Grotenburg gehen soll.

Benni Hofmann

Gesperrt