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TIM SCHREIBER RIET IHM ZUM WECHSEL
Keine Lust mehr auf die Bank: Felix Gebhardt hat beim HFC klare Ziele
Torwart Felix Gebhardt spielt ein Jahr auf Leihbasis beim Halleschen FC. Dort will er endlich den Stammplatz - und geht die Sache selbstbewusst an.

Von Christopher Kitsche
Aktualisiert: 23.06.2022, 10:13

Heiligenstadt/MZ - Die ehrliche Selbsteinschätzung überrascht: „Wir sind beide positiv verrückt“, antwortet Torhüter Felix Gebhardt auf die Frage, was ihn mit Tim Schreiber verbindet, seinem Vorgänger beim Halleschen FC und Kollegen bei der U-20-Nationalmannschaft.

Den verlieh RB Leipzig bekanntlich nach anderthalb Jahren beim Fußball-Drittligisten weiter in die 2. Liga zu Holstein Kiel. Dafür kam Gebhardt, ebenfalls auf Leihbasis, vom Schweizer Spitzenklub FC Basel zum HFC.

Ein „Verrückter“ folgt also auf den Nächsten. Wie ein Heißsporn à la Oliver Kahn kommt der 1,88-Meter-Mann aber nicht rüber, hinterlässt im Trainingslager vielmehr einen besonnenen Eindruck, wirkt bodenständig. Die Erklärung: „Auf dem Platz komme ich aus mir heraus. Ich habe kein Problem, meine Meinung zu sagen und wenn es auch mal Reibung gibt. Außerhalb des Platzes bin ich eher der ruhige Typ.“

HFC-Zugang Felix Gebhardt: Lehrjahre beim FC Basel
Der Mann aus Lörrach hat klare Vorstellungen, was er nach den Lehrjahren in der Schweiz in Halle erreichen möchte: „In Basel war ich die Nummer zwei. Ich habe aber klar kommuniziert, dass ich mit meinen 20 Jahren nicht weiter auf der Bank sitzen möchte.“

Eine Kampfansage an Kontrahent Daniel Mesenhöler. Gebhardt will es Schreiber gleichtun, den HFC als Karriere-Beschleuniger nutzen, um nach der Leihe in Basel das Tor zu hüten. Vom Kumpel, den der Keeper bereits seit der U16 beim DFB kennt und mit dem er sich bei Länderspielen das Zimmer teilt, hörte er nur Gutes: „Er hat mir gesagt, dass es ein sehr cooler Verein mit einem sehr familiären Umfeld ist, bei dem man sich sehr wohl fühlen kann.“

Tatsächlich: Halle gefällt ihm. Bald soll auch Frau Caroline, geheiratet wurde im Mai, aus der Schweiz nachkommen. Dann stimmt das private Wohlfühlklima. Und auch sportlich, da ist sich Gebhardt sicher, wird es kommen, wie geplant. Denn sein Stil, so sagt er, passt zur mutigen Spielidee, die Trainer André Meyer künftig noch konsequenter umsetzten will: „Ich bin als offensiv mitspielender Torwart von meinen Qualitäten überzeugt.

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„EIN KLEINES RESTRISIKO IST DABEI“
Wie Trainer Meyer und Sportchef Minge ihre HFC-Kaderplanung verteidigen
Fehlende Erfahrung? Kein Torjäger? Im Trainingslager haben die HFC-Verantwortlichen klar Stellung zur Transferpolitik bezogen - auch in Sachen Elias Huth.

Aktualisiert: 23.06.2022, 15:04
Heiligenstadt/Halle (Saale)/MZ/bbi - Ralf Minge und André Meyer haben im Trainingslager in Heiligenstadt den Umbruch beim Halleschen FC und ihre Transferpolitik noch einmal verteidigt.

Der HFC hat bislang 17 Profis abgegeben und zehn Neue geholt - vorranging aus den Regionalligen. Dabei gingen dem Kader viel Erfahrung und Torgefahr verloren. Für Sportdirektor und Trainer ist das aber kein großes Problem.

„Der Umbruch war von allen Seiten gewünscht. Jetzt vollziehen wir ihn aus voller Überzeugung“, sagte Trainer Meyer in einem MDR-Livestream aus dem Trainingslager am Donnerstag. Seine Zugänge verteidigte er gegen pauschale Kritik: „Wir haben die Transfers nicht blind gemacht. Qualität auf dem Platz kann man nicht am Namen oder Einsätzen in der 3. Liga festmachen.

Vielmehr glaubt Meyer, dass sich in Halle eine verschworene Einheit entwickeln kann: „Wir haben die Spieler nach Charakter ausgewählt, sie passen perfekt bei uns rein. Alle Zugänge waren vorher zu Gesprächen in Halle, alle wollten zum HFC kommen.“ Darin sieht Meyer sogar einen Vorteil gegenüber anderen Klubs in der 3. Liga: „Wir haben keine Probleme mit der Integration. Es wird unser großes Pfund sein in der Saison: Wir sind ein brutal gierige Mannschaft. Da steckt viel Emotion und Mentalität drin.“

Ralf Minge über Kampf um Elias Huth: „Es stand auch eine Ablöse im Raum“
Auch Minge wehrt sich gegen den Eindruck, die Kaderplanung in Halle sei aus der Not geboren. „Wir haben sorgsam über lange Zeit den Markt sondiert und angesichts unserer wirtschaftlichen Möglichkeiten abgewogen“, erklärte der Sportchef im MDR-Gespräch: „Hier ist auch nicht der Jugendwahn ausgebrochen. Wir haben ein erfahrenes Fundament im Kader.“

Die fehlende Erfahrung sei zwar nicht wegzudiskutieren, doch lässt sich Minge Handlungsspielraum. „Wir schauen auch: Was können wir vielleicht noch in Sachen Erfahrung dazuholen?“ Transfers seien möglich, aber nicht zwingend notwendig. „Das ist eine Einzelfallentscheidung“, sagte Minge. Auch ohne weitere Zugänge vertrauen die Verantwortlichen dem aktuellen HFC-Kader.

Ein Abgang, der Fans und Klub besonders schmerzt, war Elias Huth. Der Stürmer, mit zehn Toren in der Rückrunde Halles Lebensversicherung im Abstiegskampf, wechselte vom 1. FC Kaiserslautern zum Drittliga-Rivalen Erzgebirge Aue.

Ralf Minge erinnert an Huth-Transfer: „Waren auch nicht alle begeistert“
Der Zweitliga-Absteiger hatte einfach finanziell bessere Möglichkeiten und zudem die bessere sportliche Perspektive. „Es stand auch eine Ablöse im Raum. Wir haben alles versucht“, sagt Minge über den vergeblichen Kampf um den Torjäger: „Aber wir müssen akzeptieren, dass er sich anders entschieden hat.

Huth habe sich „nochmal bei allen im Verein gemeldet und für die Zeit in Halle bedankt. Das ist alles sauber abgelaufen“. Damit ist der Fall für Minge abgeschlossen. Der Sportdirektor erinnert zudem noch einmal an den Winter, als Terrence Boyd den HFC auf eigenen Wunsch verlassen hatte und Huth, damals Bankdrücker beim FCK, kurzfristig als Ersatz geholt wurde.

„Damals waren auch nicht alle begeistert“, sagt Minge: „Aber es hat super funktioniert. Jetzt sind wir wieder an dem Punkt, wo wir eine kreative Lösung brauchen.“ Entsprechend hofft Minge auf etwas Geduld und Vertrauen auf die neuen Stürmer wie Andor Bolyki oder Sebastian Müller.

HFC ohne Torjäger: „Ein kleines bisschen Restrisiko ist dabei“
Doch weiß der Sportchef selbst, dass gerade in der Offensive Qualität und Torgefahr verloren gingen. „Wir sind sicherlich eine Klasse drunter“, bewertet Minge die Kader-Situation mit Blick auf Ex-Torjäger wie Boyd oder Huth realistisch. Doch sagt er über seine Neuen aus der Regionalliga: „In Summe haben wir Torgefahr dazugewonnen. Die Adaption an die 3. Liga muss aber nun stattfinden. Da glauben wir dran.“

Minge weiß, dass der HFC in der Saison 2022/23 keinen klaren Torjäger haben wird: „Die Tore müssen sich verteilen. Wir haben Torgefahr im Mittelfeld hinzugewonnen.“ Allerdings müssen auch Spieler wie Tunay Deniz erst den Sprung in die 3. Liga schaffen. „Ein kleines bisschen Restrisiko ist dabei, keine Frage“, weiß auch Minge. Aber bangemachen gilt nicht: „Dafür haben wir das Trainerteam, um den Lernprozess zu forcieren.“

Diese Aufgabe nimmt Meyer im Trainingslager voll an. „Wir sind auf einem guten Weg. Die Jungs bringen die Qualität für unser Spiel mit. Sie haben Spaß, sie zerreißen sich und sind lernwillig“, sagte der Trainer über die ersten Tage in Heiligenstadt. Auch beim Thema Zugänge bleibt er betont gelassen: „Wir lassen uns nicht treiben. Wenn sich was ergibt, machen wir was. Aber nicht wild, sondern nur aus Überzeugung.“

mirkow
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Große Erwartungen: Youngster Sebastian Müller nimmt den Druck beim HFC an

Sebastian Müller soll nach Lehrjahren bei Bundesligist Bielefeld und turbulenten Leihen die Lücke im Sturm schließen. Wie er mit dem Druck umgeht.

Heiligenstadt/MZ - Wo es letztlich hängen wird, vielleicht im Schlafzimmer, an einem schönen Plätzchen in der Küche oder doch im Eingangsbereich, das weiß Sebastian Müller noch nicht. Sicher ist für den neuen Stürmer des Halleschen FC aber: Wenn er Anfang Juli eine Wohnung in Halle bezieht, dann wird ein für ihn persönlich bedeutsames Schmuckstück zuerst ausgepackt: Ein eingerahmtes Foto von 2019, das den damals 18-Jährigen mit seiner Oma bei einem Spiel der U19-Nationalmannschaft zeigt. "Sie ist mein größter Fan", sagt Müller. Die 88-jährige war mit ganz viel Stolz schließlich immer mit dabei, wenn ihr Enkel auf Torejagd ging.

Bei Müllers Anfängen in der Jugend des 1. FC Köln, wo er sich mit 13 Toren in 14 A-Jugend-Spielen - besser war damals nur Dortmunds Ausnahmetalent Youssoufa Moukoko - für einen Wechsel zu Arminia Bielefeld empfahl. Dort wurde er zum Bundesligaspieler. Auch als Müller per Leihe für ein halbes Jahr zum VfL Osnabrück wechselte und mit dem Verein aus der 2. Bundesliga abstieg, litt die Oma mit. Sie feierte, als er in der Saison 2021/22 wieder als Leihspieler mit Eintracht Braunschweig in die zweite Liga aufstieg. In der kommenden Spielzeit wird die alte Dame nun bei jedem Spiel des HFC vor dem Fernseher sitzen und Daumen drücken.

Der heute 21-jährige Müller will in Halle, seiner dritten Leistation in Folge, einen zentralen Schritt machen: Vom Mitschwimmer zum Leistungsträger. "Für mich war es wichtig, noch einmal eine Chance auf eine möglichst komplette Saison zu bekommen und dass ich hier eine ordentliche Quote erzielen kann", erklärt Müller den Wechsel.


Große Fußstapfen

Dass er seine Ausbeute von drei Toren und ebenso vielen Vorlagen für Braunschweig kräftig nach oben schraubt, darauf bauen auch die Verantwortlichen beim HFC. Mit Elias Huth verlor der Klub schließlich den Torgaranten der Rückrunde. Der junge und doch schon erfahrene Müller soll ihn ersetzen. "Die Erwartungshaltung ist groß. Ich habe aber auch selbst den Anspruch an mich, dass ich ihr gerecht werden will. Ich bin ein Spieler, der den Druck mag und damit umgehen kann. Angst habe ich keine", sagt er. Ein gutes Omen: Beim HFC hat Müller die Mittelstürmernummer neun zurück. Die trug er zuletzt in den so treffsicheren Kölner Zeiten.

Die darauf folgenden Lehrjahre in Bielefeld halfen beim Reifeprozess. Beim Bundeslisten zeigte ihm Routinier Fabian Klos, wie es mit dem Toreschießen klappt. "Ich hatte einen guten Draht zu ihm. Er hat dieses Gespür, wohin der Ball kommt und wie du laufen musst. Wenn er dir das erklärt, bringt dich das in deiner Entwicklung weiter", erzählt Müller.

Jetzt sei aber die Zeit gekommen "eigene Wege zu gehen" und "selbst Verantwortung mit Toren zu übernehmen". Auch per Kopf wie Vorgänger Huth. Trotz seiner nur 1,80 Meter Körpergröße. "Ich bin trotzdem relativ kopfballstark, weil ich ein gutes Timing habe. Ich komme aber eher über flaches, schnelles Kombinationsspiel und Laufwege in die Tiefe zum Abschluss."

Tempo mag Müller auch außerhalb des Platzes. Er outet sich als Formel-1- und speziell Max-Verstappen-Fan. Gemeinsam mit Zimmerkollege Seymour Fünger zockt er im Trainingslager im Heilbad Heiligenstadt auch ein Formel-1-Spiel an der Konsole. "Ansonsten führe ich ein langweiliges Leben", scherzt Müller.

Was aber eben nicht für seine schon turbulente Karriere als Fußballer gilt. Der Aufstiegskampf mit Braunschweig habe ihn "sehr im Charakter geprägt", wie Müller betont. "Es ist etwas anderes, wenn du weißt, dass es um alles geht. Dann ist im Training nochmal ein andere Spannung da." Die Relegationsspiele mit Osnabrück 2021, in denen Müller zweimal eingewechselt wurde, seien "Wahnsinn" gewesen. "Das hat viel Druck bedeutet."


Keine Lust auf Abstiegskampf

Abstiegskampf, dieses Zittern bis zum Schluss erneut zu durchleben - dafür ist Müller nicht nach Halle gekommen. "Festlegen will ich mich nicht, was ein Ziel betrifft. Da würde mir der Trainer den Kopf abreißen", scherzt Müller. "Auf Abstiegskampf habe ich aber keine Lust, dann spiele ich doch lieber weiter oben mit." Zumindest sorgenfrei soll die Saison werden. Und dafür kann Müller mit Toren selbst sorgen. Nicht nur die Oma würde es freuen.


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23-JÄHRIGER IST HALLES HOFFNUNG AUF LINKS
Sogar ein Nationalspieler gratulierte Nico Hug zum HFC-Wechsel
Nico Hug hat das Potenzial für eine tolle Karriere in Deutschland. Wie der Zugang seine Rolle sieht, was sein Motto ist und mit welchem Nationalspieler er befreundet ist.

Von Fabian Wölfling
Aktualisiert: 25.06.2022, 10:15

Heiligenstadt/MZ - Es gibt ein Motto, das Nico Hug schon sein ganzes Leben als Fußballer begleitet. Das ihn antreibt, immer noch ein paar Prozente mehr zu geben. „Erfolg ist ein Geschenk, das eingepackt ist in harte Arbeit“, lautet es.

Daran glaubt der neue Flügelspieler des Halleschen FC nicht nur, er lebt es. Nahezu täglich geht der 23-Jährige nach Trainingseinheiten auf dem Fußballplatz noch zusätzlich ins Fitnessstudio.

Fleiß, den man Hug direkt ansehen kann. Ein wenig erinnert der 1,70-Meter-Mann mit den kräftigen Armen gar an Fußballkollege Xherdan Shaqiri, den „Kraftwürfel“. Körperlich bringt der Sommerzugang damit gute Voraussetzungen für die Herausforderungen der dritten Liga mit. Der hängt schließlich der Ruf an, in erster Linie eine Kämpferliga zu sein. Schnell und laufstark ist er zudem, wie der HFC bei seiner Verpflichtung explizit betonte.

Hallescher FC: Nico Hug ist der Hoffnungsträger für links
Mit Hug hoffen die Verantwortlichen der Rot-Weißen, eine große Baustelle der vergangenen Saison schließen zu können: Auf der linken Schienenspieler-Position vermochte kein Profi so recht zu überzeugen - ob er nun Julian Guttau, Julian Derstroff oder Janek Sternberg hieß.

Auf der rechten Seite gab es dagegen im HFC-Spiel mit Niklas Kreuzer eine konstante Größe. Nur mit einem voll funktionierenden Flügel kann aber weder ein Vogel richtig fliegen, noch eine Fußballmannschaft richtig glänzen.

Hug, der vom FC Vaduz nach Halle gekommen ist, soll im System von Trainer André Meyer mit je nur einem Außenbahnspieler das bisher fehlende Gegenstück zu Kreuzer sein. Dafür bringt er nicht nur seinen vorbildlichen Arbeitsethos, sondern auch das nötige Talent mit. Zumindest bescheinigen die Analysten des „Global Soccer Network“, die unter anderem Bayern München und RB Leipzig beraten, Hug Zweitligaqualitäten und sogar Potenzial für die Bundesliga.

Als Ziel will Hug das derzeit nicht ausgeben. Er ist ja gerade Drittliga-Spieler in Deutschland geworden. Es würde auch nicht zu seinem Motto, das die Arbeit und nicht das Träumen betont, passen. Also sagt er lieber: „Ich konzentriere mich darauf, mit Halle eine gute Saison zu spielen, dann sehen wir weiter. Ich bin jung, da kann noch viel passieren.“

Freiburger Kumpels: Nico Schlotterbeck und Nico Hug tauschen sich regelmäßig aus
Einer, der Hug vorlebt, was so alles in einer Karriere passieren kann, der es in die Bundesliga, aktuell zu Borussia Dortmund und gar ins Nationalteam geschafft hat, ist sein bester Kumpel Nico Schlotterbeck. „Persönliche Treffen sind zwar schwierig, dafür fehlt meist die Zeit. Aber wir schreiben viel, zocken auch gern online“, erzählt der Neu-Hallenser über die Freundschaft zum Bundesliga-Star. Schlotterbeck gratulierte auch zum Wechsel nach Halle: „Er hat gesagt, dass das eine gute Entscheidung ist, genau der richtige Schritt für meine Entwicklung“, verrät Hug.

Die Fußballer begleiten sich auf ihren Karrierewegen seit Jugendtagen beim SC Freiburg. In der Talentschmiede des Bundesligisten wurde Hug, der aus dem Örtchen Niedereschach im Schwarzwald stammt, vom Stürmer zum offensivstarken Außenverteidiger umgeformt.

Und das obwohl er sich gleich im ersten Spiel für die SC-Junioren das Wadenbein bracht. Ist alles gut verheilt. Und: „Ich bin nach der Verletzung nur noch motivierter zurückgekommen, das hat mir einen Schub gegeben“, erklärt Hug.

Nico Hug spielte mit FC Vaduz gegen Top-Klubs aus Basel und Bern
Einsätze für die U-18-Nationalmannschaft, die er zu seinen bisherigen Höhepunkten zählt, folgten. Später drei Jahre in der Freiburger Regionalliga-Mannschaft und schließlich der ersehnte erste Profi-Vertrag in Vaduz. Die Auslandsstation prägte ihn, nicht nur, weil sich Hug einen kleinen schweizerdeutschen Einschlag in der Stimme bewahrt hat.

Mangels Konkurrenz spielt der Vorzeigeklub Liechtensteins im Ligensystem des Nachbarstaates mit. Hug traf daher mit Vaduz in der ersten Liga auf Topklubs wie den FC Basel oder die Young Boys Bern. Als Pokalsieger in Liechtenstein spielte er zudem international in der Qualifikation für die Europa League und die neu geschaffene Europa Conference League. „Das waren alles nicht nur tolle Erlebnisse, ich habe mich durch die zwei Jahre in Vaduz auch sehr weiterentwickelt.“

In Halle soll sich diese Entwicklung fortsetzen, Hug will sich nun im deutschen Profifußball beweisen. „Ich will in jedem Spiel vorangehen, Leistung bringen, der Mannschaft mit Vorlagen und Toren helfen, damit wir erfolgreich sind“, sagt er über seine konkreten Ziele. Das passende Motto, damit das gelingt, begleitet ihn.

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ENTSCHEIDUNG IM CAMP
HFC schickt Atmaca wieder heim

Von: SÖREN FIEDLERveröffentlicht am
25.06.2022 - 20:45 Uhr

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KAPITÄN KRITISIERT TEAM DER VORSAISON
Jonas Nietfeld sieht mehr Qualität beim HFC und lobt besonders einen Zugang
Gestandene Profis mussten gehen, dafür holte der Drittligist junge, unerfahrene Spieler. Wie Kapitän Nietfeld das Projekt mit „Restrisiko“ einschätzt.

Von Fabian Wölfling
Aktualisiert: 27.06.2022, 09:17

Heiligenstadt/MZ - Zum Mittag gab es diesmal Lachs, dazu Kartoffeln, Gemüse und Salat. „Gesund und energiereich“ muss es sein, sagt Jonas Nietfeld, der Kapitän des Halleschen FC, über das Essen im Vorbereitungscamp in Heilbad Heiligenstadt. Schließlich werden durch die täglichen Trainingseinheiten - mit Fokus aut Athletik und Taktik - auch massig Kalorien verbrannt. Angenehmer Bonus: „Es schmeckt auch“, lobt Nietfeld.

Generell hat der 28-Jährige nichts zu meckern: „Das ist das bisher beste Trainingslager, das ich mit dem HFC hatte“, bilanziert er gar. Aber nicht nur wegen der offenbar guten Hotelwahl und des tollen Trainingsplatzes war die Woche im Eichsfeld voller Sonnentage - nicht allein meteorologisch gesehen.

Der Fußballdrittligist blieb bis auf Mini-Blessuren von Verletzungen verschont, die Trainingsbeteiligung lag nahezu durchgängig bei 100 Prozent. „Zum Glück“, sagt Nietfeld. „Letztes Jahr ging es ja schon im Trainingslager los mit der Verletzungsmisere.“ Jannes Vollert riss sich damals das Außenband. Es war der Auftakt zu einer Saison, die mit durchwachsen wohlmeinend beschrieben ist.


Umbruch beim HFC: Gestandene Profis sind weg
Mal wieder soll beim HFC nun alles besser werden. Das Team hat ein neues Gesicht, geformt nach den Wünschen von Trainer André Meyer. Gegangen oder gegangen worden sind gestandene Spieler wie Marcel Titsch Rivero oder Jan Löhmannsröben.

Gekommen sind junge oder drittligaunerfahrene Profis, viele sind sogar jung und drittligaunerfahren. Es ist ein Projekt mit „Restrisiko“, wie Sportchef Ralf Minge dieser Tage selbst eingestand. Der erste Test am Sonntag in Paderborn ging dann auch mit 1:3 verloren.

Jonas Nietfeld strahlt dennoch Zuversicht aus, wenn er über die Lage der Dinge beim HFC spricht. Vermutlich muss er das auch, als gerade von Meyer bestätigter Spielführer. Es ist aber glaubhaft und auch nachvollziehbar, wie er darlegt, warum er im Umbruch mehr Chancen als Risiken sieht.

Kapitän Jonas Nietfeld geht neuen Weg beim HFC mit
„Die Erfahrung in der Mannschaft ist natürlich geringer als in den vergangenen Jahren“, sagt er. „Aber in denen waren wir ja nicht sonderlich erfolgsverwöhnt. Ich finde es daher richtig, einen neuen Weg einzuschlagen und die Chance ist groß, dass wir damit auch mehr Erfolg haben werden.“

Seit 2019 ist „Nieter“ in Halle, seit 2020 ist er Kapitän, seit 2021 ist der einstige Stürmer Abwehrchef. Er hat miterlebt, wie zuletzt eine HFC-Saison nach der anderen im Krisenmodus endete. Und er hat eine Erklärung, woran das gelegen hat: „Wir hatten in den Vorjahren Spieler dabei, die schon erste oder zweite Liga gespielt haben und dachten, dass sie eigentlich woanders hingehören als nach Halle.

Die versprachen also viel Qualität, es fehlte aber der letzte Hunger, mit dem HFC erfolgreich sein zu wollen. Namen will Nietfeld nicht nennen, seine Beschreibung passt aber auf viele der Spieler, die in diesem Sommer gehen mussten.

Daraus erwuchs ein weiteres, größeres Problem, wie Nietfeld beobachtet hat: „Es gab bei einigen Spielern die Denkweise, dass wir schon nicht absteigen werden. Sie haben womöglich mehr darauf geachtet, dass sie für sich ein paar gute Spiele hinlegen. Die Mannschaft war deshalb nicht so eine geschlossene Einheit, wie es nötig ist, um eine gute Saison spielen zu können.“

Jonas Nietfeld lobt Zugang Tunay Deniz: „Da kommt jeder Pass an“
Das soll sich ändern. Wird es auch, sagt Nietfeld. Seine Gleichung: Kleinerer Name gleich größerer Wille. „Die Neuen wollen sich beweisen“, meint er. „Die geben alle Gas, sind hungrig, etwas zu erreichen mit dem HFC. Diesmal haben wir den absoluten Willen eine erfolgreichere Saison zu spielen.“ In den Tagen in Heilbad Heiligenstadt hinterließ die Mannschaft auch einen gewillten und nach außen harmonischen Eindruck.

Mit Wille allein ist es natürlich nicht getan, es braucht auch Klasse. Obwohl einige Wunschkandidaten wie etwa Elias Huth absagten, glaubt Nietfeld auch an einen Qualitätsgewinn durch die Zugänge. Der neue Angreifer Sebastian Müller etwa: „Frech, sucht immer den Abschluss, eklig beim Pressing.“

Oder Tunay Deniz, der im Mittelfeld lenken soll: „Der ist am Ball richtig gut, da kommt jeder Pass an. Das ist eine Qualität, die wir so letztes Jahr nicht hatten.“ Auch Timur Gayret hat es ihm angetan. „Mein Eindruck ist durchweg positiv. Die fußballerische Qualität im Kader ist jetzt sehr hoch, vermutlich höher auch als im letzten Jahr.“

Hallescher FC sucht noch nach Mittelstürmer
Und noch ist das Aufgebot ja nicht finalisiert. Nachdem sich die Weiterverpflichtung von Zehn-Tore-Mann Huth zerschlagen hat, ist klar, dass nach einer gestandenen Alternative für das Sturmzentrum gesucht wird. Auch im Mittelfeld und auf den Außenbahnen könnte sich noch etwas tun.

Was Nietfeld bei aller vorhandenen Zuversicht auch vernünftig findet: „Wenn es die Möglichkeit gibt, einen Spieler zu verpflichten, der im Mittelfeld oder Sturm Erfahrung und Qualität mitbringt, hilft uns das sicher weiter“, sagt er.

Das „Restrisiko“ würde so ja auch kleiner, die Aussicht auf eine erfolgreiche Saison größer. Was ganz im Sinne des ehemaligen Zweitligaprofis Nietfeld ist:. „Der Wille, oben anzugreifen, steckt nach wie vor in mir“, betont er.


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Hallescher FC in der Analyse
Fünf Erkenntnisse aus dem ersten HFC-Härtetest gegen Paderborn

Im ersten Härtetest unterliegt der Drittligist Zweitligist Paderborn. Die MZ-Analyse zeigt, was bereits gut läuft und woran noch gearbeitet werden muss.
Von Fabian Wölfling 28.06.2022, 07:30

Bild
Auch er war nicht fehlerfrei: HFC-Zugang Nico Hug (r.) im Testspiel beim SC Paderborn. (Foto: Andreas Feineis)

Halle (Saale)/MZ - Wie es um die Gesangsqualitäten der Zugänge bestellt ist, bleibt ein Geheimnis. Traditionell müssen sich beim Halleschen FC neue Spieler mit einem Ständchen vor der Fußball-Drittligatruppe einführen.

War diesmal für Sonntagabend als Abschluss des Trainingslagers in Heilbad Heiligenstadt angesetzt. Anders als in der Vergangenheit drangen über die Sozialen Medien keine Videosequenzen der Darbietungen an die Öffentlichkeit.

Egal. Als Sänger sind die Zugänge ja nicht beim HFC angestellt. Sie sollen den Fußball ansehnlicher und erfolgreicher machen als in der Vorsaison. Ein erster Eindruck, inwieweit das im Zusammenspiel mit den verbliebenen Profis aus dem Vorjahreskader gelingen kann, gab das nicht-öffentliche Testspiel bei Zweitligist Paderborn am Sonntag. 1:3 verlor der HFC den ersten Härtetest.

Die MZ-Analyse zeigt, was bereits gut lief und woran noch gearbeitet werden muss.
1. Meyers Spielidee kann für Spektakel sorgen

Flaches Aufbauspiel aus der Abwehr heraus, bei gegnerischem Ballbesitz frühes Anlaufen und eine hochstehende Abwehr, so stellt sich Trainer Meyer seinen Fußball vor. Die Idee war gegen Paderborn deutlicher als meist in der Rückrunde der vergangenen Saison zu sehen.

Der HFC machte gegen den klassenhöheren Gegner Dampf, produzierte Ballverluste, hatte Abschlüsse. Das war ansehnlich, die Führung in der 15. Minute durch Sebastian Müller nicht unverdient. Auffallend: Waren in der Vorsaison noch Flanken der Weg zu Chancen, brachten diesmal vor allem flache Pässe in die Tiefe Gefahr.
2. Sie birgt aber auch große Risiken

Die Kehrseite der Spielidee war aber offensichtlich. Mit dem ehemaligen Magdeburger Sirlord Conteh oder Richmond Tachie verfügt der Zweitligist über enorm schnelle Angreifer. Wenn das Pressing des HFC nicht griff, liefen die der hochstehenden Abwehr einfach davon, fanden große Räume vor.

Bis Saisonstart muss an der Abstimmung beim aggressiven Verteidigen gearbeitet werden. Zudem fordert der Meyer-Fußball viel Kraft. Trotz einiger Wechsel ging die in der zweiten Halbzeit aus. Paderborn konnte kaum noch unter Druck gesetzt werden, kontrollierte das Spiel.
3. Die Patzer der Erfahrenen machen Sorgen

Die erfahrene Abwehr soll eigentlich das Fundament einer erfolgreichen Saison werden. In Paderborn erwischten die routinierten Verteidiger aber einen gebrauchten Tag. Sowohl Jannes Vollert (24), wie auch Sören Reddemann (26) und Jonas Nietfeld (28) leisteten sich schlimme Ballverluste, legten dem Gegner so beste Chancen und auch Tore auf. Die Vielzahl der Aussetzer macht Sorgen.
4. Die Zugänge hinterlassen (fast alle) Eindruck

Alle Zugänge durften sich im ersten Härtetest zeigen, die meisten hinterließen einen guten Eindruck. Torwart Felix Gebhardt rettete etwa in der ersten Halbzeit mehrfach gekonnt, Tunay Deniz leitete im Mittelfeld viele Offensivaktionen ein, Stürmer Sebastian Müller hatte neben seinem Tor noch weitere gute Szenen.

Auch Leon Damer und Nico Hug waren fleißig, leisteten sich aber einige Stockfehler. Hug legte sogar das dritte Gegentor mit einem verunglückten Rückpass auf. Seymour Fünger spielte in der Dreierkette abgeklärter als Reddemann vor der Pause. Die Offensivjoker Andor Bolyki und Timur Gayret, dem die Folgen der Corona-Infektion nach anzusehen waren, blieben dagegen blass.
5. Die anvisierten Transfers sind notwendig

Ein erfahrener Zielstürmer à la Elias Huth und womöglich auch eine erfahrene Mittelfeldkraft sucht der HFC noch. Das Testspiel unterstrich den Bedarf. Zwar brachten die Rot-Weißen einige Flanken gut in den Strafraum, eine Chance entsprang daraus aber nicht.

Ein kopfballstarker Stürmer wäre eine gute Ergänzung zu Sebastian Müller. Auch ein defensivstarker Mittelfeldspieler als Abräumer neben Deniz würde sehr helfen. So könnte Niklas Landgraf, dem Meyer offenbar als Sechser mehr vertraut als Ex-Zweitligaspieler Louis Samson, die Abwehr unterstützen.

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Hallescher FC in der Analyse
Fünf Erkenntnisse aus dem ersten HFC-Härtetest gegen Paderborn

Im ersten Härtetest unterliegt der Drittligist Zweitligist Paderborn. Die MZ-Analyse zeigt, was bereits gut läuft und woran noch gearbeitet werden muss.
Von Fabian Wölfling 28.06.2022, 07:30

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Auch er war nicht fehlerfrei: HFC-Zugang Nico Hug (r.) im Testspiel beim SC Paderborn. (Foto: Andreas Feineis)

Halle (Saale)/MZ - Wie es um die Gesangsqualitäten der Zugänge bestellt ist, bleibt ein Geheimnis. Traditionell müssen sich beim Halleschen FC neue Spieler mit einem Ständchen vor der Fußball-Drittligatruppe einführen.

War diesmal für Sonntagabend als Abschluss des Trainingslagers in Heilbad Heiligenstadt angesetzt. Anders als in der Vergangenheit drangen über die Sozialen Medien keine Videosequenzen der Darbietungen an die Öffentlichkeit.

Egal. Als Sänger sind die Zugänge ja nicht beim HFC angestellt. Sie sollen den Fußball ansehnlicher und erfolgreicher machen als in der Vorsaison. Ein erster Eindruck, inwieweit das im Zusammenspiel mit den verbliebenen Profis aus dem Vorjahreskader gelingen kann, gab das nicht-öffentliche Testspiel bei Zweitligist Paderborn am Sonntag. 1:3 verlor der HFC den ersten Härtetest.

Die MZ-Analyse zeigt, was bereits gut lief und woran noch gearbeitet werden muss.
1. Meyers Spielidee kann für Spektakel sorgen

Flaches Aufbauspiel aus der Abwehr heraus, bei gegnerischem Ballbesitz frühes Anlaufen und eine hochstehende Abwehr, so stellt sich Trainer Meyer seinen Fußball vor. Die Idee war gegen Paderborn deutlicher als meist in der Rückrunde der vergangenen Saison zu sehen.

Der HFC machte gegen den klassenhöheren Gegner Dampf, produzierte Ballverluste, hatte Abschlüsse. Das war ansehnlich, die Führung in der 15. Minute durch Sebastian Müller nicht unverdient. Auffallend: Waren in der Vorsaison noch Flanken der Weg zu Chancen, brachten diesmal vor allem flache Pässe in die Tiefe Gefahr.
2. Sie birgt aber auch große Risiken

Die Kehrseite der Spielidee war aber offensichtlich. Mit dem ehemaligen Magdeburger Sirlord Conteh oder Richmond Tachie verfügt der Zweitligist über enorm schnelle Angreifer. Wenn das Pressing des HFC nicht griff, liefen die der hochstehenden Abwehr einfach davon, fanden große Räume vor.

Bis Saisonstart muss an der Abstimmung beim aggressiven Verteidigen gearbeitet werden. Zudem fordert der Meyer-Fußball viel Kraft. Trotz einiger Wechsel ging die in der zweiten Halbzeit aus. Paderborn konnte kaum noch unter Druck gesetzt werden, kontrollierte das Spiel.
3. Die Patzer der Erfahrenen machen Sorgen

Die erfahrene Abwehr soll eigentlich das Fundament einer erfolgreichen Saison werden. In Paderborn erwischten die routinierten Verteidiger aber einen gebrauchten Tag. Sowohl Jannes Vollert (24), wie auch Sören Reddemann (26) und Jonas Nietfeld (28) leisteten sich schlimme Ballverluste, legten dem Gegner so beste Chancen und auch Tore auf. Die Vielzahl der Aussetzer macht Sorgen.
4. Die Zugänge hinterlassen (fast alle) Eindruck

Alle Zugänge durften sich im ersten Härtetest zeigen, die meisten hinterließen einen guten Eindruck. Torwart Felix Gebhardt rettete etwa in der ersten Halbzeit mehrfach gekonnt, Tunay Deniz leitete im Mittelfeld viele Offensivaktionen ein, Stürmer Sebastian Müller hatte neben seinem Tor noch weitere gute Szenen.

Auch Leon Damer und Nico Hug waren fleißig, leisteten sich aber einige Stockfehler. Hug legte sogar das dritte Gegentor mit einem verunglückten Rückpass auf. Seymour Fünger spielte in der Dreierkette abgeklärter als Reddemann vor der Pause. Die Offensivjoker Andor Bolyki und Timur Gayret, dem die Folgen der Corona-Infektion nach anzusehen waren, blieben dagegen blass.
5. Die anvisierten Transfers sind notwendig

Ein erfahrener Zielstürmer à la Elias Huth und womöglich auch eine erfahrene Mittelfeldkraft sucht der HFC noch. Das Testspiel unterstrich den Bedarf. Zwar brachten die Rot-Weißen einige Flanken gut in den Strafraum, eine Chance entsprang daraus aber nicht.

Ein kopfballstarker Stürmer wäre eine gute Ergänzung zu Sebastian Müller. Auch ein defensivstarker Mittelfeldspieler als Abräumer neben Deniz würde sehr helfen. So könnte Niklas Landgraf, dem Meyer offenbar als Sechser mehr vertraut als Ex-Zweitligaspieler Louis Samson, die Abwehr unterstützen.

mirkow
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Meyer will alle Mann behalten
Was mit Samson und Löder beredet ist.
Von Christoph Karpe

Halle/MZ - Am freien Tag galt die Aufmerksamkeit dem Rasen daheim in Strausberg. Das Grün war "in der letzten Woche etwas zu kurz gekommen", erzählte Hobby-Gärtner André Meyer am freien Dienstag. Natürlich, im Job als Trainer von Fußball-Drittligist Hallescher FC war er schließlich bis Montagvormittag im Trainingslager gewesen. Da hatte im Fokus gestanden, die Mannschaft in Form zu bringen.

Die Erkenntnisse? "Ein Punkt ist: Erfahrung könnte uns gut tun." Meyer geht - Stand jetzt - in vier Wochen mit "dem jüngsten Kader in HFC-Drittligazeiten" in die Saison. 24 Spieler gehören aktuell zur Mannschaft - inklusive des Dauerverletzten Toni Lindenhahn und des Rückkehrers Aaron Herzog. Sieben der 22 einsatzfähigen Kicker - inklusive der drei Keeper - sind 20 Jahre oder jünger. In Sachen weiterer Zugänge tut sich allerdings gerade nichts.

Bekannt: Der HFC ist im Vergleich zur Konkurrenz knapp bei Kasse. "Wir bewegen uns im Rahmen unserer Möglichkeiten und sind finanziell auf Kante gestrickt. Wir können nicht alles einsammeln, was sich links und rechts bewegt", sagt Meyer als kleinen Hinweis auf Mitbewerber.

Eine Möglichkeit, Finanzen frei zu bekommen, wäre es, erstmal noch Spieler abzugeben. Sorgenkinder der vergangenen Saison etwa. Luis Samson und Elias Löder gehörten in diese Kategorie derjenigen Spieler, die Erwartungen nur selten erfüllten.

Zu beiden Kickern hat Meyer eine klare Meinung: Sie sollen bleiben. "Ich habe mit beiden offen gesprochen und das halbe Jahr, das ich jetzt da bin, gespiegelt. Sie sind nicht wie gewünscht zum Zuge gekommen", so der Trainer.

Jetzt gilt das Motto: neuer Angriff. Louis Samson "gibt inzwischen ein anderes Bild ab". Der Mittelfeldmann mit massig Zweitliga-Erfahrung, aber in der Vergangenheit auch körperlichen Defiziten, sei inzwischen viel fitter, aggressiver und lautstärker. Der Trend sei "sehr, sehr positiv. Er soll eine feste Größe werden. Es gibt keinen Gedanken, ihn abzugeben".

Ähnlich ist die Situation bei Löder, an dem Regionalligist Carl Zeiss Jena interessiert ist. "Er will sich bei uns durchsetzen und ich will gern mit ihm arbeiten", sagt Meyer. Heißt im Umkehrschluss: Der HFC hat allein das Geld aus dem geplatzten Huth-Wechsel noch in der Reserve, um Neue zu holen.


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https://www.mz.de/sport/hallescher-fc/s ... en-3399815

MITTELFELDREGISSEUR HOFFT AUF COMEBACK
So ist der Belastungstest von HFC-Profi Aaron Herzog ausgefallen
In der vergangenen Saison zählte Aaron Herzog zu den Leistungsträgern des Halleschen FC. Dann bremste ihn eine Verletzung aus. Welche Neuigkeiten es jetzt gibt.

Aktualisiert: 30.06.2022, 16:04

Halle/MZ/FAB - In der vergangenen Saison zählte Aaron Herzog zu den Leistungsträgern des Halleschen FC. Dann bremste den Profi des Fußball-Drittligisten eine Verletzung aus.

Nun gibt es gute Nachrichten: Der 24-jährige Mittelfeldregisseur hat am Mittwoch einen Belastungstest erfolgreich bestanden, darf ab sofort voll mittrainieren - auch Zweikämpfe sind erlaubt. „Je nachdem, wie er die Belastung im Training verträgt, sind auch Kurzeinsätze in den Testspielen denkbar“, sagt Trainer André Meyer. Die Partie gegen Hertha BSC II am Samstag (14 Uhr) in Eisdorf kommt aber noch zu früh. Herzog, der sich im September 2021 in Mannheim das Kreuzband gerissen hatte, geht selbst von einer ein- bis zweiwöchigen Rantast-Phase aus.

Schlechte Nachrichten gibt es dagegen von Lukas Halangk. Der 18-Jährige hat sich eine Bänderverletzung zugezogen, fällt für unbestimmte Zeit aus.

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Re: Presseschau

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ERST CORONA, DANN MUSKULÄRE PROBLEME
Fehlstart für Neuzugang Gayret


ArtikelVon: ANDREAS MANNveröffentlicht am
30.06.2022 - 17:30 Uhr

https://m.bild.de/sport/fussball/fussba ... obile.html

thbreti
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vorwärts immer rückwärts nimmer

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ABLÖSE FÜR HFC-TALENT
Griebsch vor Absprung nach Stuttgart

Von: SÖREN FIEDLERveröffentlicht am
03.07.2022 - 07:22 Uhr

https://m.bild.de/sport/fussball/fussba ... obile.html

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Re: Presseschau

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https://www.mz.de/sport/hallescher-fc/w ... rt-3401251

DREI GEGENTORE GEGEN REGIONALLIGIST HERTHA BSC II
Wie HFC-Trainer Meyer die Testspielniederlage erklärt
Auch gegen die Hertha-Reserve setzt es für den HFC eine Niederlage. Trainer Meyer wirbt danach um Vertrauen. Was er zu Wünschen nach weiteren Transfers sagt.

03.07.2022, 20:15

Eisdorf/Halle/MZ - Die seltene freie Zeit verbringt André Meyer mit der Familie in der Heimat Strausberg. Sonntag und Montag ruht beim Halleschen FC der gemeinschaftliche Trainingsbetrieb. Die Spieler des Fußballdrittligisten sollen regenerieren und verarbeiten, was sich bisher in der Vorbereitung abgespielt hat. Zuletzt war das ein enttäuschendes 1:3 im Testspiel am Samstag gegen Regionalligist Hertha BSC II.

Wie schon beim 1:3 gegen Zweitligist SC Paderborn in der Woche zuvor zeigte sich der HFC im Bemühen, das von Meyer eingeforderte offensive Spiel umzusetzen, im Rückwärtsverhalten überfordert. Nach 24 Minuten waren die Tore kassiert, einmal nach einer Ecke, zweimal nach Pässen in die Tiefe, die die aufgerückte Dreierabwehr aushebelten. Der zweite Berliner Treffer ging dabei auf das Konto von Social-Media-Star Nader El Jindaoui, den der HFC gern verpflichtet hätte. Für die Rot-Weißen traf Tunay Deniz per Foulelfmeter zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich.
Leistung und Ergebnis haben in Teilen der rot-weißen Fanschar für Panik gesorgt. So wird das nichts mit dem Klassenerhalt, lässt sich der Tenor zusammenfassen. „Ich bin auch nicht zufrieden mit dem Spiel“, sagt Meyer. „Es ist unser Anspruch, gegen einen Regionalligisten zu gewinnen.“ Untergangsstimmung mag er aber natürlich nicht teilen.


Er führt Erklärungen für die Niederlage an. Da sei der Kraftfaktor: „Wir sind in der Anschlagsphase der Vorbereitung, haben in den zwei Tagen zuvor vier Einheiten absolviert. Im Kopf und in den Beinen waren wir müde, immer einen Schritt zu langsam.“

Das hohe Pressing brauche zudem nicht nur frische Beine, sondern auch eine sehr gute Abstimmung. Laut Meyer eine Zeitfrage: „Nach dem Umbruch kann noch gar nicht jedes Rädchen in das andere greifen“, verteidigt er die Defensive. In der Meyer auch personell experimentierte. So bildeten am Samstag Seymour Fünger, Niklas Landgraf und Sören Reddemann die Dreierkette. Eine Besetzung, die beim Saisonstart in Zwickau sicher nicht zu sehen sein wird. Mit Jonas Nietfeld, er kam zur zweiten Halbzeit, stand der HFC sicherer. „Wir müssen verschiedene Konstellationen ausprobieren“, betont Meyer.

Er wirbt um Vertrauen: „Ich bin überzeugt, dass wir zum Ligastart bereit sein werden. Zum einen werden wir in einem ganz anderen körperlichen Zustand sein, zum anderen wird sich bis dahin ein stabiles Gerüst herauskristallisiert haben.“ Schon im nächsten Test gegen den tschechischen Erstligisten Teplice am Samstag soll konkreter an einer Liga-Elf gebastelt werden.

Trotz allem werden die Rufe nach erfahrener Verstärkung lauter. So wünscht sich der 2012er Aufstiegskapitän Patrick Mouaya einen routinierten Innenverteidiger, einen Mittelfeldspieler als Stabilisator und einen körperlichen präsenten Stürmer. Das erklärte er in den Sozialen Medien.

Realistisch ist das aber nicht. „Unserer Priorität ist ein Stürmer mit anderem Profil als Sebastian Müller“, sagt Meyer. Weitere Transfers seien finanziell nicht realistisch. Das vorhandene Personal muss also die Aufgabe meistern. Als Stabilisator vor der Abwehr nimmt Meyer etwa den in der Vorsaison enttäuschenden Louis Samson in die Pflicht. Der wirkt zwar deutlich fitter, konnte in den Tests aber dennoch nicht überzeugen. „Er will diese Rolle ausfüllen. Das erwarte ich auch von ihm“, sagt der Trainer.


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Re: Presseschau

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https://www.mz.de/sport/hallescher-fc/a ... rt-3402098

ETAT REICHT NUR NOCH FÜR EINEN TRANSFER
An diesen erfahrenen Stürmern ist der HFC interessiert
Der HFC könnte nach Eindrücken der Vorbereitung Stützen mit Profi-Vita gut gebrauchen. Doch das Geld scheint nur noch für einen Stürmer zu reichen. Welche Kandidaten es gibt.

Von Christoph Karpe
04.07.2022, 20:00

Halle/MZ - Müde Beine, müder Kopf - an der Begründung von Fußball-Trainer André Meyer für die jüngste 1:3-Testspielpleite gegen das flinke Regionalliga-Team von Hertha BSC gibt es nichts zu deuteln. Das Vorbereitungsprogramm beim Halleschen FC wird schließlich von körperlich harten Trainingseinheiten dominiert. Doch weil Hertha II in so ziemlich allen Belangen das bessere Bild abgab, herrscht im Umfeld des Fußball-Drittligisten Sorge, dass dieses neu zusammengestellte Team in der Saison, die am 23. Juli mit dem Spiel beim FSV Zwickau beginnt, allenfalls gegen den Abstieg spielt. Wie schon in den vergangenen drei Spielzeiten. Und diesmal könnte es sogar noch enger werden, weil bei dem kapitalen Umbruch bislang fast ausschließlich auf Spieler aus der Regionalliga gesetzt wurde. Jung und wild - so will sich der HFC neu erfinden. Soweit der Plan. Geht er auf?

Die bisherigen Beobachtungen: Die quantitativ im Vergleich zur Vorsaison arg geschrumpfte Mannschaft - 17 Abgänge, acht Zugänge ohne Spieler aus dem eigenen Nachwuchs - könnte Stützen quer durch alle Teile sehr gut gebrauchen. Bei vier Millionen Euro, die Präsident Jens Rauschenbach als zur Verfügung stehende Summe für die Profiabteilung angibt, sollte noch Geld in der Kasse sein. Doch Rauschenbach stellt derzeit allenfalls noch das Engagement eines routinierten Stürmers in Aussicht.

Fest steht: Spieler wie Marcel Titsch Rivero, Julian Derstroff oder Jan Löhmannsröben, die man ziehen ließ, haben mehr Monatsgehalt kassiert als die aktuellen Zugänge. Heißt: Viele teure Spieler wurden abgegeben, weniger teure in geringerer Zahl geholt. Doch finanzielle Reserven hat der Klub trotz des laut Rauschenbach gleich gebliebenen Etats offenbar dennoch nicht.

Die Frage aller Fragen ist daher: Wieviel Etat für die Profiabteilung hat der Klub tatsächlich zur Verfügung? Rauschenbach betont: „Wir können und wollen die aus unserer Sicht ungesunde Entwicklung bei Gehältern, Beratervergütungen und Ablösen nicht mitmachen.“

Der HFC kann mit Klubs wie etwa den Zweitliga-Absteigern finanziell nicht mithalten. Erzgebirge Aue und Dynamo Dresden haben einen etwa doppelt so hohen Etat wie der HFC, der insgesamt nach eigener Angabe mit etwa 7,5 Millionen Euro operiert.

Mehrere Kandidaten stehen für den HFC zur Auswahl
Stürmer Elias Huth hat bekanntlich in Aue unterschrieben. Dem Vernehmen nach soll er dort etwa 20.000 Euro monatlich verdienen. Eine enorme Summe, die sich der HFC in den letzten Jahren in etwa Terrence Boyd hat kosten lassen. Ist das derzeit nicht mehr drin? Überhaupt: Alle drei Stürmer, die Aue verpflichtet hat (noch Lenn Jastremski und Paul-Philipp Besong), saßen zu Gesprächen mit Halles sportlicher Leitung zusammen. Nicht nur von diesem Trio gab es Absagen, weil der HFC bei Gehaltsangeboten nicht mithalten will oder kann.

Nichtsdestotrotz geht die Stürmersuche weiter. Bei Eintracht Braunschweig ist Interesse an einer Leihe von Benjamin Girth hinterlegt. Hannovers Lukas Hinterseer - auch auf der Liste - denkt an ein Karriere-Ende.

Der derzeit vereinslose Boris Tachy (ehemals St. Pauli) wird von Verletzungen geplagt. Mit Orhan Ademi, in Duisburg nicht mehr gefragt, wird geredet. Er gilt als die noch wahrscheinlichste Option, obwohl er als Zocker nicht so recht ins laufintensive Spielsystem von Coach Meyer passt. Doch in dieser Woche wird aller Voraussicht nach nichts passieren. Weil der HFC gezwungen ist, mit dem letzten Schuss einen Treffer zu landen, wird ganz genau abgewogen.

Reicht ein routinierter Stürmer tatsächlich aus? Es bleibt zu hoffen, dass der HFC nicht so klamm ist, wie es wirkt. Rauschenbach sagt, die finanzielle Situation des Vereins sei „unverändert solide“.

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