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Nach der Niederlage gegen den SV Meppen fordert HFC-Trainer Schnorrenberg Konsequenzen.
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imago images/Eibner



Lockerheit verdrängt Meppen-Frust Was der HFC-Trainer nach der Pleite jetzt fordert

Von Christopher Kitsche 23.02.21 08:00



Nach der Niederlage gegen den SV Meppen am vergangenen Freitag geht der HFC auf Fehlersuche.
Wie die Lage im Team ist und wo Trainer Schnorrenberg jetzt nachbessern will.

Halle (Saale) -

Der Ärger über die Auswärtsniederlage am Freitag in Meppen, er hatte sich am Montag bei HFC-Trainer Florian Schnorrenberg und seiner Mannschaft mittlerweile gelegt. Dazu trug auch das Wetter seinen Teil bei:

Bei angenehmen 17 Grad und strahlendem Sonnenschein konnte erstmals nach einigen Tagen wieder auf dem Trainingsplatz am Stadion trainiert werden, worüber sich Schnorrenberg erleichtert zeigte. „Die Platzeinheiten werden uns gut tun. Wir freuen uns, dass wir wieder Rasen unter den Füßen haben.“ Auch die Mannschaft genoss das Wetterhoch und hatte beim Tor-Lattenschießen gegen Ende sichtlich Spaß.
HFC hat Meppen-Frust überwunden

Keine Spur von Meppen-Frust also. Der wurde schon am Wochenende bewältigt: „Wir haben uns jetzt zwei Tage richtig geärgert, aber mehr Drama ist jetzt nicht“, sagte Schnorrenberg.

Die Selbstzerfleischung, sie hilft ja auch nicht weiter bei den kommenden Spielen. „Wir brauchen immer die nötige Lockerheit für die nächsten Aufgaben, die ist ganz wichtig. Dann bin ich überzeugt, dass wir auch wieder Spiele gewinnen.“
Trainer Schnorrenberg fordert mehr Präzision

Um gegen Schlusslicht Lübeck damit zu beginnen, müsse unter anderem wieder mehr Präzision ins Spiel des HFC kommen. Grundsatzfragen stehen hingegen nicht zur Debatte. „Es lag nicht am System oder der Grundordnung. Wir haben viele Automatismen in unserem Spiel, die uns auch gut tun.“

Dass die HFC-Offensive in Meppen nicht mehr Torgefahr ausstrahlte, hat laut Schnorrenberg andere Gründe: „Wenn wir nach Spielverlagerung fünf Spieler im Strafraum haben, dann gibt es für mich zwei Faktoren – die Präzision der Flanke und wie wir einlaufen.“
Einsatz von Marcel Titsch Rivero noch fraglich

Eine stimmige Analyse des Trainers, denn in Meppen wurden die Flanken des HFC allzu oft geblockt oder waren zu unpräzise wie etwa das Zuspiel von Torjäger Terence Boyd auf Michael Eberwein nach fünf Minuten. „Gelingt uns daraus ein Tor, dann reden wir von einem anderen Spielverlauf. So hat Meppen verdient gewonnen. Aber wir wollen es künftig einfach besser machen.“

Ob Mittelfeldmann Marcel Titsch Rivero am Samstag dabei mithelfen kann, ist offen. Er fehlte im Training aufgrund leichter Probleme am Sprunggelenk sowie einer Erkältung. „Es ist aber nichts Dramatisches“, gab Schnorrenberg Entwarnung. (mz)

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HFC-Geschäftsführer Carsten Voigt sammelt alle Unterlagen und füllt die Online-Formulare von DFL und DFB aus.
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Karpe


Klub muss sparen So plant der HFC seinen Etat für die neue Saison

Von Christoph Karpe 24.02.21 10:01




Der Hallesche FC ist in der Endphase, was Erstellung der Lizenzunterlagen für dritte und auch zweite Liga betrifft.
Wie der Verein plant, welches Budget zur Verfügung steht - und worauf der HFC noch hofft.

Halle (Saale) -

In der Geschäftsstelle des Halleschen FC herrscht gerade Betriebsamkeit. Prüfer der Dekra checken die Sicherheitszertifikate, nach denen der Fußball-Drittligist handelt, auf ihre Korrektheit. Im Büro von Carsten Voigt gibt es gleichzeitig auch finale Prüfungen, allerdings interne. Die Lizenzunterlagen für die kommende Fußball-Saison müssen zum 1. März möglichst vollständig eingereicht sein.

Hauptsächlich sind Online-Formblätter abzuarbeiten. Die Deutsche Fußball-Liga (für die zweite Liga) und der Deutsche Fußball-Bund, unter dem die dritte Liga firmiert, haben Programme mit zahllosen Unterpunkten, die von den Vereinen im Netz auszufüllen sind.
Lizenzen für 3. Liga und 2. Bundesliga: HFC wird alle Hürden meistern

Da gibt es Verträge, mit denen sich ein Klub zur Teilnahme am Wettbewerb verpflichtet und die dazugehörigen Regularien akzeptiert. Kontrakte mit den Arbeitskräften, mit Sponsoren, diverse Zertifikate auch in puncto Infrastruktur (Beispiel: technische Abnahme des Flutlichts) sind ebenso wie Schulungs-Nachweise (etwa Korruptionsprävention) vorzulegen.


„Es sind aber alles Hürden, die wir meistern. Die Fristen halten wir auch ein“, sagt HFC-Geschäftsführer Voigt. Man kennt das Prozedere aus den Vorjahren. Niemand bricht da zusätzlich in Schweiß aus. Ein paar Aktenordner stehen auf dem Tisch von Voigt. „Etwa 400 Seiten Papiere kommen dennoch zusammen.“

Die für die Öffentlichkeit wichtigsten Eckpunkte sind alljährlich die Etatzahlen, mit denen der Klub operieren möchte. Und da die Finanzen unter Oberhoheit von Präsident Jens Rauschenbach stehen, gibt der darüber Auskunft. Die derzeit finanziell schwierige Lage in Coronazeiten erschwert vieles. Deshalb „können wir nur in Etappen vorgehen“, sagt Rauschenbach. Denn: „Wir kämpfen um die finanzielle Absicherung dieser Saison und planen die nächste ohne Luftschlösser - konservativ“.
Etat für 2021/22: HFC will aif schwarzer Null aufbauen

Was nichts anderes heißt: Bis zum 30. Juni möchte der Hallesche FC mit Hilfe von zusätzlichen staatlichen Corona-Fördergeldern, Sponsorenunterstützung und den unpopulären Mitteln wie Gehaltsverzicht und Kurzarbeit im Klub „ohne Vorbelastungen und Kredite in die nächste Saison starten“, wie Rauschenbach betont.

Auf der schwarzen Null soll aufgebaut werden. Doch weil eben völlig vage ist, ob und wie viele Zuschauern irgendwann zugelassen werden, bleibt die Finanz-Planung unter der für die laufende Saison, also unter jenen 7,2 Millionen Euro, mit denen der HFC im letzten Sommer gestartet war.
Hallescher FC: 15-Millionen-Euro-Etat für die 2. Bundesliga?

Soll nicht so bleiben. „Ziel muss es sein, gemeinsam mit jetzigen und neuen Sponsoren eine Entwicklung auch im Budget zu organisieren“, sagt der Präsident. Konkrete Zahlen nennt er nicht. Es könnte jedoch darauf hinauslaufen, dass die Etat-Zahl im Sommer um etwa eine Million Euro nach oben korrigiert werden kann, wenn Einnahmen (Ticketverkäufe) planbarer sind.

Für die zweite Liga könnte der HFC mit etwa sieben Millionen Euro TV-Geld rechnen, was zu einem Etat von Pi mal Daumen 15 Millionen Euro führen würde. Aber an die zweite Liga denkt gerade niemand, vorrangig an den Klassenerhalt. Die Unterlagen werden dennoch abgeschickt. (mz)

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Kai Eisele (l.) steht aktuell im HFC-Tor, weil Sven Müller (r.) verletzt fehlt.
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Die Perspektiven der vier Keeper So sieht die Torwart-Situation beim HFC aus

Von Christopher Kitsche und Fabian Wölfling 25.02.21 09:31





Für Kai Eisele und Tom Müller könnte die Zeit beim Halleschen FC im Sommer enden.
Wie die beiden Torhüter mit der Situation umgehen und wie es im aktuellen Duell zwischen Eisele und dem noch verletzten Sven Mülle raussieht.

Halle (Saale) -

Das Lachen ist bei Sven Müller längst zurück. Der Torwart des Halleschen FC ist eben eine „Kölsche Frohnatur“. Selbst sein im Januar erlittener Muskelbündelriss konnte die gute Laune nicht vertreiben. Inzwischen ist der 25-Jährige auch fast vollständig genesen. Er steht wieder auf dem Fußballplatz.

Mit Handschuhen, wie er Anfang der Woche prächtig gelaunt wissen ließ. Teil des Mannschaftstrainings ist Müller zwar noch nicht, am Samstag im Drittliga-Heimspiel gegen den VfB Lübeck (14 Uhr im Liveticker) damit noch keine Option. Alsbald dürfte er aber zurückkehren.

Vier Profi-Schlussmänner stünden Trainer Florian Schnorrenberg dann zur Verfügung: Sven Müller, Tom Müller, Kai Eisele und Tim Schreiber. Vor seiner Verletzung war Sven Müller die Eins, hatte Eisele, den Stammkeeper der vorangegangenen zwei Spielzeiten, verdrängt.
Kai Eisele vor Abschied beim Halleschen FC?

Vieles spricht dafür, dass der gebürtige Rheinländer nach Genesung wieder ins Tor zurückkehrt. Schließlich hatte er im Herbst starke Leistungen gezeigt. Dazu hat Sven Müller einen Vertrag bis 2022. Anders als Eisele. Dessen Arbeitspapier läuft aus. Die Spiele jetzt, in denen er Sven Müller vertritt, könnten deshalb die letzten für den HFC sein.

Kai Eisele genießt jedes einzelne von ihnen. Nicht, weil er selbst sein mögliches nahes Ende beim HFC im Kopf hat, sondern weil das für Profis einfach das Schönste ist: selbst zu spielen. Als Torwart draußen zu sitzen, ohne realistische Chance auf eine Einwechslung, ist hingegen besonders hart.

Trotzdem sieht Eisele der nahenden Rückkehr seines Konkurrenten gelassen entgegen, freut sich über die Genesung von Sven Müller. „Es ist natürlich gut, wenn er wieder fit ist. Dann sind wir wieder zu viert und können auch im Training andere Formen machen. Eine Verletzung wünscht man keinem.“
Auslaufender Vertrag: Kai Eisele wartet auf Gespräche mit dem HFC

Faire Worte an den Konkurrenten, aber es bleibt die Frage: Sind die Spiele gerade Abschiedstournee und zugleich willkommene Bühne für die Suche nach einem neuen Klub? Damit befasst sich Eisele laut eigener Aussage nicht. „Ich habe mir keinen Kopf darüber gemacht, was im Sommer kommt“, betont er. „Es ist ja nicht so, dass nur mein Vertrag ausläuft, sondern auch bei anderen Spielern ist das so. Es gilt irgendwann Gespräche zu führen, aber dem sehe ich ganz entspannt entgegen.“

Der Fokus liegt für Eisele ganz auf den nächsten Spielen. Als sicherer Rückhalt will er vor seiner wahrscheinlichen Ablösung seinen Teil dazu beitragen, dass der HFC nicht doch tiefer in den Abstiegsstrudel gerät. In den ersten Partien nach Müllers Verletzung gelang ihm das gut. Eisele lieferte ab.
Tom Müller vor Wechsel: Ziel bleibt die 3. Liga

Dann folgten Wackler - gegen Saarbrücken etwa. Sollte es noch einmal einen offenen Kampf um die Nummer Eins geben, in dieser oder vor der nächsten Saison, sieht sich Eisele trotzdem gewappnet: „Ich würde mir natürlich reelle Chancen ausrechnen, der Fußball ist schnelllebig. Es kann viel passieren.“

Stimmt. Wahrscheinlich ist aber, dass der HFC spätestens ab nächster Saison voll auf das Gespann Sven Müller und Tim Schreiber, auch der ist bis 2022 in Halle, setzt. Gedanken über seine Zukunft muss sich deshalb auch Tom Müller machen. Für das 23-jährige Eigengewächs reichte es zuletzt nicht mal mehr für den Kader. In Meppen saß RB-Leihspieler Schreiber erstmals auf der Bank.

Müller sah es professionell: „Das habe ich sportlich genommen.“ Wie Eisele beschäftigt sich Tom Müller noch nicht aktiv mit der Zukunftsplanung. „Man wird sehen, was passiert“, sagt er. Klar ist aber: „Ich würde sehr gerne in der dritten Liga bleiben.“ Ein Wechsel, den strebte er bereits im Sommer 2020 an, ist dafür aber praktisch unvermeidlich. (mz)

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Fabian Menig drängt beim Halleschen FC als Rechtsverteidiger in die Startelf.
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imago images/Christian Schroedter


Startelf-Rotation gegen Lübeck? Diese Plätze sind beim HFC heiß umkämpft

Von Benjamin Binkle 25.02.21 18:08

Halle (Saale) -

Eigentlich sollte beim Halleschen FC Schluss sein mit der großen Rotation. In den kräftezehrenden englischen Wochen musste Trainer Florian Schnorrenberg zuletzt die Belastung steuern und auch Stammspielern immer mal wieder Pausen verordnen.

„Wir werden weniger rotieren in den nächsten Wochen, die leistungsstärksten Spieler werden häufiger auf dem Platz stehen“, sagte der Trainer noch vor gut einer Woche. Doch dann kam das Spiel in Meppen, wo Schnorrenberg seine Spieler ungewöhnlich klar und direkt kritisierte.

Als Folge des schwachen Auftritts bei der 1:2-Niederlage könnte es nun doch wieder mehr Rotation geben im Heimspiel gegen den VfB Lübeck am Samstag (14 Uhr im Liveticker). Entsprechende Gedanken bestätigte der Trainer auch am Donnerstag auf der Pressekonferenz - es wird also neues Personal geben.

Aber wo bietet sich ein Wechsel in der Startelf überhaupt an? Wo herrscht reger Konkurrenzkampf, wo sind die Plätze eher klar verteilt? Wir schauen auf alle taktischen Positionen und wagen eine Prognose für die HFC-Startelf am Samstag.
Tor

Sven Müller (14 Mal Startelf, 1260 Minuten, Punkteschnitt 1,57)
Kai Eisele (10 Mal Startelf, 900 Minuten, Punkteschnitt 1,00)
Tim Schreiber und Tom Müller (beide ohne Einsatz)

Die Rollen sind klar verteilt: Ist Sven Müller fit, steht er als Nummer eins im Tor. Für Kai Eisele bliebe dann eneut nur der Part als Ersatzkeeper – oder gar als Nummer drei. In Tim Schreiber und Tom Müller stehen schließlich noch zwei Talente unter Vertrag, die – anders als Eisele – die U23-Regelung der 3. Liga erfüllen. Gegen Lübeck ist die Sache aber klar: Eisele wird spielen, für einen Tausch gibt es keinen sportlichen Grund.

Rechtsverteidiger

Fabian Menig (2 Mal Startelf, 262 Minuten, keine Tore/Vorlage, Punkteschnitt 1,17)
Lukas Boeder (17 Mal Startelf, 1501 Minuten, zwei Vorlagen, Punkteschnitt 1,21)
Niklas Kastenhofer (1 Mal Startelf, 80 Minuten, keine Tore/Vorlage, Punkteschnitt 1,00)
Tobias Schilk ist verletzt und noch ohne Einsatz

So wünscht sich jeder Trainer den Konkurrenzkampf: Boeder und Menig liefern sich hier ein Duell, in dem Boeder bislang leichte Vorteile hatte. Aber Menig kommt nach langer Verletzungspause immer besser in Form, während bei Boeder die Kurve zuletzt leicht nach unten deutete. Talent Kastenhofer wäre eine Überraschungs-Option für Trainer Schnorrenberg. Hinten rechts deutet sich jedenfalls ein Wechsel an.

Linksverteidiger

Niklas Landgraf (16 Mal Startelf, 1437 Minuten, vier Vorlagen, Punkteschnitt 1,37)
Janek Sternberg (15 Mal Startelf, 1322 Minuten, eine Vorlage, Punkteschnitt 1,53)

Es war bislang ein Duell auf Augenhöhe, beide kamen nahezu gleich häufig zum Einsatz. Zuletzt hatte sich der dynamischere Sternberg leichte Vorteile erarbeitet, nach dem schwachen Meppen-Spiel, das Landgraf gesperrt verpasste, könnte es hinten links wieder den Wechsel geben. Schließlich bereitete Landgraf in seinen letzten vier Partie zwei Treffer vor, was Sternberg in der Saison erst einmal gelang. Die Tendenz geht hier zu Landgraf.

Innenverteidiger

Stipe Vucur (19 Mal Startelf, 1625 Minuten, ein Tor, Punkteschnitt 1,37)
Sören Reddemann (23 Mal Startelf, 2122 Minuten, keine Tore/Vorlage, Punkteschnitt 1,33)
Jannes Vollert (6 Mal Startelf, 580 Minuten, ein Tor, Punkteschnitt 1,91)

Dass Trainer Schnorrenberg an seinem Duo Vucur/Reddemann rüttelt, scheint auch nach dem schwachen Auftritt in Meppen ausgeschlossen. Zu stark spielten die beiden bislang im Saisonverlauf. Sehr zum Leid von Vollert, der seitdem nur als „Joker“ ins Spiel kommt. Allerdings wäre Vollert vielleicht sogar eine Option für das defensive Mittelfeld. Für Kastenhofer ist zentral wohl ebenfalls kein Platz: Gegen Lübeck werden wieder Vucur und Reddemann auflaufen.
Defensives Mittelfeld

Jonas Nietfeld (22 Mal Startelf, 1849 Minuten, zwei Vorlagen, Punkteschnitt 1,35)
Antonios Papadopoulos (18 Mal Startelf, 1650 Minuten, ein Tor und eine Vorlage, Punkteschnitt 1,45)
Marcel Titsch-Rivero (12 Mal Startelf, 1048 Minuten, drei Vorlagen, Punkteschnitt 1,24)
Anthony Syhre ist verletzt und noch ohne Einsatz

Kapitän Nietfeld ist bei Trainer Schnorrenberg gesetzt, Papadopoulos hat sich seinen Platz mit starken Leistungen erspielt. Für Titsch Rivero bleibt da nur die Reservistenrolle, zuletzt war er auch noch angeschlagen. Nun ist wieder fit und spielt in Schnorrenbergs Überlegungen wieder ein Rolle. Früher oder später wird der Routinier mit reichlich Zweitliga-Erfahrung seine Chance bekommen - vielleicht schon gegen Lübeck in offensiverer Rolle? Denn am eingespielten Duo Nietfeld/Papadopoulos wird der Trainer wohl nicht rütteln, wenn beide fit sind.
Die vier Offensiv-Positionen

Laurenz Dehl (5 Mal Startelf, 418 Minuten, zwei Tore und eine Vorlage, Punkteschnitt 0,92)
Dennis Mast (3 Mal Startelf, 233 Minuten, keine Tore/Vorlage, Punkteschnitt 1,75)
Jan Shcherbakovski (ohne Startelf-Einsatz, 65 Minuten, keine Tore/Vorlage, Punkteschnitt 0,20)
Julian Guttau (12 Mal Startelf, 1186 Minuten, ein Tor und drei Vorlagen, Punkteschnitt 1,26)
Braydon Manu (6 Mal Startelf, 510 Minuten, ein Tor und drei Vorlagen, Punkteschnitt 1,00)
Julian Derstroff (17 Mal Startelf, 1472 Minuten, sechs Tore und drei Vorlagen, Punkteschnitt 1,32)
Michael Eberwein (15 Mal Startelf, 1358 Minuten, vier Tore, Punkteschnitt 1,35)
Terrence Boyd (21 Mal Startelf, 1864 Minuten, zwölf Tore und zwei Vorlagen, Punkteschnitt 1,33)
Toni Lindenhahn ist verletzt, Selim Gündüz spielt sportlich keine Rolle mehr

Ob 4-4-2 oder 4-2-3-1 – in der Offensive hat Trainer Schnorrenberg vier Plätze zu vergeben. Torjäger Boyd hat seinen Platz sicher, auch Manu konnte sich inzwischen festspielen. Dahinter wird aber gekämpft.

Derstroff hatte lange Zeit gute Karten, verlor aber im Jahr 2021 seine Form und ist seit sieben Partien ohne Torbeteiligung. Druck macht vor allem Eberwein, auch Talent Guttau ist trotz latenter Formschwäche immer ein Kandidat für die erste Elf.

Die Chancen von Dehl, Mast und Shcherbakovski waren zuletzt deutlich schlechter – das Meppen-Spiel könnte die Karten hier aber neu mischen, da der HFC zuletzt offensiv nicht wie gewünscht funktionierte. Allerdings fehlt Dehl angeschlagen und auch hinter Guttaus Einsatz steht noch ein kleines Fragezeichen. Bliebe Mast als Überraschungs-Starter links vorne.

Die HFC-Elf zuletzt gegen Meppen: Eisele – Boeder, Vucur, Reddemann, Sternberg – Nietfeld, Papadopoulos - Manu, Eberwein, Derstroff – Boyd

So könnte die HFC-Elf gegen Lübeck aussehen: Eisele – Menig (Boeder), Vucur, Reddemann, Landgraf – Nietfeld, Papadopoulos – Manu, Eberwein (Titsch Rivero), Derstroff - Boyd

(mz)

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Das Hinspiel in Lübeck entschied Julian Guttau mit seinem späten Siegtor für den Halleschen FC.
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HFC-Heimspiel am Samstag Schnorrenberg warnt vor angezählten Lübeckern

Von Christopher Kitsche 26.02.21 10:16




Der nächste Gegner des Halleschen FC hat derzeit am meisten mit sich selbst zu kämpfen.
Dennoch warnt Trainer Florian Schnorrenberg vor dem Tabellenschlusslicht VfB Lübeck.

Halle (Saale) -

Florian Schnorrenberg und den Profis des Halleschen FC tut die Wärme offenbar gut. Er spüre einen Frühlingsaufschwung bei sich und der Mannschaft so Schnorrenberg vor dem Heimspiel in der 3. Liga gegen den VfB Lübeck (Samstag, 14 Uhr im Liveticker).

Die Rückkehr auf den Trainingsplatz mit Rasen, frühlingshafte Temperaturen - das sei als Extrakick für die Psyche gar nicht zu hoch genug einzuschätzen. „Das macht unglaublich viel aus, wenn man Anfang der Woche hier her kommt und weiß, dass man auf dem Rasenplatz trainieren darf“, sagt Schnorrenberg.
VfB Lübeck gewann nur eins seiner letzten zwölf Spiele

Zum anderen: Unterschätzen wird man das Tabellenschlusslicht aus Lübeck „auf gar keinen Fall“. Auch wenn die Norddeutschen nur einen Sieg aus den vergangenen zwölf Partien holten, hält der HFC-Trainer den Gegner für stark genug, um in der Liga zu bestehen. „Lübeck hat bereits gezeigt, dass sie gute Mannschaften schlagen können. Sie haben eine gute Mentalität und sind im Umschalten gefährlich mit ihren schnellen Spielern.“

Schnorrenberg verweist auch auf das enge Hinspiel, das mit 3:2 an den HFC ging und erst durch ein Last-Minute-Tor von Julian Guttau entschieden wurde. Eine kaputte Eckfahne inklusive Gelb-Rot für „Täter“ Antonios Papadopoulos folgten. „Ich erwarte einen ähnlichen Fight“, blickt Schnorrenberg voraus.
HFC gegen Lübeck ohne Laurenz Dehl - Julian Guttau fraglich

Bei den Lübeckern sind die äußeren Wohlfühltemperaturen im Gegensatz zum HFC nicht auf das Binnenklima umgeschlagen. Die Atmosphäre ist nach dem Eklat um Vize-Kapitän Florian Riedel frostig. Die Vereinsführung stufte Aussagen von Riedel in Richtung von Sportdirektor Rocco Leeser als „vereinsschädigend“ ein und suspendierte den 30-Jährigen.

Am Donnerstag eskalierte die Situation weiter. Riedel wurde dauerhaft vom Spielbetrieb ausgeschlossen. Er soll gegen Trainer Ralf Landerl beim Heimspiel gegen Türkgücü München handgreiflich geworden sein. Die Vorzeichen für den Aufsteiger könnten durchaus besser sein.

Fehlen wird beim HFC wohl Laurenz Dehl mit Adduktorenproblemen. Auch der Einsatz von Julian Guttau ist aufgrund einer Verhärtung des Oberschenkels fraglich. (mz)

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Wer sonst? Torjäger Terrence Boyd leitete den HFC-Heimsieg gegen den VfB Lübeck ein.
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2:1 gegen den VfB Lübeck Zwei Ecken bringen HFC wichtigen Heimsieg

Von Fabian Wölfling und Christopher Kitsche 27.02.21 16:01


Halle (Saale) -

Dank großer Effektiv nach Eckbällen hat der Hallesche FC am Samstag in der dritten Liga gegen den VfB Lübeck einen 2:1-Arbeitssieg eingefahren. Terrence Boyd und Julian Derstroff trafen jeweils nach einem Standard.

Nach dem ernüchternden 1:2 in Meppen in der Vorwoche geht es beim Halleschen FC in dieser Spielzeit nur noch um eines: den Klassenerhalt. Hat Sportchef Ralf Heskamp so gesagt. Damit war das Heimspiel gegen den Tabellenletzten Lübeck automatisch ein wichtiges im Kampf gegen den Abstieg.

Aber zu viel Druck kann ja Spielerbeine lähmen. „Wir brauchen immer die nötige Lockerheit für die nächsten Aufgaben, die ist ganz wichtig. Dann bin ich überzeugt, dass wir auch wieder Spiele gewinnen“, hatte Trainer Florian Schnorrenberg daher vorab gesagt.
Dezente Startelf-Rotation beim HFC

Und personell dann gar nicht so viel verändert, wie nach dem mauen Meppen-Spiel erwartbar gewesen wäre. Neu in der Startelf: Niklas Landgraf und Fabian Menig. Dafür draußen: Michael Eberwein und Lukas Boeder. Wegen muskulären Problemen gar nicht erst im Kader war Julian Guttau. Der hatte beim 3:2 im Hinspiel kurz vor Schluss den Siegtreffer erzielt.

Der Start war vielversprechend: Der HFC störte früh und hatte durch Terrence Boyd schon in der zweiten Spielminute den ersten gefährlichen Torabschluss. Aus spitzem Winkel kam der Torjäger aber nicht an VfB-Keeper Lukas Raeder vorbei.

Aber mit wildem Anlaufen allein ist es eben nicht getan, auch Präzision gehört dazu. Und daran fehlt es dem halleschen Angriffsspiel bei zugegeben auch schwierigen Platzbedingungen nach diesem furiosen Beginn, viele Fehlpässe und missglückte Flanken beendeten wie schon in Meppen die Offensiversuche. Die krisengeschüttelten Lübecker durften so über den Kampf einen Weg in die Partie finden, ohne selbst auf dem Weg zum gegnerischen Tor besser zu agieren.
HFC tut sich offensiv schwer in einer schwachen Partie

Ein Einwurf aus dem Halbfeld musste da schon her, damit die Rot-Weißen nach 24 Minuten mal wieder für Torgefahr sorgten. Der Ball landete über eine Zwischenstation bei Braydon Manu, dessen abgefälschter Schuss flutschte nach krummer Flugbahn knapp am linken Pfosten vorbei.

Insgesamt war es aber ein Spiel auf ganz niedrigem Drittliganiveau, das auch nicht viel mehr verdient hatte als die anhaltende Geisterkulisse. Erst in der 37. Minute mal wieder eine gelungene Aktion im abklingenden Sprühregen: Lübeck hatte durch einen wuchtigen Fernschuss von Rechtsverteidiger Moody Chana seine erste richtige Chance.

Aber ist dein Angriffsspiel mau, dann nutze eben einen Standard. So ungefähr lässt sich das 1:0 von Terrence Boyd in der 45. Minute einordnen. Nach einer Ecke von Jonas Nietfeld ließ der Torjäger den Ball gefühlvoll über seinen kahlgeschorenen Schädel streichen und gab ihm so die entscheidende Richtungsänderung genau ins rechte untere Eck. Es folgte der nächste Zyklopenjubel, 13 Saisontore hat der 30-Jährige nun schon in dieser Saison erzielt. Damit fehlt nur noch ein Treffer, um die Vorjahresmarke zu egalisieren.
Nietfeld-Ecken bringen HFC gleich zwei Treffer ein

Mit einer HFC-Führung, die aufgrund der Chancen auch nicht völlig unverdient war, ging es also in die Kabinen. Viel Steigerungspotenzial gab es aber trotzdem im rot-weißen Spiel.

Bei Standards aber nicht unbedingt. Das hatte es ja schon vor der Pause ganz gut geklappt. Klappte dann auch nach der Pause gleich wieder: Erneut Ecke Nietfeld, diesmal Kopfballverlängerung Stipe Vucur und am zweiten Pfosten vollende Julian Derstroff in der 50. Minute zum 2:0. Für den Flügelspieler war es der siebte Saisontreffer.

Im nächsten Spiel wird so ein Tor aber nicht nochmal fallen. Denn Abwehrchef Stipe Vucur sah in der 58. Minute nach einem taktischen Foul seine fünfte Gelbe Karte der Saison. Er fehlt damit im Auswärtsspiel bei der Spielvereinigung Unterhaching. Zuvor hatte Torjäger Boyd nach einem Lübecker Standard auf der Linie das 1:2 verhindert.
HFC muss nach Lübecks Anschlusstreffer zittern

Ein Aufbäumen von Lübeck folgte auf das 0:2 aber nicht, sondern erstmal viel Leerlauf. In der 71. Minute fiel dann allerdings der Anschlusstreffer. Der HFC ließ sich nach Ballverlust sträflich auskontern, am Ende tunnelte Elsamed Ramaj mit seinem Schuss auch noch Niklas Landgraf. Der Ball fand so den Weg ins Tor.

Damit war in das Dahinplätschern neue Spannung für die Schlussphase gekommen. Was den Gastgebern natürlich nicht recht sein konnte. Die jetzt tatsächlich ins Wackeln kamen. Lübeck wechselte Offensivspieler um Offensivspieler ein, um irgendwie einen Punkt mitzunehmen, hatte Halbchancen.

Für den HFC ergaben sich durch das erhöhte Risiko der Gäste nun aber natürlich Räume, die in der 85. Minute Manu gekonnt bespielte, eine Vorlage jagte der eingewechselte Eberwein aber über das Tor. Weiter Zittern war angesagt. Nach vier Minuten war der wichtige Arbeitssieg nach überschaubarer Leistung für den HFC dann aber perfekt. (mz)
Statistik: Hallescher FC - VfB Lübeck 2:1 (1:0)

HFC: Eisele - Menig (62. Boeder), Vucur, Reddemann, Sternberg (62. Titsch-Rivero) - Nietfeld (80. Eberwein), Papadopoulos (80. Vollert) - Landgraf, Manu, Derstroff (86. Mast) - Boyd
VfB: Raeder - Chana (72. Steinwender), Grupe, Rieble - M. Röser (83. Wolf) - Y. Deichmann, Okungbowa (83. Mende), Boland, Hertner (72. Benyamina) - Akono (71. Malone), Ramaj
Schiedsrichter: Franz Bokop (Vechta)
Tore: 1:0 Boyd (44.), 2:0 Derstroff (50.), 2:1 Ramaj (71.)
Gelbe Karten: Vucur (5), Menig (2) / Steinwender (2)

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HFC-Präsident Jens Rauschenbach glaubt an die Qualität im Kader.
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Stagniert der HFC? Was Präsident Rauschenbach vom Team fordert

Von Christopher Kitsche 27.02.21 10:50




Zuletzt stagnierte der Hallesche FC in der 3. Liga und konnte sich noch nicht von allen Abstiegsängsten befreien.
Präsident Jens Rauschenbach glaubt an die Qualität im HFC-Kader, sieht aber auch eine Mängel.

Halle (Saale) -

Finanziell sind beim Halleschen FC die Weichen für die kommende Saison gestellt - vorerst. Mit einer konservativen Etatplanung wollen die Verantwortlichen um Präsident Jens Rauschenbach die Einnahmenausfälle aus der Corona-Pandemie auffangen.

Durch zusätzliche Sponsoreneinnahmen könnte sogar weiterer Spielraum geschaffen werden. Auch HFC-Trainer Florian Schnorrenberg sieht den Klub prima aufgestellt: „Der Verein macht aktuell einen richtig guten Job. Wenn wir so rauskommen, wie aktuell die Prognosen sind, dann kann der eine oder andere sich richtig auf die Schulter klopfen“, sagte der Fußballlehrer vor dem Heimspiel gegen Lübeck.
HFC will Klassenerhalt schnell perfekt machen

Doch die Rahmenplanung kann noch so ordentlich ausgeführt sein, sie steht und fällt letztendlich mit der sportlichen Leistung und dem Verbleib in Liga drei. Und der ist nach wie vor nicht gesichert. In akuter Abstiegsgefahr befindet sich der HFC bei acht Punkten Vorsprung auf Platz 17 zwar nicht, sicher ist der Klassenerhalt aber eben noch lange nicht.

Nur zwei Siege und elf Punkte aus den letzten elf Spielen - die Bilanz ist wenig berauschend. Deshalb soll jetzt gegen Schlusslicht Lübeck dringend ein Sieg her. Für Präsident Jens Rauschenbach ist die Stagnation keine Frage der Qualität. Die sei in ausreichendem Maße vorhanden, nur brächten die Akteure sie eben nicht immer auf den Platz.
HFC: Jens Rauschenbach sieht zu viele individuelle Fehler

„Leider gelingt es uns nicht, das Potenzial, das in der Mannschaft steckt, in vollem Umfang abzurufen.“ Rauschenbach moniert die „vielen individuellen Fehler“ der vergangenen Spiele. Die gelte es abzustellen. Klingt schlüssig. Nur: Wie soll das gelingen? Auf Knopfdruck klappt das sicher nicht. Es bleibt zu hoffen, dass der bessere Trainingsrhythmus und die Gespräche des Trainers mit den Spielern der Mannschaft die notwendige Sicherheit gibt.

Schnorrenberg mahnte an: Gegen Lübeck nach Ballverlusten im Angriff nicht in Kontersituation zu geraten. In der Offensive müsse die Qualität, konkret: die Präzision der Pässe und Flanken, erhöht werden. Dann sei die Wahrscheinlichkeit hoch, dass man mehr treffe als zuletzt. Diese Botschaft habe man an die Mannschaft weitergegeben. Am Samstag wird sich zeigen, ob sie angekommen ist. (mz)

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Re: Presseschau

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Weil Stipe Vucur gesperrt fehlt, muss HFC-Trainer Florian Schnorrenberg seine starke Innenverteidigung umbauen.
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Abwehrchef fehlt gesperrt Wie kann der HFC Stipe Vucur ersetzen?

Von Fabian Wölfling 02.03.21 09:25






Stipe Vucur zählt beim Halleschen FC zu den absoluten Grundpfeilern der Mannschaft.
Am Sonntag im Spiel in Unterhaching wird der Abwehrchef aber gesperrt fehlen.
Trainer Florian Schnorrenberg muss also die Abwehr umbauen - und das sind die Alternativen.

Halle (Saale) -

Den formalen Akt hat der Hallesche FC fristgerecht zum Stichtag 1. März abgearbeitet. Am Montag gab der Fußball-Klub bekannt, dass er die rund 400 Seiten dicken Lizenzunterlagen auf digitalem Weg eingereicht hat. Auch bei der Deutschen Fußball Liga, die zuständig ist für die 2. Bundesliga. Das wäre der wenig wahrscheinliche Optimalfall. Und beim Nordostdeutschen Fußballverband. Der kümmert sich um die Regionalliga. Das GAU-Szenario.

Geplant wird beim HFC aber vor allem für die 3. Liga, Zuständigkeitsgebiet des Deutschen Fußball-Bundes. Nach dem 2:1 gegen Schlusslicht Lübeck ist der Klassenverbleib ein gutes Stück wahrscheinlicher geworden. Ein weiterer Erfolg am Sonntag in Unterhaching und die Planungen für ein weiteres Drittliga-Jahr könnten so richtig beginnen. „Es wäre wichtig, das noch zu ziehen“, sagte Kapitän Jonas Nietfeld nach dem Heimerfolg am Samstag.
Stipe Vucur ist als Abwehrchef wichtig für den HFC

Die Ausgangslage ist eigentlich auch ziemlich vielverpsrechend. Einen kümmerlichen Punkt haben die Vorstadt-Münchner in den vergangenen elf Spielen geholt, formschwächer ist kein Team der Liga. Allerdings, und das steht schon seit der 58. Minute des Lübeck-Spiels fest, geht der HFC personell geschwächt in das Auswärtsspiel. Abwehrchef Stipe Vucur sah da nach einem Foul seine 5. Gelbe Karte der Saison. Was Mitspieler Nietfeld am Samstag erstmal gar nicht auf dem Schirm hatte. „Stipe ist gesperrt? Eijeijei“, entfuhr es ihm nach der entsprechenden Information.

Die Reaktion ist verständlich. Schließlich steht Stipe Vucur gleichermaßen für die defensive Stabilität beim HFC, wie Führungsspielkollege Terrence Boyd für Torgefahr . Auch beim Arbeitssieg gegen Lübeck war der abgeklärte Austro-Kroate wieder mal ein Erfolgsgarant. Wieder und wieder beendete er per Klärungskopfball oder gut getimten Bodenzweikampf die Angriffe der Gäste.

Insgesamt ist der 28-Jährige, der Erstligaerfahrung in Österreich und Kroatien sowie reichlich Zweitligaerfahrung in Deutschland gesammelt hat, der personifizierte Rettungsanker des HFC. Vucurs Souveränität strahlt auch positiv auf die Abwehrnebenleute wie etwa Innenverteidigerkollege Sören Reddemann ab.
HFC: Abwehr-Umbau gegen Unterhaching

In Haching fehlt der 1,95-Meter-Hüne nun aber. Was Trainer Schnorrenberg angesichts der ebenfalls hochgewachsenen Gegnerstürmer beschäftigt. „Im Hinspiel haben wir Patrick Hasenhüttl und Dominik Stroh-Engel gut im Griff gehabt. Hasenhüttl ist noch verletzt, aber Stroh-Engel müssen wir jetzt leider ohne Stipe verteidigen“, sagte er.

Der 43-Jährige hatte sich aber keine Stunde nach dem Ende der Lübeck-Partie bereits Alternativen für das Abwehrzentrum zurecht gelegt. „Jannes Vollert hat in den vergangenen Wochen ansteigende Form gezeigt, Niklas Kastenhofer trainiert auch gut“, sagte Schnorrenberg. „Wir werden eine Lösung finden.“
Darf sich Jannes Vollert beim HFC mal wieder beweisen?

Die besten Karten, in die Startelf zu rücken, hat Jannes Vollert. Schließlich war er zu Saisonbeginn Stamminnenverteidiger. Weil die Defensive aber wackelte, verpflichtete der HFC Vucur nach. Danach war Vollert, Leihprofi von Werder Bremen, Bankdrücker, kam seit November zusammengenommen nur auf 50 Minuten Spielzeit.

Als Einwechselspieler auf der Sechs hinterließ er gegen Lübeck aber einen guten Eindruck. „Volli wird das übernehmen, er hat das heute gut gemacht“, sagte auch Kapitän Nietfeld. Den ersten Schreck hatte er da schon überwunden. (mz)
Statistik: HFC steht mit Stipe Vucur sicherer

Seit seiner Nachverpflichtung im Oktober 2020 ist Stipe Vucur unumstrittener Abwehrchef des HFC. Zu Recht, wie die Zahlen belegen:

Spiele mit Vucur: 29 Gegentore in 20 Spielen, im Schnitt 1,45 Gegentreffer, sieben Partien zu Null
Spiele ohne Vucur: Neun Gegentore in fünf Spielen, im Schnitt 1,8 Gegentreffer, eine Partie zu Null


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Jannes Vollert hat seinen Stammplatz beim HFC verloren, ist nun aber wieder gefordert.
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Ungewohnte Situation für Verteidiger Jannes Vollert ist beim HFC wieder gefragt

Von Christopher Kitsche 03.03.21 08:02



Hallescher FC
Ungewohnte Situation für Verteidiger Jannes Vollert ist beim HFC wieder gefragt

Von Christopher Kitsche 03.03.21 08:02

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Halle (Saale) -

Er sticht aus der roten Gruppe heraus, ist sofort zu erkennen. Jannes Vollert trainiert am Dienstagmittag als einziger Profi von Fußball-Drittligist Hallescher FC mit Wintermütze. Auch am Sonntag beim Auswärtsspiel in Unterhaching könnte der 23-Jährige im Fokus stehen - dann aber ohne Mütze.

Vollert winkt ein Einsatz in der Startelf, nachdem Stipe Vucur beim Heimsieg gegen Lübeck (2:1) seine fünfte Gelbe Karte kassiert hat und gesperrt fehlt. Es wäre das erste Spiel von Beginn an für Vollert seit dem 7. Spieltag - jenem 3:2 im Hinspiel in Lübeck. Danach wurde er von Vucur verdrängt.

Im Anschluss reichte es für den Verteidiger, der auch im defensiven Mittelfeld spielen kann, nur zu sechs Kurzeinsätze mit lediglich 50 Einsatzminuten. Meist saß er als tatenloser Zuschauer auf der Ersatzbank, vier Spiele musste er sogar von der Tribüne aus beobachten. Eine ungewohnte wie schwierige Situation für Jannes Vollert, der 2019 als Leihspieler von Bundesligist Werder Bremen an die Saale gekommen war, um beim HFC Spielpraxis zu sammeln.

„Ich kannte die Situation noch nicht so. Aber im Fußballerleben hat man auch mal so eine Phase, in der man längere Zeit nicht spielt und ein Konkurrent wenig Angriffsfläche bietet.“ Was hilft? Das, was für jeden Ersatzspieler gilt: „Hundert Prozent Einsatz im Training“, sagt Vollert - und Bereitschaft für eine neue Chance signalisieren.
HFC: Jannes Vollert verlor Stammplatz an Stipe Vucur

Vollert scheint diesen Grundsatz gut erfüllt zu haben. HFC-Trainer Florian Schnorrenberg attestierte ihm ansteigende Form. Die stellte er bei seinem zehnminütigen Einsatz am vergangenen Samstag unter Beweis. Vollert kam in der Rolle als Stabilisator vor der Abwehr in die Partie.

Der 23-Jährige machte seine Sache gut. Grätschte, rackerte, gewann wichtige Bälle im Mittelfeld und sorgte mit seinen Mitspielern dafür, dass der Heimerfolg nicht mehr ernsthaft in Gefahr geriet. „Als ich reinkam, war der Druck von Lübeck sehr groß. Wir haben das aber relativ sicher nach Hause gebracht“, so der Defensivmann.

Nun soll er im Spiel bei den abstiegsgefährdeten Hachingern Druck vom Tor fernhalten. Höchstwahrscheinlich. Die Bereitschaft dafür, die ist jedenfalls da: „Wenn es am Sonntag wieder soweit ist, dass ich gebraucht werde, vielleicht sogar von Beginn an, dann freut es mich.“ (mz)

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HFC-Keeper Sven Müller ist wieder fit und brennt auf Einsätze in der 3. Liga.

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04.03.21, 11:01 Uhr
Erneuter Wechsel steht an Sven Müller ist fit und will zurück ins HFC-Tor
Von Fabian Wölfling



HALLESCHER FC Erneuter Wechsel steht an: Sven Müller ist fit und will zurück ins HFC-Tor
04.03.21, 11:01 Uhr
Erneuter Wechsel steht an Sven Müller ist fit und will zurück ins HFC-Tor
Von Fabian Wölfling

HFC-Keeper Sven Müller ist wieder fit und brennt auf Einsätze in der 3. Liga.
HFC-Keeper Sven Müller ist wieder fit und brennt auf Einsätze in der 3. Liga.

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Sven Müller hat seinen Muskelbündelriss auskuriert und brennt auf eine Rückkehr ins Tor des Halleschen FC.
Wie Trainer Florian Schnorrenberg die Torwart-Situation bewertet und wie der Zeitplan für Müllers Comeback aussieht.
HALLE (SAALE)
Bei einer Freistoß-Extraschicht verwandelten sich die HFC-Profis am Mittwoch kurzzeitig wieder in kleine Kinder. Nach der Trainingseinheit am Vormittag legte sich ein gutes Dutzend Fußballer des Drittligisten Bälle zurecht, um sie über vier Verteidiger aus Plastik ins Tor zu zirkeln.

Begleitet wurde das Zielschießen von einem Sprüche- und Gag-Feuerwerk. Höhepunkt: Linksverteidiger Janek Sternberg versuchte sich an der „Wiederbelebung“ eines künstlichen Abwehrmanns, nachdem sein Freistoß den Leblosen gestreckt hatte.

HFC-Torwart Sven Müller ist wieder schmerzfrei
Auch Sven Müller gab den Angreifern immer mal wieder einen Spruch mit, wenn ein Ball statt im Tor auf dem Parkplatz gelandet war. Der 25-Jährige genießt es sichtlich, wieder im Kreis der Mannschaft auf dem Platz zu stehen. Klar, dass er sich da auch für die Extraschicht bereitstellte.

Nach seinem Muskelbündelriss, erlitten im Januar, steht die Torwartentdeckung der Hinrunde kurz vor dem Comeback. „Ich fühle mich gut, habe keine Schmerzen mehr“, berichtete Müller mit einem breiten Lächeln nachdem auch der der letzte Profi seinen letzten Freistoß geschossen hatte.

Seit vergangenem Freitag ist der gebürtige Kölner wieder voll ins Mannschaftstraining integriert, zeigte sich am Mittwoch spritzig und sicher bei Paraden. „Ich habe ein gutes Gefühl auf dem Platz, auch wenn noch ein paar Prozente fehlen“, sagte er.

Müller für Eisele - steht beim HFC ein erneuter Torwartwechsel an?
Für das Spiel am Sonntag bei der Spielvereinigung Unterhaching (13 Uhr im Liveticker) ist Müller damit voraussichtlich keine Option. „Das ist noch ein bisschen früh“, sagte auch Trainer Florian Schnorrenberg. „Aber schön, dass er zurück ist, er brennt auf Einsätze.“

Die dürfte er alsbald bekommen, womöglich bereits im übernächsten Spiel, zu Hause gegen 1860 München. Zumindest deuten Schnorrenbergs Aussagen daraufhin: „Sven hat in der Verletzungszeit gut gearbeitet, wenig eingebüßt“, sagte der. „Wir tauschen ständig Ideen im Trainerteam aus, auch für die Torwartposition.“ Ein erneuter Wechsel ist dabei sicher kein Tabuthema.

Leidtragender wäre Kai Eisele, der bereits in der Hinrunde seinen Stammplatz an den dann stark haltenden Sven Müller verloren hatte, in der verletzungsbedingten Abwesenheit des Rivalen erst stark, dann zittrig und zuletzt solide spielte. „Wenn ich wieder bei 100 Prozent bin, greife ich an“, kündigte Sven Müller bereits an. (mz)

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Jonas Nietfeld ist seit dieser Saison Kapitän beim Halleschen FC.
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HALLE-KAPITÄN KÄMPFT UM VERTRAG
Darum will Nietfeld bleiben

Von: SÖREN FIEDLERveröffentlicht am
04.03.2021 - 20:01 Uhr
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Noch liegen die Personalplanungen beim Halleschen FC offiziell auf Eis. Aber hinter den Kulissen laufen die Gespräche.

Neben dem Trainer rücken vor allem die Leistungsträger in den Blickpunkt. Dazu gehört mit Sicherheit Kapitän Jonas Nietfeld (27). Der Profi selbst kann sich einen Verbleib sehr gut vorstellen.

Nietfeld: „Es gibt noch nichts spruchreifes. Aber für mich ist klar, dass der HFC die erste Adresse ist. Ich fühle mich pudelwohl und wir haben ein sehr gutes Klima im Team.“

Darum will Nietfeld bleiben!

Kein Geheimnis: Er ist der verlängerte Arm von Florian Schnorrenberg (43), beide pflegen einen intensiven Austausch.

Nietfeld: „Wir verstehen uns gut. Das ist auch ein Pluspunkt, der für den HFC spricht. Ich hoffe, dass der Trainer verlängert. Mit ihm sehe ich das Team auf einem guten Weg.

Ein weiterer Grund: Das Potenzial in der Mannschaft!

Nietfeld erklärt: „Ich würde es begrüßen, wenn die Jungs im Großen und Ganzen zusammenbleiben. Ein größerer Umbruch wäre nicht von Vorteil. Wir wollen uns weiter entwickeln und dafür ist der Grundstein gelegt.“

Der Kapitän hofft auf eine Einigung mit dem Verein. Erste Sondierungen gab es. Aber Nietfeld übt keinen Druck aus.

Er weiß: „Der Etat steht wohl noch nicht abschließend. Die Corona-Saison hinterlässt Spuren. Der Verein muss in Ruhe planen. Wichtig ist, dass wir als Mannschaft die sportliche Planungssicherheit bald herstellen und die 45 oder 46 Punkte einfahren. Da wollen wir im März einen wichtigen Schritt machen.“

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HFC-Talent Tom Bierschenk trainiert bei den Drittliga-Profis mit.
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HFC-Talent mit Perspektive Tom Bierschenk spielt bei den Profis vor

Von Fabian Wölfling 05.03.21 08:02




Tom Bierschenk aus der U19 trainiert seit einigen Wochen fest mit dem Drittligateam des Halleschen FC.
Anders als andere HFC-Talente hat der Stürmer aktuell eine Perspektive für einen Profivertrag im Sommer.
Was Bierschenk dafür tut und was Trainer Florian Schnorrenberg am Talent besonders schätzt.

Halle (Saale) -

Jeder junge Neuling, so wollen es die ungeschriebenen Gesetze des Fußballs, hat erstmal die kleinen mühseligen Extraarbeiten zu erledigen. Gilt auch für Tom Bierschenk.

Das 18-jährige Talent des Halleschen FC schleppt also brav einen Wasserkasten erst hin auf den Trainingsplatz und nach der Einheit zurück in den Kabinenbereich im Erdgas Sportpark. Macht aber gar nichts. Dazwischen, das ist ja entscheidend, ist der Teilzeit-Wasserträger vollwertiger Teil des Teams.
B_HFC Talent Tom Bierschenk (1)

Schon seit Wochen arbeitet der Angreifer aus der eigenen U19 mit der Drittligamannschaft, schickt sich an, das nächste vereinseigene Juwel zu werden, das den Sprung zu den HFC-Profis schafft. „Er hat einen unglaublichen Riecher vor dem Tor, gute Laufwege im Strafraum“, lobt Trainer Florian Schnorrenberg Bierschenk.
Tom Bierschenk: Vom SV Braunsbedra in die HFC-Jugend.

Angefangen hat der einst beim Heimatverein SV Braunsbedra, ging aber frühzeitig zum HFC. Mit Ausnahme eines halben Jahres als B-Junior in Ingolstadt ist er dort auch geblieben. Seine Gabe vor dem gegnerischen Tor hat Tom Bierschenk zuletzt als Teil der U19 nachgewiesen. Vergangene Spielzeit schoss er die Junioren mit 13 Treffern in 17 Regionalligaspielen in die Bundesliga. Ehe die Saison wegen der Corona-Pandemie unterbrochen wurde, machte er dort mit zwei Toren in drei Partien treffsicher weiter.

Quoten, die auffallen. „Wenn es im Nachwuchs Jungs gibt, die auf absehbare Zeit das Niveau für die dritte Liga haben, wäre es fahrlässig, sie nicht ins Training zu holen“, erklärt Schnorrenberg. „Tom hat die Anlagen auf jeden Fall und deswegen ist er bei uns.“

Dort will der junge Mann auch bleiben, peilt einen Profivertrag im Sommer an. „Die dritte Liga ist mein Ziel“, betont Bierschenk, der neben dem Sport noch zur Schule geht. „Ich habe auch schon mit Ralf Heskamp gesprochen. Die Rückmeldung war sehr positiv.“
HFC-Talente Franz Lohse, Kilian Zaruba und Lukas Griebsch schnuppert bei den Profis rein

Beim Training, so erzählt er, orientiert sich Bierschenk vor allem an denen, die sein Ziel für sich bereits umgesetzt haben. 2018 schafften es Julian Guttau und Niklas Kastenhofer in den Profikader. In der vergangenen Saison folgte Jan Shcherbakovski. Der weißrussische Juniorennationalspieler war allerdings erst im Sommer 2019 von Hertha BSC in die HFC-Jugend gewechselt.

Neben Bierschenk durften sich in dieser Saison auch weitere Junioren zeitweise bei den Profis beweisen. Torhüter Franz Lohse etwa, Verteidiger und U-19-Kapitän Kilian Zaruba oder zuletzt der erst 17-jährige Linksverteidiger Lukas Griebsch. Die Perspektive auf einen Profivertrag im Sommer hat derzeit aber nur Bierschenk.
HFC-Ziel: Jedes Jahr ein Guttau oder Kastenhofer für die Profis

„Es wäre erstrebenswert, wenn wir jedes Jahr einen Guttau oder Kastenhofer aus dem Nachwuchs rausbekommen würden, aber das ist nicht so einfach“, sagt Schnorrenberg und verweist auf die gerade stattgefundenen Testspiele der RB Leipzig U19 gegen die Viertliga-Profis vom Chemnitzer FC. 1:3 und 0:5 verloren die jungen Bullen, eines der besten Nachwuchsteams des Landes. Der Sprung in den Profi-Herrenbereich ist groß, der Leistungsunterschied enorm.

Das wird so bleiben. Auch wenn durch den Bau des neuen Nachwuchsleistungszentrums in der Silberhöhe ab 2022 beim HFC deutlich bessere Bedingungen für die Talenteentwicklung bestehen.

Auch Tom Bierschenk hat auf dem Weg zum Profi noch Arbeit vor sich. „Ihm fehlt noch die Physis, körperlich sollte er zulegen“, erklärt Schnorrenberg. Deshalb absolviert der Profiaspirant ein spezielles Kraftprogramm. „Dreimal die Woche mache ich Übungen, etwa spezielle Liegestützen“, erzählt Bierschenk. Und vielleicht hilft ja auch das tägliche Wasserkisten schleppen ein wenig auf dem Weg zum großen Profiziel.
Überblick: Die HFC-Talente der letzten Jahre

In den vergangenen fünf Jahren haben sechs Junioren den Sprung zu den Profis geschafft:

Martin Ludwig: Von 2016 bis 2019 19 Drittligaspiele. Heute bei Oberligist Sandersdorf
Justin Neumann: Von 2016 bis 2018 mit drei Ligaeinsätzen. Heute bei Landesligist Trebitz
Pascal Pannier: 2017/18 mit vier Ligaeinsätzen. Heute bei Regionalligist Chemie Leipzig
Julian Guttau: Seit 2018 mit 67 Ligaeinsätzen, fünf Toren und zehn Vorlagen
Niklas Kastenhofer: Seit 2018 mit 24 Ligaeinsätzen, ein Tor
Jan Shcherbakovski: Seit 2019 mit zwölf Ligaeinsätzen und einer Vorlage

(mz)

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HFC-Trainer Florian Schnorrenberg und sein Co-Trainer Daniel Ziebig.
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HFC in Unterhaching Wo Schnorrenberg sein Team verbessern will

Von Christopher Kitsche 06.03.21 09:30



Hallescher FC
HFC in Unterhaching Wo Schnorrenberg sein Team verbessern will

Von Christopher Kitsche 06.03.21 09:30

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Halle (Saale) -

Es wäre der perfekte Zeitpunkt für einen Zwischenspurt in Richtung Klassenerhalt. Denn: Gewinnt der Hallesche FC am Sonntag (13 Uhr im Liveticker) sein Auswärtsspiel bei der SpVgg Unterhaching, feiert innerhalb von acht Tagen den zweiten Dreier gegen einen Tabellenletzten (zuvor 2:1 gegen Lübeck), würde die Mannschaft von Trainer Florian Schnorrenberg mit dann 38 Punkten dem HFC ziemliche Planungssicherheit für die nächste Saison verschaffen.

„Es ist wichtig für uns, dranzubleiben. Unser Anspruch ist es auch in Unterhaching drei Punkte mitzunehmen“, gibt Schnorrenberg die Richtung vor. Wie das gelingt, mit dem Auswärtsdreier, das ist dem Trainer zunächst egal. Einen Schönheitspreis gibt es für seine Mannschaft auch bei den Hachingern nicht zu gewinnen.
HFC will sich spielerisch verbessern

Auch wenn etwas mehr Spielkultur als zuletzt möglich sein dürfte und durchaus erwünscht ist. Gespielt wird nämlich auf Hybridrasen - heißt Naturbelag verstärkt mit künstlichen Fasern. Verhilft der feine Untergrund den HFC-Spielern auch zu feineren Pässen im Offensivspiel?

„Die Qualität des Platzes ist top und gehört zu den besten der Liga. Wir wollen uns technisch verbessern, Situationen besser lösen und eine höhere Passqualität an den Tag legen, damit wir die Angriffe besser zu Ende spielen“, sagt Schnorrenberg. Jonas Nietfeld pflichtet seinem Trainer bei. „Ich hoffe, dass der Platz so eben ist, dass wir gute, fußballerische Lösungen finden. Das ist unser Ziel“, betont er.
Neue HFC-Waffe? Jonas Nietfeld übt Freistöße

Die neue und alte Waffe, über Standards zum Torerfolg zu kommen, soll aber natürlich auch wieder genutzt werden. Ist das Nietfeldsche Eckengeheimnis, das im Spiel gegen Lübeck zu zwei Toren führte, aber nicht entschlüsselt? „Keineswegs“, sagt Schnorrenberg. Im Training werden neue Standardmöglichkeiten erprobt.

Und: Das Repertoire wird sogar noch erweitert. „Ich habe gestern Freistöße geübt“, gibt Nietfeld preis. Schöner spielen, neue Standardvarianten. Der HFC ist für die knifflige Aufgabe in Unterhaching also bestens gerüstet - so scheint es zumindest. (mz)

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Kein Durchkommen: HFC-Torjäger Terrence Boyd wird von Christoph Greger gestoppt.
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Abwehrwackler und Abschlussschwäche HFC enttäuscht bei Pleite in Unterhaching

Von Fabian Wölfling 07.03.21 15:00


Unterhaching/Halle (Saale) -

Es sollte eigentlich der vorentscheidende Schritt zum Klassenerhalt werden. Ein Sieg bei der seit zwölf Spielen sieglosen Spielvereinigung Unterhaching und der Ligaverbleib wäre für den Halleschen FC greifbar gewesen. So hatten sie sich das vorher ausgemalt. Dafür hätte es aber einen anderen Auftritt gebraucht, als die enttäuschende Leistung, die Rot-Weißen am Sonntagmittag in der bayerischen Frühlingssonne fabrizierten. 0:3 (0:1) ging die Partie beim so kriselnden Schlusslicht verloren.

Mit neuem Mann in der Defensivzentrale, das war klar, aber auch mit neuem Mann in Tor, das war überraschend, ging der HFC die Aufgabe bei den Randmünchner an. Für den gesperrten Abwehrchef Stipe Vucur spielte erwartungsgemäß Jannes Vollert.

Dahinter stand, ganz in mintgrün, Sven Müller erstmals seit seinem Muskelbündelriss im Januar wieder im Tor. Dabei hatten Keeper und Trainer in der Woche noch die Erwartungen gedämpft. Eine Finte. „Sven Müller fühlt sich gut und gibt uns ein gutes Gefühl“, erklärte Schnorrenberg bei „Magenta Sport“. Offensichtlich ein besseres als Kai Eisele. Der musste weichen.
HFC mit schwachem Start und frühem Rückstand

Der HFC startete schon schwach in die Partie, ließ direkt viele Chancen zu. Nach Ecke, vorausgegangen war ein Missverständnis zwischen Müller und Vollert, klärte Terrence Boyd in der 7. Minute nach Schuss von Haching Sturmroutiniert Dominik Stroh-Engel auf der Linie. Solche Rettungstaten werden langsam zur zweiten Spezialität des Torjägers. In der 11. Minute zeigte sich Müller nach Versuch von Luca Marseiler aus spitzem Winkel auf der Höhe.

Eine Minute später konnte der Rückkehrer dem Ball dann aber nur noch hinterherschauen. Niclas Anspach nutzte per Flachschuss die dritte Gelegenheit zum 1:0. Die HFC-Abwehr hatte sich beim Klärungsversuch dilettantisch angestellt. Der nächste Schlafmützenstart damit bestraft: Es war in dieser Saison bereits das achte Gegentor in den ersten 15 Spielminuten.

Haching war insgesamt wacher und zielstrebiger: In der 25. Minute verhinderte nur das krasse Abschlussunvermögen von Marseiler das frühe 0:2. Wieder hatte der HFC schwach verteidigt. Wie zu befürchten war, glich die Defensive ohne Vucur einem Torso. Konsterniert beobachtete Schnorrenberg das Treiben von seinem Büro-Trainergästestuhl.
HFC lässt viele Chancen ungenutzt

In der 35. Minute hätte der HFC dann aber fast ausgeglichen. Ein Eckball von Niklas Landgraf fand den Kopf von Sören Reddemann, um Zentimeter flog der Ball am Tor vorbei. Jetzt war endlich mehr Leben im Angriffsspiel, nach feiner Vorarbeit von Julian Derstroff scheiterte Boyd nur eine Minute später mit einem zu zentralen Kopfball an Jo Coppens.

Für Punkte musste der HFC nach der Pause an diese besseren zehn Minuten anknüpfen. Der Wille dazu war zwar da, mehr aber auch nicht. Es fehlte an spielerischer Qualität. Dabei hatten die Rot-Weißen in der Trainingswoche doch Pässe und Flanken geübt. Haching stand allerdings auch nur noch hinten drin. Das Ergebnis: ein niveauarmer Leerlauf.

Nach einer knappen Stunde versuchte Schnorrenberg von außen einen spielerischen Impuls zu setzen. Er brachte Youngster Laurenz Dehl für den wirkungslosen Braydon Manu. Half aber nichts. Zu notieren gab es in den ersten 30 Minuten des zweiten Abschnitts nur Wechsel. In der 72. Minute kamen Dennis Mast und Janek Sternberg für Derstroff und Niklas Landgraf.
HFC macht Druck, aber Haching trifft eiskalt

Ein Punkt geriet in der 75. Minute dann endgültig außer Reichweite. Reddemann traf im Strafraum bei einem Klärungsversuch Torschütze Anspach. Die Folge: Elfmeter. Stroh-Engel traf für die im zweiten Abschnitt komplett harmlosen Gastgeber sicher rechts unten.

Direkt danach aber die größte Chance des Spiels für den HFC: Boyd legte perfekt ab auf Dehl, der schoss aber aus fünf Metern kläglich über das Tor. Ein Tor da und es hätte noch etwas werden können mit einem Punkt. So blieb es aber die einzige wirkliche Gelegenheit nach der Pause. Als dann auch noch Terrence Boyd vom Feld beordert wurde, waren die Punkthoffnungen dahin. Randnotiz: Als Einwechsler kam Anthony Syhre zu seinem Saisondebüt.

Aber auch der Rückkehrer konnte den finalen Hachinger Höhepunkt nicht verhindern: Ein Katastrophenschlag von Sven Müller landete direkt bei Moritz Heinrich. Der wackelte Vollert und Lukas Boeder aus und jagte den Ball in die lange Ecke (85.).

Für den enttäuschenden HFC geht es am kommenden Samstag mit dem nächsten Gegner aus München weiter. Dann kommt 1860 nach Halle. (mz)
Schema: SpVgg Unterhaching - Hallescher FC 3:0 (1:0)

Unterhaching: Coppens - Schwabl, Göttlicher, Greger, Turtschan - Fuchs, Robert Müller - Anspach, Marseiler (64. Hufnagel, 82. Stierlin) - Felix Schröter (46. Heinrich), Stroh-Engel (76. Hain). - Trainer: van Lent
Halle: Sven Müller - Boeder, Vollert, Reddemann, Landgraf (73. Sternberg) - Papadopoulos, Nietfeld - Manu (60. Dehl), Eberwein, Derstroff (73. Mast) - Boyd (81. Syhre). - Trainer: Schnorrenberg
Schiedsrichter: Lars Erbst (Gerlingen)
Tore: 1:0 Anspach (12.), 2:0 Stroh-Engel (76., Foulelfmeter), 3:0 Heinrich (85.)
Zuschauer: keine
Gelbe Karten: Fuchs, Marseiler, Coppens - Landgraf

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HFC-Trainer Florian Schnorrenberg (l.) und Co-Trainer Daniel Ziebig durchleben die Niederlage bei der SpVgg Unterhaching.
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Defizite und Hoffnungslosigkeit Der HFC sendet verstörende Signale

Von Christoph Karpe 09.03.21 07:01




Mit der Auswechslung von Terrence Boyd kapitulierte Trainer Florian Schnorrenberg bei der Pleite in Unterhaching.
Der Kader des HFC offenbarte einmal mehr seine spielerische Limitiertheit und wird von vielen Fans immer kritischer gesehen.
Braucht es im Sommer einen neuen Aufbruch mit neuen Gesichtern?

Halle (Saale) -

Nehmen wir die Möglichkeitsform: Hätte Terrence Boyd Haupthaar und dazu noch ein unangenehm schuppiges Hautproblem, wäre der schöne Hybridrasen des Hachinger Stadions sicherlich mit lästig-überflüssigen Epidermis-Teilchen hell übersäht gewesen. Vom vielen Kopfschütteln.

Fassungslos verfolgte der Stürmerstar das fußballerische Dilettieren seiner Neben- und Hinterleute. Die Offenbarung an diesem Tag, den Kicker-Job nicht einmal in drittklassiger Güte zu beherrschen, ließ den 13-fachen Saisontorschützen, den Unterschiedsspieler, wie er auch gern genannt wird, verzweifeln.

Vielleicht hätte er am Sonntag jenem kläglich 0:3 beim bis dato Tabellenletzten gegensteuern können, allerdings hätte er dann auch ab und an den Ball zugespielt bekommen müssen. Und weil das eben nicht passierte, holte Florian Schnorrenberg den Missmutigen vom Platz. „Er hat sehr mit sich gehadert. Ich dachte, ihm fehlt die Lockerheit“, begründete der Coach die Aktion in der 81. Minute.
Boyd-Auswechslung als offensichtliche Kapitulation des HFC

Vielleicht verständlich, aber ein fatales Zeichen. In jenem Moment hat Schnorrenberg kapituliert. Was er nicht hätte tun dürfen. Es ist schließlich zum einen schon vorgekommen, dass Mannschaften auch in den letzten zehn Minuten einen 0:2-Rückstand - so Stand es da - aufgeholt haben.

Zum anderen darf er dem Willen eines Nörglers nicht nachgeben. Er muss ihn einfangen, motivieren, es zumindest versuchen. Zumal kaum ein anderer HFC-Kicker Torgefahr verbreitete. Schnorrenberg und Boyd haben Hoffnungslosigkeit ausgestrahlt, die in Unterhaching womöglich angebracht war, aber die nie derart demonstriert werden sollte.

Beider Entsetzen teilten die Fans, vereint mit Wut. Die Reaktionen waren heftig. Jedenfalls in den sozialen Netzwerken, dort, wo sowieso gern zugespitzt wird. Doch eine Vielzahl an Bemerkungen zur Situation des HFC in der dritten Fußball-Liga sind durchaus treffend.
Fans gehen hart mit HFC-Mannschaft ins Gericht

„Kein Potenzial, weder spielerisch noch kämpferisch. Wenn wir das überleben, ist es nur noch Glück!“ So hieß eine Erkenntnis aus dem schwachen Auftritt. „Keine Konstanz, kein Siegeswillen, kein Herzblut“ hatte ein anderer Fan gesehen und voller Sarkasmus forderte einer für Profis „Schnelltests, ob sie drittligatauglich sind“. Jemand formulierte: „Die Angst ist zurück.“

Was den Gemütszustand irgendwie trifft. Tatsächlich sind diese 35 Punkte, die die Rot-Weißen bis dato zusammengeklaubt haben, trügerisch. Vor allem angesichts der jüngsten Leistungen. Unterhaching präsentierte sich nämlich keineswegs als Übermannschaft. Doch nur etwa zehn Minuten vor der Pause strahlte der HFC - meist mit Kopfbällen nach Standards - Gefahr aus.

In Halbzeit zwei versemmelte Laurenz Dehl in jugendlicher Aufgeregtheit noch eine dicke Möglichkeit. Viel mehr war nicht, vielmehr demaskierte der HFC seine Limitiertheit, das Spielerische betreffend: Die Zentrale ist ein Kreativvakuum. Weshalb Boyd eben seit Wochen keine verwertbaren Pässe aus dem Spiel heraus bekommt.
Kreativ-Vakuum beim HFC: Terrence Boyd wartet vergeblich auf Bälle

In den sechs Auftritten seit jener legendären Niklas-Landgraf-Flanke vor Boyds Kopfball-Treffer zum 1:0 in der Nachspielzeit gegen den FCM hat der 30-Jährige nicht mehr aus dem Spiel heraus getroffen: zwei Elfmetertore, eines nach einer Ecke.

Im Sommer 2020, kurz nachdem sich die noch fremdelnde Mannschaft versammelt hatte, um per Training die Saison vorzubereiten, hatte Boyd jenen Missmut ausgestrahlt, den er jetzt wieder zur Schau stellt. Der Ehrgeizige wollte weg, er sah schlichtweg keine Perspektive. Er traute dem Potenzial offenbar nicht zu, um vordere Plätze mit zu kämpfen. Zurecht, wie sich schnell zeigte. Und die Mannschaft wirkt immer noch wie eine wahllos zusammengewürfelte Söldnertruppe, die ziellos durch eine Pampa taumelt.
Gefährliche Situation: HFC kann nichts mehr gewinne, aber alles verlieren

Gewinnen kann der HFC in dieser Saison nichts mehr. Aber noch alles verlieren. Eine Mannschaft, der es leicht erscheint, auf einem Bein ins Ziel Klassenerhalt zu hüpfen, kann noch böse auf die Nase fallen. Eine gefährliche Situation. Zumal man sich ihr offenbar nicht bewusst ist.

Und die alles lähmt. Vertragsverlängerungen, Kaderplanungen, Unterschriften von Sponsoren - alles liegt auf Eis. Was man will, lässt sich kaum umsetzen. Was man nicht mehr will, das aber sollte spätestens seit dem Unterhaching-Kick klar sein: Einen Kader dem Biss fehlt, der Larifari sein Programm abspult. Auf diesem Spielfeld braucht es mehr Auswechslungen - in diesem Fall zum Zeichen des Aufbruchs. Und um Boyd neu zu motivieren.
HFC: Restprogramm auf dem Weg zum Klassenerhalt

Das ist das Restprogramm des HFC und die Tipps der MZ nach Siegen (S), Unentschieden (U) und Niederlagen (N):

Gegner - Tipp
1860 München (H) - U
MSV Duisburg (H) - S
Rostock (A) - N
Kaiserslautern (A) - N
Uerdingen (H) - S
Viktoria Köln (A) - U
Verl (H) - U
Dresden (A) - N
Türkgücü (H) - U
Mannheim (A) - N
W. Wiesbaden (H) - U
Bayern II (A) - N

Nach dieser Schätzung käme der HFC noch auf elf Punkte - wären insgesamt die 46, die für den Klassenerhalt mal hochgerechnet wurden. (mz)

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Julian Guttau, hier rechts neben seinem Teamkollegen Toni Lindenhahn, war zuletzt nur Tibünengast beim HFC-Spiel gegen Lübeck


10.03.21, 10:14 Uhr
HFC vor englischer Woche Wann kehrt Julian Guttau wieder zurück?
Von Christopher Kitsche


HFC-Talent Julian Guttau verpasste verletzungsbedingt die letzten beiden Parten seines Teams.
Eine MRT-Untersuchung ergab nun neue Erkenntniss über die Verletzung des Offensivspielers.
Mit seiner Kreativität könnte er dem Halleschen FC helfen, denn das Spiel lahmte zuletzt doch sichtlich.
HALLE (SAALE)
Spielanalyse vor und nach dem Training für HFC-Spieler Julian Guttau: Vor der Einheit am Dienstagnachmittag studierte der Mittelfeldmann mit der HFC-Mannschaft und Trainer Florian Schnorrenberg die wenig schönen Bilder von der Sonntagspleite in Unterhaching. Es gab dabei wohl reichlich Gesprächsbedarf. Erst knapp 20 Minuten nach dem angesetzten Start um 14 Uhr kam die Mannschaft auf den Platz.

Für Guttau reichte es dann nur zu Individualtraining. Während der Rest der Mannschaft am Dienstag bei Passübungen zu Gange war, absolvierte der 21-Jährige ein paar Sprints und schlug mit Athletik-Trainer Ken Kaiser lange Bälle. Immerhin: Er konnte wieder mitmischen.

Mit muskulären Problemen hatte Julian Guttau die Spiele gegen Meppen, Lübeck und Unterhaching verpasst. Dann folgte der Schockmoment. Nachdem er in der vergangenen Woche bei einer Aktion im Training auf den Ball gefallen war, wurde eine schlimme Verletzung befürchtet.

Julian Guttau arbeitet sich wieder an den Kader heran
Ein MRT am Montag sorgte aber für Entwarnung. „Es ist nichts kaputt, nur verhärtet. Ich werde mich jetzt langsam heran tasten und hoffe, dass ich am Wochenende wieder spielen kann“, gibt Guttau nach dem Training Auskunft.

Weil auch Marcel Titsch Rivero wieder voll mittrainieren konnte, stehen HFC-Trainer Florian Schnorrenberg zwei Optionen mehr im Mittelfeld zur Verfügung. Zwei Optionen, die zumindest das Potenzial haben, der zuletzt erloschenen Kreativität im HFC-Mittelfeld wieder etwas mehr Schwung zu geben.

Das sieht auch Schnorrenberg so, will aber abwarten: „Wir müssen bei Julian Guttau schauen, dass er nicht nur die Woche durchhält, sondern dass er am Wochenende auch zum Kader für das Spiel stößt. Wenn das gelingt, wäre er natürlich immer eine Option. Er kann unsere Offensive beleben und wir haben ihn in den jüngsten drei Spiele vermisst.“

HFC-Trainer Schnorrenberg will bei Guttau nichts riskieren
Noch sei aber Vorsicht geboten, da man keine Zerrung riskieren wolle. Es wäre nicht der schlechteste Zeitpunkt für eine entspanntere Personallage - auf den HFC kommt eine englische Woche zu. Sie beginnt am Samstag mit einem Heimspiel gegen 1860 München (14 Uhr im Liveticker).

Gegen Endes des Dienstags-Trainings analysierte Julian Guttau dann neben Jannes Vollert und Antonios Papadopoulos hockend das Abschlussspiel der HFC-Ersatzkicker. Ihm war anzusehen, dass er gern selbst mitgemischt hätte. Ging aber nicht. Etwas Geduld ist noch gefragt. (mz)

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In Unterhaching sammelte HFC-Talent Laurenz Dehl (r.) zuletzt einige Spielminuten als Einwechselspieler.
Foto:

imago images/Eibner


Lösung für das Kreativ-Problem? Laurenz Dehl bietet sich für die Startelf an

Von Christopher Kitsche 11.03.21 09:30




Laurenz Dehl begann die Saison beim Halleschen FC furios, patzte dann und fiel in ein langes Formtief.
Daraus hat sich der 19-Jährige inzwischen befreit und ist wieder eine Option für die Startelf.
Sollte der Leihspieler am Samstag gegen 1860 München eine Chance erhalten, wäre das ein besondere Geschichte.

Halle (Saale) -

Laurenz Dehl kontra Julian Derstroff hieß es am Mittwochvormittag im Training des Halleschen HFC. Das ein oder andere Mal musste der 19-jährige Dehl seinen gewitzten Teamkollegen bei der Zweikampfübung auf Mini-Tore ziehen lassen, doch nicht immer zog er gegen den siebenfachen Saisontorschützen den Kürzeren.

Trainer Florian Schnorrenberg hat das sehr wohl registriert: Dehl hat sich aus seinem Form-Tal gerappelt. Die Folge: Am Wochenende dürfte er sich wieder um einen Platz in der Startelf duellieren. Nicht mit Derstroff, aber mit dem zuletzt wirkungslosen Michael Eberwein, den Dehl auf seiner angestammten Position hinter den Spitzen ersetzen könnte. Florian Schnorrenberg weiß, dass die Offensive nach den zuletzt spielerisch mauen Auftritten neue Impulse benötigt. Womöglich durch neues Personal.
Laurenz Dehl hat schlechte Erinnerungen an 1860 München

Von den technischen Anlagen her hat hat der Leihspieler von Bundesligist Union Berlin zweifelsohne das nötige Rüstzeug, um für frischen Wind zu sorgen. Davon ist er auch selbst überzeugt. „Ich denke, ich habe eine gute Ausbildung genossen“, sagt er und schiebt artig nach: „Ob man spielt , hängt immer vom Trainer ab, wie er sich entscheidet.“


In der Anfangsphase der Saison hieß die Schnorrenberg-Entscheidung noch oft: Laurenz Dehl. Seine vier Startelfeinsätze verbuchte der junge Mann allesamt in der Hinrunde. Persönlicher Höhepunkt war der sechste Spieltag gegen Meppen. Beim 4:1 erzielte Dehl den Führungstreffer und legte ein weiteres Tor für Julian Derstroff auf.

Eine Woche später machte Dehl seinen zweiten Treffer beim 3:2 in Lübeck, alles lief nach Plan. Dehl bekam die Spielzeit, die er sich durch seine Leihe erhofft hatte und zeigte, dass er ein Gewinn sein kann. Beim HFC freuten sie sich über den Coup.
Hallescher FC: Talent Laurenz Dehl hat viel Lehrgeld bezahlt

Doch dann kam das 1:6 bei 1860 München, dem Gegner am Sonnabend (14 Uhbr im Liveticker), Anfang November. Dehl verschnarchte seine Aufgabe nach Standards des Gegners, den Raum vor dem eigenen 16er zu verteidigen. Von dort fielen die ersten Tore. Dehl wurde ausgewechselt, steckte im Formtief und war fortan nur noch gegen Dynamo Dresden erste Wahl. In diesem Spiel flog er nach einem übermotivierten Foul vom Platz. Weiteres Lehrgeld für den Auszubildenden.

Jetzt scheint er sich berappelt zu haben. „Das Selbstvertrauen ist natürlich höher in einer Phase, in der man mehr spielt und auch trifft. Ich glaube aber auch jetzt weiter an meine Chance und biete mich im Training an“, sagt Dehl. (mz)

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Bringt Florian Schnorrenberg (M., mit Co-Trainer Daniel Ziebig) mit Julian Guttau und Laurenz Dehl (v.l.) mehr Tempo ins HFC-Spiel?

Foto: imago images/Jan Huebner


12.03.21, 08:03 Uhr
HFC empfängt 1860 München Schnorrenbergs Plan für attraktiveren Fußball
Von Christopher Kitsche


Nach der enttäuschenden Pleite in Unterhaching kommt am Samstag 1860 München in den Erdgas Sportpark.
Wie der Hallesche FC im Heimspiel wieder mehr Torgefahr entwickeln will.
HALLE (SAALE)
Die Fußballwelt hat dieser Tage einen traurigen Jahrestag begangen - ein Jahr Geisterspiele, ein Jahr ohne Fans. Alle sind sich einig: Sie fehlen, sehr sogar - atmosphärisch und auch als Stimmungsbarometer. Angesichts stagnierender oder örtlich sogar steigender Infektionszahlen wird es aber noch eine Weile dauern, bis in den Profiligen und damit auch beim Halleschen FC im Erdgas Sportpark wieder Zuschauer bei Heimspielen zugelassen sind.

Der Drittligist sucht deshalb auf digitalem Weg den Austausch mit seinen Fans und lud am Donnerstagabend zu einem virtuellen Fan-Stammtisch mit HFC-Trainer Florian Schnorrenberg und seinem Assistent Daniel Ziebig.

Schnorrenberg, so sagte er am Mittag bei der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen 1860 München, hatte Lust auf den Termin. Auch wenn er schon so eine Vorahnung hatte, dass die Fanseele nach dem 0:3 in Unterhaching am vergangenen Sonntag kocht: „Es ist jetzt ein spezielles Ergebnis gewesen, von daher werden bestimmt auch kritische Fragen dabei sein.“

HFC-Fußball weckt nur wenig Begeisterung
Was die Anhänger angesichts der reihenweise dürftigen Leistungen vor allem umtreibt: Wie kann das Spiel des HFC wieder ansehnlicher werden, wie findet die Schnorrenberg-Mannschaft am besten schon gegen 1860 München am Samstag (14 Uhr im Liveticker) zurück zu einer spielerischen Linie?

Zunächst: Mit dem Ballbesitzanteil war Schnorrenberg gegen Unterhaching zufrieden. Er lag ja auch bei 57 Prozent. Aber man muss eben auch etwas anzufangen wissen mit dem Ball. „Wir müssen aus dem Ballbesitz auch Torchancen kreieren“, betonte Schnorrenberg.

Nicht erst gegen Unterhaching gelang das kaum. Was laut Schnorrenberg eine Hauptursache hat: Der Mannschaft fehlte es an Tempo im Offensivspiel. Lösungen, um das zu ändern, sollten am Donnerstag erarbeitet werden, beim üblichen Geheimtraining im Stadion zwei Tage vor einer Partie. „Heute geht es noch einmal speziell darum, wie können wir aufbauen, wie läuft der Gegner uns an“, verriet Schnorrenberg die Inhalte.

HFC-Talente als Tempospieler gefragt
Für mehr Tempo und Zielstrebigkeit könnte auch neues Personal sorgen. Dass das gegen 1860 zum Einsatz kommt, darauf deutete Schnorrenberg mehr als deutlich hin: „Aktuell haben wir wieder mehr Optionen und überprüfen, welche greifen könnten.“ Mehr Tempo würden die jungen Wilden Laurenz Dehl, Jan Shcherbakovski und Julian Guttau versprechen. Letzterer konnte zuletzt nur individuell trainieren, Schnorrenberg schließt einen Einsatz gegen 1860 aber nicht aus.

Sicher ist, dass Stipe Vucur nach seiner Gelbsperre zurückkehren wird. Ein großer Gewinn, wie Schnorrenberg betonte. Nicht nur weil der Abwehrchef der 1860-Sturmurgewalt Sascha Mölders 195 Zentimeter Körpergröße entgegen setzen kann, sondern auch, weil mit ihm ein echter Anführer mehr auf dem Platz stehen wird.

1860 München war zuletzt ein Angstgegner für den HFC
Von denen gibt es nicht viele im Kader. Fehlt dann auch noch einer der wenigen, fällt das umso mehr negativ auf. Wie in Unterhaching erlebt. „Es fehlt dann eine Präsenz im Coaching“, sagte Schnorrenberg. „Wir haben in Unterhaching Spieler auf dem Platz gehabt, die eher ruhigere Charaktere sind. Dann wirkt es für die Zuschauer so, als ob wir leblos sind oder die Mentalität nicht auf den Platz bringen.“

Mehr Spielwitz, mehr Tempo, mehr Mentalität - all das wird am Samstag dringend benötigt werden. 1860 München war zuletzt ein echter Angstgegner für den HFC: Drei Pleiten gab es in Serie, zuletzt in der Hinrunde ein heftiges 1:6.

„Wir werden leiden müssen“, ist Schnorrenberg daher sicher. Für den 43-Jährigen ist klar, mit einer Leistung wie zuletzt gegen Unterhaching gezeigt, gibt es definitiv die nächste Abreibung. „Wenn wir so etwas anbieten wie am vergangenen Sonntag, dann ist der Gegner viel zu stark.“ (mz)

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Zwei klassische Torjäger in Liga 3: Terrence Boyd (l.) und Sascha Mölders sind extrem treffsicher für ihre Klubs.
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imago/Collage MZ.de


Torjäger-Duell Boyd gegen Mölders Zwei echte Typen prägen HFC-Spiel gegen 1860

Von Fabian Wölfling 13.03.21 07:02


Halle (Saale) -

Einen kleinen Gruß, so von Torjäger zu Torjäger, hatte es schon zwei Wochen vor dem direkten Duell an diesem Samstag gegeben. Terrence Boyd war da nach gerade erledigter Mittelstürmerarbeit, ein technisch anspruchsvoller Kopfballtreffer gegen Lübeck, zu seinen Ambitionen auf den Titel als treffsicherster Angreifer der 3. Liga befragt worden.

„Der Mölders ist in der Form seines Lebens“, antwortete der Sturmzyklop des Halleschen FC ernsthaft respektvoll, jagte dann aber, unnachahmlich, noch einen frechen Spruch hinterher: „Der trinkt ein Hefeweizen nach dem anderen, da kann ich einfach nicht mithalten.“

Ob die Worte auf Giesings Höhen angekommen sind, ist nicht überliefert. Wenn aber, dann dürfte sie „der Mölders“, Vorname Sascha, vermutlich grinsend aufgenommen haben. Das mit dem Bier, dazu steht der 35-Jährige, stimmt ja.
Sascha Mölders: Hefeweizen und Wurstbrote als Sportlernahrung

„Nach einem Spiel gönne ich mir eine Pizza und ein Weißbier“, hat Mölders, Statur prall gefüllter Wandschrank, kürzlich im Bayerischen Rundfunk preisgegeben. Manchmal sind es auch sechs Wurstbrötchen, wie seine Frau mal in einem Instagram-Video vorgeführt hat. Speicher wieder auffüllen, nennt Mölders das.

Nicht nur bei seinem Klub 1860 München, wo ihn die Fans als „Fußballgott“ verehren, erwärmt der einstige Bundesligastürmer mit solchen Einblicken die Herzen. Mölders, ursprünglich ein Kind des Ruhrpotts, ist einer für Fußballromantiker. „Ich musste mich zwischen Geld und Liebe entscheiden - und ich bin hier“, ließ er sich vergangenes Jahr im Zuge seiner Verlängerung bei den klammen Löwen zitieren.

Über den exzessiven Social-Media-Gebrauch jüngerer Mitspieler schüttelt er nur den geschorenen Kopf. In Corona-Zeiten erledigt das Haare abrasieren übrigens Sohn Noah. Und sonst: „Wenn ich zum Friseur gehe, lasse ich auch meinen Bart stutzen. Am Ende zahle ich gut 15 Euro“, hat Mölders der Sportbild erzählt. Einen Luxusbarbier im Lockdown einschweben zu lassen, käme ihn nicht in den Sinn.
Sascha Mölders und Terrence Boyd: Echte Typen in der 3. Liga

Und die Sache mit der Ernährung sieht Mölders, Selbstauskunft 88 Kilogramm auf 1,85 Meter Körpergröße, auch herrlich pragmatisch: „Für meine Spielweise brauche ich Masse. Wenn ich ein Lauch wäre, dann würde das nicht gehen. Dann würden mich meine Gegenspieler einfach wegdrücken.“

Ein Profi, der lebt und spricht, als käme er direkt vom nächsten Dorfplatz - wo gibt es das noch im modernen Fußball, mit seinen Ernährungsplänen und Medienschulungen?

Auch sein Torjägerwidersacher Terrence Boyd hebt sich ja erfrischend von der Fußballermasse ab. Eine Liebe zum Verzehr größerer Menge Wurstbrötchen ist bei ihm zwar nicht bekannt, der 30-Jährige bestellte auch lieber Pina Colada als Weißbier.
Terrence Boyd äußert sich immer wieder zu politischen Themen

Was Boyd aber mit Mölders zum einen vereint: Er ist ein klassischer Mittelstürmer, fast so alt wie Mölders, und wie er brandgefährlich. 13 Tore hat Boyd auf dem Konto, Mölders führt die 3. Liga derzeit mit 15 Treffen an. Zum anderen ist auch der Deutsch-Amerikaner ein Profi mit Mut zur ehrlichen Meinung, auch über den begrenzten Fußballrand hinaus.

Donald Trump? Eine der „schlimmsten Personen“ des Planten. Merkel? Hat die „dicksten Eier“ von allen Politikern. Zum Rechtsruck in der Gesellschaft „kann ich nicht meine Fresse halten“, hat Boyd im Januar 2020 in der MZ gesagt.

Und zum Thema Erfolgsdruck: „Ich habe eine Tochter, die hatte schon zehn Fieberkrämpfe und beim ersten habe ich gedacht, die stirbt in meinen Armen weg. Wenn du so etwas erlebst, gehst du mit dem Druck im Fußball ganz anders um.“ Auch eine ganz eigene Sicht der Dinge.
Klassische Mittelstürmer: Boyd und Mölders sorgen für Tore

Wenn der HFC am Samstagmittag (14 Uhr im Liveticker) die Sechziger empfängt, kommt es, einem seltenem Naturereignis gleich, zum Treffen dieser zwei echten Typen. Im Biotop Profifußball sind die inzwischen ja eine vom Aussterben bedrohte Art. In Zeiten von Rund-um-die-Uhr-Sportberichterstattung und vor allem der Sozialen Medien, in denen jeder Satz potenziell in Sekunden um die Welt gehen und Empörung auslösen kann, ist Vorsicht Standard. Da wird den potenziellen Stars schon im Nachwuchs harmlose Beliebigkeit als Standardsprache antrainiert.

Umso deutlicher fallen Sascha Mölders und Terrence Boyd positiv aus dem Einheitsrahmen. Die Routiniers sind als Mittelstürmer aber zusätzlich Teil einer weiteren bedrohten Fußballerspezies. Das Spiel ist schneller, lauffokussierter geworden, Pressing ist Gebot. Zeitweise hatten falsche Neuner Hochkonjunktur, kleine wendige Spieler sollten Abwehren aushebeln. Die echten Neuner, die gern im Strafraum auf den entscheidenden Moment lauern, galten als Auslaufmodelle.

Nicht aber in der 3. Liga, die sich wie keine andere zwischen Profiglanz und Amateurrealität bewegt. Da sind Sturmhaudegen schwer gefragt: Der Verler Zlatko Janjic (34) etwa, Türkgücüs Petar Sliskovic (30), Dresdens Philipp Hosiner (31), Ingolstadts Stefan Kutschke (32) oder Zwickaus Ronny König (37), der unverwüstlichste von allen. Sie haben wie Mölders und Boyd verstanden: Nicht die Masse der Meter ist entscheidend, sondern das Wissen um die entscheidenden Antritte und den richtigen Moment.
HFC gegen 1860: Wer entscheidet das Duell am Samstag?

„Bei aller modernen Taktik: Am Ende muss einer den Ball über die Linie schieben“, hat Rudi Völler, selbst einst Angreifer, in der „Süddeutschen Zeitung“ zum ewigen Wert von Mittelstürmern gesagt. Die „laufen vielleicht einen Tick weniger“, aber sie sorgen fürs gewünschte Ergebnis, „deswegen sind sie heiß begehrt - und das wird auch so bleiben“.

Heiß begehrt und von den Fans auch heiß verehrt. Weil die Mittelstürmer für geniale Momente stehen. Beispiel: Terrence Boyds Distanzschusswundertor gegen Duisburg, erzielt 2019. Oder Sascha Mölders Fallrückzieher gegen Unterhaching, gerade nominiert für das Tor des Monats Februar.

Die ständige Möglichkeit des genialen Moments auf beiden Seiten macht dieses Aufeinandertreffen dieser echten Typen und besten Angreifer der Liga so elektrisierend. Im direkten Duell gehörten die Momente bisher übrigens hauptsächlich Mölders. Drei Spiele gab es, alle drei gingen an 1860, das letzte mit 6:1. Bei den Toren steht es 2:1 für den Mittelstürmer der Löwen. Mag womöglich an den Hefeweizen liegen. (mz)
Hintergrund: Torjägerliste der 3. Liga

1. Sascha Mölders (1860) 15 Tore
2. Terrence Boyd (HFC) 13
2. Zlatko Janjic (Verl) 13
4. Petar Sliskovic (Türkgücü) 12
5. Aygün Yildirim (Verl) 11
5. Nicklas Shipnoski (Saarbrücken) 11
7. Christoph Daferner (Dynamo) 10
7. Maurice Malone (Wiesbaden) 10

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Re: Presseschau

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Leichtes Spiel: 1860 München führte den Halleschen FC über weite Teile der einseitigen Partie regelrecht vor.
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Rot-Weißes Trauerspiel HFC bricht bei Debakel gegen 1860 komplett auseinander

Von Christopher Kitsche 13.03.21 16:00

Halle (Saale) -

Beim Halleschen FC muss der Blick in der Tabelle nach einer bösen Klatsche gegen 1860 München wieder nach unten gehen. Gegen die Löwen verlor die Mannschaft von Trainer Florian Schnorrenberg nach einer desolaten Leistung am Samstag ihr Heimspiel in der dritten Liga mit 0:4 (0:3). Keanu Staude, Merveille Biankadi, Dennis Dressel und Sascha Mölders trafen für die stark auftretenden Gäste.

HFC-Trainer Florian Schnorrenberg forderte von seiner Mannschaft nach zuletzt spielerisch dürftigen Auftritten gegen Lübeck (2:1) und in Unterhaching (0:3) mehr Tempo und Kreativität im Spiel nach vorne. Außerdem erwartete er eine kampfbetonte Partie.

„Wir werden leiden und müssen gut gegen den Ball arbeiten“, sagte Schnorrenberg im Vorfeld der Begegnung. Der Coach setzte für dieses Vorhaben auf den zuletzt angeschlagenen Marcel Titsch-Rivero, der Michael Eberwein ersetzte.
HFC überrascht mit Syhre in der Innenverteidigung

Außerdem vertraute Schnorrenberg auf eine komplett neue Innenverteidigung: Anthony Syhre, der nach Monaten Zwangspause sein Startelf-Comeback gab und der in Unterhaching gelbgesperrte Stipe Vucur ersetzten Sören Reddemann und Jannes Vollert. Auch Julian Guttau kehrte nach drei Spielen verletzungsbedingter Pause wieder zurück in den Kader.

Die Bedingungen für ein temporeiches Spiel waren, was den Untergrund angeht, jedenfalls gegeben: 20 Minuten vor Spielbeginn setzte ein Schauerregen ein, der zu Beginn der Partie nachließ. Kurz vor Anpfiff noch eine kurze Umarmung zwischen Terrence Boyd und 1860-Stürmer Sascha Mölders. Eine schöne Geste der gegenseitigen Wertschätzung zwischen den beiden Toptorjägern der dritten Liga.

Das Spiel begann für Boyd und den Rest der HFC-Mannschaft dann jedoch katastrophal. Die Defensive der Rot-Weißen agierte viel zu passiv. Erst landete der Ball nach abgefälschter von Flanke von Marius Willsch auf der Latte, dann bekam Keanu Staude eine zweite Chance und traf völlig freistehend.
HFC gerät schon nach einer Minute in Rückstand

Nach nicht einmal einer Minute zeigte die Anzeigetafel damit 0:1 für die Gäste von 1860 an. Die Mannschaft von Trainer Schnorrenberg war in der Folge wie gelähmt und ließ weitere dicke Chancen der Münchener zu: Dennis Dressel zog aus 18 Metern ab, der abgefälschte Schuss landete am rechten Pfosten. Sven Müller wäre chancenlos gewesen.

Der HFC kam kaum zum Luft holen, die Löwen machten weiter mit ihrem Powerplay und setzten die Defensive der Rot-Weißen gehörig unter Druck. Den ersten nennenswerten Abschluss hatte der HFC erst nach 13 Minuten. Der Schuss von Boyd nach Pass von Jonas Nietfeld war aber kein Problem für Gästetorhüter Marco Hiller.

Der HFC konnte sich in der Folge kurz stabilisieren, ohne jedoch selbst Torgefahr zu entwickeln. Für die sorgten weiter die Gäste, Stephan Lex zielte nur knapp links vorbei. Danach hatte Staude nach 25 Minuten das 2:0 für die Gaste auf dem Fuß. Sven Müller parierte zweimal glänzend und musste danach kurz behandelt werden.
Nur Keeper Sven Müller leistet gegen 1860 München Widerstand

Auch nach 30 Minuten hatte Lex wieder zu viel Raum im Strafraum, seine Flanke konnte im letzten Moment geklärt werden. Kurz darauf zeigte Schiedsrichter Mitja Stegemann auf den Punkt. Syhre hatte im Strafraum gegen Sascha Mölders geklammert, der ging zu Boden. Müller hielt seine Mannschaft aber im Spiel und parierte den Elfmeter glänzend. Und auch offensiv setzte der HFC endlich wieder ein Lebenszeichen. Der Rechtsschuss von Antonios Papadopoulos nach 35 Minuten konnte aber noch rechtzeitig geklärt werden.

Dann aber doch das 2:0 für 1860: Merveille Biankadi kam nach einem Fehler von Shyre am Strafraum an den Ball und netzte aus 18 Metern ein. Die Löwen setzten sogar vor der Pause noch einen drauf und stellten auf 0:3. Dennis Dressel, der bereits im Hinspiel viermal getroffen hatte, besorgte den dritten Treffer für die Gäste.

Schnorrenberg verzichtete trotz der desolaten Leistung seiner Mannschaft zunächst auf Wechsel. Der HFC konnte sich wieder etwas fangen. Die Löwen gingen mit der Führung im Rücken nicht mehr so konsequent drauf, wie noch im ersten Durchgang.
Stipe Vucur legt Sascha Mölders das 4:0 auf

Sie hatten durch Sascha Mölders aber trotzdem die nächste gefährliche Szene. Mölders tauchte nach 55 Minuten nach einem feinen Pass von Lex alleine vor Müller auf, legte sich den Ball aber zu weit vor. Neun Minuten später machte er aber nach Riesenschnitzer von Stipe Vucur doch noch sein Tor.

Von einem Aufbäumen oder zumindest Schadensbegrenzung der Hallenser war wenig zu sehen. Der HFC ergab sich hilf- und kampflos seinem Schicksal. Nach mehreren Wechseln auf beiden Seiten war die Luft raus.

Mit einem Dreifachwechsel nach 75 Minuten versuchte Schnorrenberg noch einmal neue Impulse zu setzen: Jan Shcherbakovski, Michael Eberwein und Janek Sternberg ersetzen Niklas Landgraf, Jonas Nietfeld und Braydon Manu. Zuvor waren bereits Julian Guttau für Julian Derstroff und Niklas Kastenhofer für Lukas Boeder in die Partie gekommen. Zu nennenswerten Chancen kam der HFC jedoch nicht mehr. (mz)

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Die HFC-Profis Julian Guttau und Michael Eberwein nach der 0:4-Niederlage gegen 1860 München.

Foto: imago images/VIADATA


13.03.21, 17:40 Uhr
Kommentar zum HFC Es reicht nicht für mehr
Von Benjamin Binkle

HALLE (SAALE)
Wer nach dem schwachen 0:3 bei Abstiegskandidat SpVgg Unterhaching vom Sonntag im Heimspiel gegen 1860 München auf eine Reaktion des Halleschen FC gehofft hatte, der wurde schnell enttäuscht. Schon nach 40 Sekunden fing sich die vogelwilde HFC-Defensive das 0:1.

Und so mancher HFC-Fans wird sich geärgert haben, den Fernsehen nicht direkt wieder ausgeschaltet zu haben. Denn in den verbliebenen gut 89 Minuten wurde alles nur noch schlimmer. 0:4 hieß es am Ende.

Haben die HFC-Kicker nun allesamt ein Einstellungsproblem? Möglich, aber unwahrscheinlich angesichts der Punkteausbeute der bisherigen Saison. Viel offensichtlicher ist die ebenso simple wie traurige Erkenntnis: Der HFC hat ein großes Qualitätsproblem. Es reicht nicht für mehr als puren Überlebenskampf für diesen stark limitierten Kader. Denn die Realität in der 3. Liga zeigt für jeden Fan schmerzhaft, dass der HFC - bei allem Kampf und aller Moral - mit spielstarken Gegnern regelmäßig hoffnungslos überfordert ist.

HFC kann mit ambitionierten Teams einfach nicht mithalten
1860 München ist ein solches Team mit großem fußballerischem Talent. Und die Löwen zeigten dem HFC am Samstag schonungslos seine engen Grenzen auf. Es war schlichtweg ein Klassenunterschied. Während bei den „Löwen“ eine klare Spielidee erkennbar war, blieb Halle diese einmal mehr schuldig.

Offensiv basiert das HFC-Spiel auf langen Bällen, reichlich Zufall und der individuellen Extra-Klasse von Torjäger Terrence Boyd. Kommen dann, wie gegen 1860, defensive Patzer hinzu, wird es zwangsläufig ein Debakel. Es war nicht das erste in dieser Saison.

HFC weckt keine Hoffnung auf besser Zeiten
Weil der HFC gegen schwächere Mannschaft in der Regel ausreichend gut funktioniert und wichtige Punkte holt, bleibt der Klassenerhalt trotz aller fußballerischen Defizite ein realistisches Szenario. Die Fantasie für mehr weckt der Hallesche FC mit seinem aktuellen Personal nicht.

Und die Verantwortlichen müssen sich angesichts dieser aufkommenden Hoffnungslosigkeit selbst die Frage beantworten: Wollen und können sie dies den Fans und Sponsoren eine weitere Saison anbieten? Oder hat der Klub andere, höhere Ambitionen?

Dass im Sommer 15 Spielerverträge auslaufen, kann so auch zur Chance für den HFC werden. Gegner 1860 darf da durchaus ein stückweit als Vorbild dienen. (mz)

Den Autor erreichen Sie unter benjamin.binkle@mz.de

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