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Wann steht Torsten Ziegner wieder als Coach an der Seitenlinie?

Foto: imago images/Jan Huebner


02.02.21, 09:01 Uhr
Trainerwechsel in der 3. Liga Ziegner und Atalan sind weiter außen vor

Köln, Kaiserslautern, Duisburg: Gleich mehrere Vereine tauschen in der 3. Liga derzeit ihre Trainer aus.
Doch für die ehemaligen HFC-Coaches Torsten Ziegner und Ismail Atalan gibt es offenbar keine Nachfrage.
HALLE (SAALE)/KAISERSLAUTERN
Wie sich Torsten Ziegner dieser Tage fühlt, ist nicht bekannt. Doch es ist davon auszugehen, dass der ehemalige Trainer des Halleschen FC sein Smartphone jetzt erst recht nicht aus den Augen lässt. Einen Anruf von seinem Kumpel Bernd Schneider, dem ehemaligen Fußball-Nationalspieler und aktuell im Beratergeschäft tätig, möchte er keinesfalls verpassen.

Schließlich sind in der dritten Liga - und auch eventuell bald in der zweiten Bundesliga - einige Trainerposten vakant. Womöglich tut sich da eine neue Jobchance für den Jenaer auf.

In gut drei Wochen - am 24. Februar - jährt sich die Freistellung des Fußballlehrers beim Halleschen FC. Der rot-weiße Klub hatte im Winter 2020 die Reißleine gezogen. Nach acht sieglosen Spielen war der HFC von der Tabellenspitze in Richtung Abstiegszone gestürzt.

Torsten Ziegner seit fast einem Jahr ohne Trainerjob
Aus dieser vermaledeiten Spirale hatte der 43-Jährige einfach keinen Ausweg gefunden. Platz vier in der Spielzeit davor, Hochachtung für monatelang begeisternden Offensivfußball seit seinem Amtsantritt im Sommer 2019 - alles spielte keine Rolle mehr. Weil einfach der Erfolg fehlte.

Und offenbar hängt ihm immer noch etwas Ballast an. Als am Montag der 1. FC Kaiserslautern in den letzten Zügen bei der Verpflichtung eines neuen Cheftrainers lag, kam die Meldung, Ziegner sei ein heißer Kandidat. Am Nachmittag hatte sich das Gerücht aufgelöst: Marco Antwerpen, davor glücklos für nur fünf Spiele beim Zweitliga-Schlusslicht Würzburger Kickers, ist der neue Übungsleiter bei den abstiegsbedrohten „Roten Teufeln“.

Wieder eine unerfüllt Hoffnung für Torsten Ziegner, der im letzten Oktober schon einmal in Kaiserslautern in der Verlosung gewesen sein soll. Doch allzu viele Türen scheinen für den 43-Jährigen gerade nicht aufzugehen, oft wurde sein Name im Trainer-wechsle-dich-Spiel nicht genannt.

HFC hat keine Anfragen für Torsten Ziegen vorliegen
Ein Angebot vom Regionalligisten Cottbus soll er ausgeschlagen haben, wie eines von Heimatverein Carl Zeiss Jena. Ziegner will zurück in den Profifußball. Eintracht Braunschweig hat sich angeblich mal nach ihm in Halle erkundigt. Doch aktuelle Anfragen sind beim HFC nicht eingegangen, wie Sportchef Ralf Heskamp bestätigte.

Vielleicht geht es ja trotzdem in diesem schnellen Geschäft alsbald ruckzuck. Viktoria Köln etwa war nach der Entlassung von Pavel Dotchev dieser Tage auch auf der Suche. Die Wahl fiel allerdings auf den ehemaligen Kölner Bundesliga-Profi Olaf Jansen. Der MSV Duisburg sucht noch einen Trainer. Dort ist angeblich Dotchev Top-Kandidat.

Der zweite ehemalige HFC-Coach der letzten Saison, Ismail Atalan, ist auch in der Verlosung. In Unterhaching wackelt Coach Arie van Lent. Mit Haching-Boss Manfred Schwabl kann Ziegner persönlich ganz gut. Vielleicht liegt Ziegners Zukunft ja auch beim 1. FC Magdeburg, wo Coach Thomas Hoßmang eigentlich seit Saisonstart mit dem Rücken zur Wand arbeitet. Es darf spekuliert werden.

Auch Ex-HFC-Trainer Rico Schmitt ist aktuell arbeitslos
Ziegner leidet zwar aktuell trotz der langen Tatenlosigkeit nicht an Armut, doch er, der permanent Ungeduldige, hätte gern eine Aufgabe, in die er all seinen Elan investieren kann. „Wenn es passt, kann es sofort losgehen“, hatte Ziegner in einem Interview gesagt. Der HFC hätte ihn - und Co-Trainer Michael Hiemisch und auch Atalan - seinerseits gern so schnell wie möglich endlich von der Gehaltsliste. Würde in Zeiten von Kurzarbeit und Gehaltsverzicht im Klub helfen.

Doch der Markt ist schwierig, gerade für Trainer aus dem Osten Deutschlands. Auch die ehemaligen HFC-Trainer und Ziegner-Vorgänger Rico Schmitt (zuletzt Jena) oder auch Stefan Böger (zuletzt China) wären zu haben. Beim Internetportal transfermarkt.de sind etwa 40 Trainer gelistet, die vor kurzem in den ersten drei deutschen Ligen arbeiteten und wie Ziegner nun das Telefon im Blick haben. (mz)

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Lukas Boeder (l.) im Duell mit Saarbrückens Sebastian Jacob
Foto: upho

HALLE IN DER EINZELKRITIK
Ein Joker glänzt, aber dreimal gibt‘s die Fünf


Von: STEN HORNIGveröffentlicht am
02.02.2021 - 10:06 Uhr
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Der Hallesche FC erkämpft gegen Saarbrücken ein 1:1 und zeigt dabei zwei völlig verschiedene Halbzeiten. Glänzen konnten dabei vor allem ein Einwechselspieler.

Der HFC in der Einzelkritik!

Kai Eisele (24): Erwischte zu Beginn einen echten Katastrophen-Start. Riesen-Glück, dass seine Fehlpässe in der 4. und 9. Minute nicht zum frühen Rückstand führten. Beim Gegentor schuldlos und auch nach der Pause mit einer starken Parade. BILD-Note: 4

Lukas Boeder (23/bis 45.): Der Rechtsverteidiger hatte keinen guten Tag, spielte Fehlpässe und kassierte in der 36. Minute unnötig Gelb. Die Folge: Trainer Florian Schnorrenberg nahm ihn schon zur Pause raus. BILD-Note: 5

Stipe Vucur (28): Der Abwehrchef war in der ersten Halbzeit nicht so sicher, wie gewohnt, hatte mehrfach Probleme mit den schnellen Saarbrückern. Nach der Pause der gewohnte Stabilisator. BILD-Note: 3

Sören Reddemann (24): Mega-Bock vorm 0:1, als er sich von Shipnoski den Ball völlig unnötig abnehmen lässt. Auch davor kam Saarbrücken immer wieder gefährlich über seine Seite. In der zweiten Halbzeit deutlich besser, meldete seine Gegenspieler dann fast komplett ab. BILD-Note: 4

Janek Sternberg (28/bis 58.): Der Linksverteidiger diesmal mit großen Problemen in der Defensive. Saarbrückens Angreifer ließen in mehrfach unglücklich aussehen. Setzte dazu wenig offensive Akzente. BILD-Note: 5

Antonios Papadopoulos (21): Zeichnete sich einmal mehr als Kämpfer aus. Versuchte besonders in der ersten Halbzeit immer wieder seine Mitspieler wachzurütteln. Stark auch im zweiten Durchgang. BILD-Note: 3?

Marcel Titsch Rivero (31/bis 58.): Völlig unauffälliges Spiel des Routiniers. Blieb neben Papadopoulos komplett blass. BILD-Note: 5

Braydon Manu (23): Wuselig, flink, eroberte viele Bälle auch in der eigenen Hälfte. Einzig der letzte Ball kam nicht an. Wie er in der 69. Minute aus zwei Metern neben das Tor köpfen konnte, weiß er vermutlich selbst nicht. BILD-Note: 3

Jonas Nietfeld (27): Der Kapitän war der beste Hallenser auf dem Rasen. Schon kurz vor der Halbzeit mit der größten Möglichkeit zum Ausgleich. Spielte viele gute Pässe und belohnt sich nach seinem Positonswechsel vor die Abwehr mit dem Tor. Ärgerlich: Bei einem Versuch einen Konter zu unterbinden, sieht er seine 5. Gelbe. BILD-Note: 2

Julian Derstroff (29/bis 79.): Nicht so auffällig wie Manu, aber trotzdem agil. Sein Knallhart-Schuss in der 2. Halbzeit wird im letzten Moment noch geklärt. BILD-Note: 3

Terrence Boyd (29): Der Torjäger machte Bälle fest, hatte in der ersten Halbzeit eine gute Kopfballchance (26.) und bereitete Nietfelds Ausgleich mit vor. BILD-Note: 3

Fabian Menig (26/ab 45.): Sah nur 28 Sekunden nach seiner Einwechslung Gelb. Sorgte aber für Sicherheit auf der rechten Seite und ließ fast nichts zu. Offensiv mit Steigerungspotenzial. BILD-Note: 3

Niklas Landgraf (24): Machte nach seiner Einwechslung ein starkes Spiel. Solide auf seiner Stammposition, und auch offensiv mit viel Gefahr. Hat kurz vor Ende sogar die Chance auf den Siegtreffer. BILD-Note: 2

Michael Eberwein (24): Als Joker wie immer fleißig und bemüht für Torgefahr zu sorgen. BILD-Note: 3

Julian Guttau (21/ab 79.) und Niklas Kastenhofer (22./ab 90.+4) blieben aufgrund ihrer späten Einwechslung ohne Bewertung.

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Der gebürtige Hallenser Toni Lindenhahn gehört seit 2009 ununterbrochen dem Profiteam des HFC an.
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imago images/VIADATA


Toni Lindenhahn bleibt HFC treu Welche Rekordmarke der Allrounder nun angreifen könnte

Von Fabian Wölfling 02.02.21 18:58



Der HFC hat den Vertrag mit Publikumsliebling Toni Lindenhahn bis 2023 verlängert.
Nun könnte Lindenhahn einen Rekord brechen.

Halle (Saale) -

Seine Wünsche für die berufliche Zukunft hatte Toni Lindenhahn bereits Mitte Dezember 2020 im Interview mit der MZ mit einem Augenzwinkern offenbart. Drei, vier Jahre, so veranschlagte die Kicker-Ikone des Halleschen FC damals, soll es noch weitergehen mit Fußball auf Profiniveau. Aber nur in Rot-Weiß! Das stellte der gebürtige Hallenser klar, als es um seinen auslaufenden Vertrag ging. „Ein Rentenvertrag wäre nicht schlecht“, scherzte Lindenhahn. „Ich will definitiv nicht mehr für einen anderen Verein spielen.“

Ein Rentenvertrag war es zwar dann nicht ganz, den der 30-Jährige am Dienstag unterschrieb. Aber ein großes Stück des geplanten Restweges als Kicker ist trotzdem gesichert. Bis 2023 verlängerte der HFC den Kontrakt mit seinem größten Publikumsliebling. „Toni verkörpert wie kein Zweiter den HFC, ist eine echte Identifikationsfigur und ein Teamplayer, der sich für den Klub zerreißt und Rot-Weiß im Herzen trägt“, ließ sich Präsident Jens Rauschenbach zitieren.

Bis Vertragsende zum HFC-Vizerekordspieler - und dann?

Zwar meldet sich der Körper nach elf Jahren als Profi immer häufiger mit kleineren Problemen - auch gerade muss Lindenhahn mit Beschwerden in den Knien pausieren -, wenn er aber fit ist, spielt er beim Klub seines Herzens immer noch eine wichtige sportliche Rolle. Mit den Jahren und als Folge eines Kreuzbandrisses hat sich der Außenbahn-Dribbler zu einem zuverlässigen Allrounder entwickelt. Ob Außenverteidiger, Flügelläufer oder Zehner - Lindenhahn spielt alles mit vollem Elan und häufig auch Klasse. In dieser Saison sind es bisher 13 Ligaeinsätze samt einer Tor-Vorlage.

Inzwischen schickt sich der Mann mit der markanten Irokesenfrisur sogar an, Vereinsrekorde zu brechen. Angefangen einst 2009 in der Regionalliga unter Coach Sven Köhler hat Lindenhahn in dieser Saison die Marke von 300 Pflichtspielen für den HFC durchbrochen. 309 Spiele verzeichnet „transfermarkt.de“. Damit stehen nur noch Vereinslegenden vor ihm: Dieter Strozniak mit 330 Spielen, Wolfgang Schmidt mit 338 und Uwe Lorenz, der auf 373 Pflichtspiele für den HFC kam. Steht Lindenhahn in seiner Vertragszeit regelmäßig auf dem Platz, rückt er an Position zwei vor. Ginge es weiter, kann er die Rekordmarke brechen.
Lindenhahn will HFC auch nach Spielerkarriere die Treue halten

Viel mehr als solche individuellen Meriten treibt die spielende Legende aber ein großes Ziel mit der Mannschaft an. Nach dem Regionalligaaufstieg 2012 soll es noch eine Ligaetage höher gehen. „Es bleibt mein Traum, mit dem HFC in die zweite Liga aufzusteigen“, bekräftigte er im Dezember im MZ-Interview noch einmal.

Am Dienstag freute sich Lindenhahn aber erstmal über die Vertragsverlängerung in unsicheren Corona-Zeiten. „Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass ich mich hier wohl fühle und meine Laufbahn in Halle ausklingen lassen möchte. Umso schöner, dass die Zusammenarbeit nun so früh und unkompliziert um zwei Jahre ausgeweitet wurde. Danach sehen wir weiter“, sagte er.

Längst überlegt Lindenhahn, wie er seinem HFC auch nach der aktiven Laufbahn verbunden bleiben kann. Ein Job im Marketingbereich reizt ihn, der Trainerjob dagegen weniger. Vielleicht macht sich Toni Lindenhahn aber auch noch ganz speziell um den Nachwuchs beim HFC verdient. Mit Frau Sally, geheiratet wurde 2019 natürlich im Erdgas Sportpark, ist ein Kind in Planung. (mz)

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Foto: Susann Friedrich

Nach Leihe von RB-Torwart Schreiber So denkt der HFC
über den Fan-Ärger

von: STEN HORNIG veröffentlicht am
02.02.2021 - 20:01 Uhr

Jetzt ist es offiziell: Torwart-Talent Tim Schreiber (18) wird bis Sommer 2022 von Bundesligist RB Leipzig ausgeliehen. Eine Vernunfts-Entscheidung nach der Verletzung von Nummer 1 Sven Müller (24/Oberschenkel).

Bei zahlreichen Anhängern des Halleschen FC sorgt die allerdings für Unverständnis. Mit einem Plakat vorm Fan-Haus machten einige schon Montagabend ihrem Unmut über den Deal mit den Sachsen Luft. Ihr Appell: „Keine Akzeptanz, keine Zusammenarbeit, kein Fußball mit RB!“

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Das Plakat der Halle-Fans gegen den Torwart-TransferFoto: upho

Sportchef Ralf Heskamp (55) steht trotzdem voll hinter dem Transfer. Er betont: „Für uns waren einzig die sportlichen Kriterien entscheidend. Nur weil Tim bei RB gespielt hat, ist er doch kein schlechter Mensch.“

Übrigens: Mit Fabian Bredlow (25) holte der HFC 2015 schon einmal einen Torwart aus Leipzig – und der wurde zum umjubelten Rückhalt...

HFC plant die Zukunft

16 Spieltage stehen in der aktuellen Drittliga-Saison noch aus. Der Hallesche FC plant trotzdem schon fleißig die nächste! Mit Toni Lindenhahn (30) konnten die Saalestädter am Dienstag den ersten von 16 Kickern halten, dessen Vertrag im Sommer ausläuft.

Das Klub-Urgestein, seit 2009 bei den Profis, verlängerte bis Juni 2023 und plant, beim HFC auch seine Karriere zu beenden.

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Toni Lindenhahn (l.) bei der Vertragsverlängerung mit Sportchef Ralf HeskampFoto: HALLESCHER FC

„Wir haben seinen Vertrag gewiss nicht aus nostalgischen Erwägungen verlängert, sondern aus Leistungsgründen“, sagt Sportchef Ralf Heskamp (55) und ergänzt: „Kaum jemand in unserem Kader hat die 3. Liga und die dort erforderlichen Tugenden so verinnerlicht wie Toni.“

Nach den stressigen englischen Wochen folgen jetzt die Gespräche mit dem Rest des HFC-Kaders. Heskamp: „Ziel ist es, den Stamm zu behalten, damit wir nicht wieder solch einen großen Umbruch haben wie im letzten Sommer.“

Neben den Leistungsträgern um Abwehrchef Stipe Vucur (28) und Kapitän Jonas Nietfeld (27) hat dabei auch die Verlängerung von Trainer Florian Schnorrenberg (43) Priorität.

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Niklas Landgraf

Foto: Holger John

04.02.21, 08:00 Uhr
Hallescher FC mit Luxusproblem Vier Profis streiten um zwei Plätze
Von Fabian Wölfling

HFC-Trainer Schnorrenberg kann es sich aussuchen, welchen Profi er aufs Feld lässt.
Vor allem auf den Außenverteidigerpositionen tobt beim Drittligisten ein Konkurrenzkampf.
Landgraf steht vor Rückkehr in Startelf.
HALLE (SAALE)
Es gibt Probleme, mit denen sich Trainer ganz gern rumschlagen. Etwa, wenn es mehrere Kandidaten für nur einen Startelfplatz gibt und entschieden werden muss, wer denn nun spielen darf. Ist zwar nicht immer einfach, mögen die Fußballlehrer aber trotzdem. Direkte Konkurrenz belebt ja auch das Fußballgeschäft, kitzelt mehr Leistung aus den Profikörpern.

Florian Schnorrenberg, Trainer des Halleschen FC, hat am Samstag beim Ostduell in Zwickau solche Entscheidungen zu treffen. Vor allem auf den Außenverteidigerpositionen tobt beim Drittligisten ein Konkurrenzkampf. Rechts streiten der nach Hüftproblemen wiedergenese Fabian Menig und Lukas Boeder, beides gestandene Drittligaprofis, um den Platz in der Viererkette. Links sind es die gleichermaßen erfahrenen Janek Sternberg und Niklas Landgraf.

Vier Profis mit ähnlicher Leistung
Leistungstechnisch ist das Quartett nah beieinander. Den Startelfzuschlag bekamen zuletzt aber Boeder und Sternberg. Gerade für Niklas Landgraf eine ungewohnte Situation. Über zwei Spielzeiten war der zuverlässige Sachse als Linksverteidiger beim HFC unumstritten. Der 24-Jährige wurde geschätzt für seine enorme Konstanz. Ein schlechtes Spiel von Landgraf? Gab es praktisch nicht.

In der Hinrunde geriet der Linksfuß aber doch mal in ein Tief und Sternberg verdrängte ihn. Von Beginn an spielte Landgraf 2021 erst einmal, auch beim 1:1 gegen Saarbrücken am Montag war er nur Joker. „Ich will natürlich immer spielen“, sagte Landgraf danach. „Aber ich muss auch die Leistung der anderen anerkennen. Sterni war zuletzt einfach besser in Form.“

Wechsel haben gut getan
Eine faire Bewertung. Sah gegen Saarbrücken aber nicht mehr so aus. Da hatte die Abwehrzange Sternberg/Boeder in der ersten Halbzeit massive Probleme, produzierte Ballverluste, lief den Gegenspielern hinterher. Erst mit Menig und Landgraf, beide kamen in der zweiten Halbzeit ins Spiel, wurde es stabiler. Der HFC rettete nach Rückstand ein 1:1. „Die Wechsel haben uns definitiv gut getan“, befand Schnorrenberg und verteilte ein Extra-Lob an Landgraf. „Ich bin sehr zufrieden mit seiner Leistung, er hat seinen Formanstieg in den letzten Trainingstagen bestätigt.“

Nicht erst nach diesen Worten erscheinen Startelfwechsel in Zwickau wahrscheinlich. Auch die Stärkenprofile der Spieler sprechen dafür. Boeder und Sternberg sind offensivfreudiger, überzeugen mit guten Flanken. Menig und Landgraf sind kampfstärker, legen den Fokus auf die Defensive. Bei den robusten Sachsen dürfte das mehr gefragt sein. (mz)

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Beim 2:0 für Zwickau im Hinspiel spielte Felix Drinkuth stark gegen seinen Ex-Klub.
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„Verliert sich nie ganz aus den Augen“ Drinkuth wäre im Derby gegen HFC gerne dabei

Von Christopher Kitsche 05.02.21 09:45



Felix Drinkuth war eine feste Größe beim FSV Zwickau, dann erkrankte er an Corona.
Ausgerechnet gegen Ex-Klub HFC könnte er nun auf den Platz zurückkehren.

Zwickau/Halle (Saale) -

Eigentlich lief es für Felix Drinkuth bei seinem neuen Verein prächtig. In zwölf von dreizehn Spielen stand der ehemalige HFC-Leihspieler in der 3.Liga für den FSV Zwickau bis Ende November auf dem Platz. Der Mittelfeldspieler fühlte sich wohl, stand voll im Saft. Dann aber erkrankte Drinkuth Anfang Dezember an Corona. Wie genau, ist unklar. Und plötzlich ging nicht mehr viel.

Dass das tückische Virus auch bei topfitten Profisportlern erhebliche gesundheitliche Folgen haben kann, erlebte der 26-Jährige am eigenen Körper. Sogar leichte Laufeinheiten strengten ihn extrem an. Drinkuth, der in seinem Leben schon zwei Marathons beendet hat, klagte plötzlich über akute Kopfschmerzen und Atembeschwerden.

Auch erhöhten Herzschlag stellte er bei sich fest. Selbst kleinste Bewegungen strengten ihn an, als wäre aus dem Profisportler über Nacht ein Rentner geworden. „Ich habe mir in dieser Zeit natürlich Sorgen gemacht“, sagt Drinkuth. „Man denkt darüber nach, wie es normalerweise sein sollte und wie es dann ist, wenn die Krankheit da ist.“
Felix Drinkuth: Drei Wochen Quarantäne wegen Corona

Nach drei Wochen in Quarantäne musste sich Drinkuth wieder Stück für Stück an seine alte Leistungsfähigkeit herantasten. „Mir ging es da ähnlich wie meinem Teamkollegen Yannik Möker, der auch an Corona erkrankt war. Wir waren nach intensiven Sachen schnell kaputt.“

Vergangenen Donnerstag dann aber die Erlösung: Drinkuth absolvierte ein Belastungs-EKG. Das Ergebnis: durchweg positiv. Zum ersten Mal trainierte er danach wieder voll mit der Mannschaft.

„Ich merke jetzt jeden Tag stetige Verbesserungen und habe nicht mehr so viel Sorge, dass langfristige Schäden zurückbleiben. Im Nachhinein habe ich wahrscheinlich sogar noch Glück gehabt, es gibt ja zum Beispiel Spieler aus der Bundesliga, die sich infiziert haben und noch länger ausfallen als ich“, sieht der beidfüßige Offensivmann noch das Glück im Unglück. Die restlichen Prozente sollen jetzt über Spielpraxis kommen.
Felix Drinkuth wäre gegen den HFC „gerne dabei“

Ob er die schon am Samstag (14 Uhr im Liveticker) im Ostduell gegen Ex-Verein HFC bekommt, ist aber offen: „Ich fühle mich gut und wäre gerne dabei. Das Wichtigste ist aber, dass ich laufend Fortschritt mache. Aber klar, es würde mich freuen zu spielen und einige bekannte Gesichter wiederzusehen.“

Der Kontakt zu den ehemaligen Teamkollegen ist intakt. „Man verliert sich nie ganz aus den Augen. Ab und zu schreibe ich mit Terrence Boyd, Julian Guttau oder Antonios Papadopoulos über Instagram.“ Und natürlich verfolgt Drinkuth auch, wie es sportlich bei den alten Kollegen läuft.
Zurück nach Corona: Felix Drinkuth muss sich beim FSV Zwickau gedulden

Ein „interessantes Spiel“ erwartet er deshalb am Samstag. „Auf die Ostderbys sind alle heiß. Für mich gibt es keinen klaren Favoriten. Auch tabellarisch liegen wir ja fast gleichauf.“ Der HFC ist mit 31 Punkten Zehnter, Zwickau mit 28 Punkten aber zwei Spielen weniger Elfter. Im Hinspiel gewannen die Sachsen 2:0, Drinkuth spielte stark.

Unabhängig davon, ob er nun auch im Rückspiel ran darf, blickt Drinkuth mit Zuversicht auf seine sportliche Situation nach der Corona-Infektion. „Mir wird immer noch die Zeit eingeräumt, die ich brauche. Und ich selbst will auch keinen Druck machen“, sagt er. „Im Moment spielt die Mannschaft gut und deshalb hat der Trainer keinen Grund zu wechseln.“ Aber durch die englischen Wochen, davon ist Drinkuth überzeugt, wird es noch genug Einsatzchancen für ihn geben.(mz)

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Terrence Boyd trifft vom Elfmeterpunkt zum 2:2 für den HFC.

Foto: imago images/VIADATA

06.02.21, 16:06 Uhr
HFC spielt 2:2 in Zwickau Die Querlatte verhindert Halles Derbysieg
Von Christoph Karpe


ZWICKAU/HALLE (SAALE)
In einem hart umkämpften und ereignisreichen Ost-Derby bringt der Hallesche FC einen Punkt vom FSV Zwickau mit: 2:2 hieß es nach 90 Minuten, in denen beide Teams ihre Siegchancen hatten.

Angstgegner? Zumindest suggeriert der Blick auf die Statistiken: Der HFC spielt nicht unbedingt gern gegen die Kämpfer aus Westsachsen. In den letzten drei Duellen blieben die Rot-Weißen sieglos. In gemeinsamen Drittligazeiten konnten sie sowieso noch nie in Zwickau gewinnen. Der letzte Auftritt in der Vorsaison kam mit einem 1:5 als Debakel daher

Doch diesmal, beim neuen Anlauf nach 2008 mal wieder bei den formstarken "Schwänen" (drei Siege in Folge) drei Punkte einzusammeln, wollten sich die Gäste kompakt und schnörkellos präsentieren. Den FSV quasi mit den eigenen Waffen schlagen, so war der Plan. Im Schneetreiben und auf tiefem Acker sicherlich ein angebrachter.

HFC mit neuer Abwehrkette in Zwickau

Dafür stellte HFC-Trainer Florian Schnorrenberg die Abwehr auf zwei Positionen um. Auf der linken Außenbahn kam diesmal Niklas Landgraf zum Zuge, der beim 1:1 am Montagabend gegen Saarbrücken eingewechselt worden war. Auf die Innenverteidiger-Position neben Stipe Vucur rückte überraschend Fabian Menig.

Hieß: Erstmals in dieser Saison stand Sören Reddemann nicht in der Startelf. Womöglich, weil er etwas überspielt gewirkt und deshalb fehlerhaft agiert hatte. Zwei unglückliche Aktionen hatten zuletzt den Gegnern zu Toren verholfen. Da Kapitän Jonas Nietfeld nach der fünften Gelben Karte gesperrt fehlte, trug Terrence Boyd, der elffache Saison-Torschütze, die Binde bei den schwarz gewandeten Gästen.

"Wir müssen von Beginn an da sein", forderte Schnorrenberg eingedenkt der schwachen erste Hälfte gegen den FCS. "Aufmerksam verteidigen und Umschaltsituationen erzwingen und zielstrebig zu Ende spielen", so die Marschroute.

Baydon Manu bringt HFC mit Traumtor in Führung

Und an die hielt sich sein Team - und belohnte sich schnell. Der HFC spielte sich gekonnt mit einem langen Ball nach vorn. Langraf war aufgerückt, eroberte die Kugel, bediente Braydon Manu und der nagelte sie aus 16 Metern unhaltbar zum 1:0 (10.) für den HFC unter die Latte des FSV-Tores. Sein erster Treffer nach der Rückkehr.

Die nächste gute Gelegenheit hatte Boyd (15.) nach Landgraf-Flanke - doch der Winkel bei der Direktabnahme war sehr spitz. Zwei Minuten später brannte es dann im HFC-Strafraum, nachdem es Querschläger (Boeder) gegeben hatte. Manfred Starke traf für Zwickau nur den Pfosten.

Der Ausgleich fiel in der 19. Minute. Im Zentrum des Mittelfelds wurde der FSV-Angriff nicht unterbunden. Der Ball kam auf außen und die blitzsaubere Flanke köpfte - wer sonst? - Ronny König zum 1:1 ein. Sein sechster Treffer in den Duellen mit dem HFC. Die HFC-Abwehr zeigte sich auch in der Folgezeit bei hohen Bällen unsortiert.

Stipe Vucur patzt beim Gegentor zum 1:2

Dann leistete sich Vucur einen kapitalen Bock, legte sich den Ball zu weit vor, verlor ihn 20 Meter vor dem Tor, weil er im Zweikampf zu spät kam. Der Ball kam zu Starke, und der bezwang Kai Eisele im zweiten Versuch zum 2:1 (28.) für die Gastgeber. Die einst so hoch gelobte HFC-Innenverteidigung war also erneut nicht wach und auf der Höhe. Auch sonst rang der HFC um Sicherheit. Zwickau blieb überlegen.

Und Schnorrenberg korrigierte sich angesichts des Durcheinanders. Er wechselte Reddemann (38.) ein und nahm den zentralen Mittelfeldmann Marcel Titsch Rivero - verwarnt und wirkungslos - vom Platz. Die Rochade: Reddemann übernahm für Menig, der rückte rechts raus. Boeder ging ins Mittelfeld. Feinheiten sollten dann in der Pause korrigiert werden, in die der HFC mal wieder mit einem Rückstand ging.

Stark angefangen, stark nachgelassen, individuelle Fehler produziert - würde sich der HFC wie zuletzt gezeigt in der zweiten Halbzeit aufrappeln und steigern können? "Wir müssen die Räume eng halten", sagte Co-Trainer Daniel Ziebig in der Pause bei Magentasport. Im Anschluss an eine Ecke (48.) hatten die Hausherren aber die erste Möglichkeit im zweiten Durchgang.

Manu holt den Elfmeter raus, Boyd verwandelt sicher

Doch dann glich der HFC per Elfmeter aus, den Boyd (53.) knallhart verwandelte. Zuvor war Manu ganz eindeutig per Foul von den Beinen geholt worden. Das hatte es genau so schon beim 1:1 in Ingolstadt zum fast identischen Zeitpunkt gegeben.

Weil Landgraf gefährlich nah am Rand einer gelb-roten Karte wandelte, kam Janek Sternberg beim HFC ins Spiel (56.). Der ließ sich dann einmal ausspielen (61.) und Eisele musste in der Folge einen Aufsetzer parieren.

Der HFC versuchte, sich mit langen Bällen eventuell eine Chance zu erarbeiten. Lange wenig zielführend. Und hätte Boyd nicht mit einer Sensations-Rettungstat per Grätsche auf der Line (67.) geklärt, wäre der HFC im Anschluss an einen Eckball erneut in Rückstand geraten.

Stipe Vucur scheitert in der Nachspielzeit an der Latte

Zwickau rannte danach an, der HFC verteidigte, versuchte Nadelstiche zu setzen. Beides gelang nur semi gekonnt. Knapp zehn Minuten vor dem Abpfiff brachte Schnorrenberg dann mit Julian Derstroff seinen zweitbesten Torschützen (sechs) aufs Feld - für Guttau. Der Neue flankte in die Mitte, dort landete der Ball bei Antonios Papadopoulos, dessen etwas lascher Distanzschuss fand aber nicht den Weg zum Tor, weil Michael Eberwein im Weg stand.

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Braydon Manu trifft zum 1:0 für Halle in Zwickau.

Foto: imago images/VIADATA

Defensiv stand der HFC zu diesem Zeitpunkt sicher. Als der Ball (87.) im FSV-Tor lag (Boyd) zählte das nicht als Treffer, weil Derstroff zuvor im Abseits gestanden haben soll. Beinahe wäre dann auf der anderen Seite ein Tor gefallen. Felix Drinkuth, Ex-Hallenser und eingewechselt, zog aus der Distanz ab - und knapp vorbei. Pech für den HFC dann in der dritten Minute der Nachspielzeit. Nach einer Sternberg-Ecke köpfte Vucur die Kugel ans Lattenkreuz.

So blieb das Fazit: Der HFC holte mal wieder einen Punkt in Zwickau, blieb im fünften Spiel in Folge ohne Niederlage. Doch weil dabei eben vier Remis waren, kommt er auch nicht so recht von der Stelle. (mz)

Statistik; FSV Zwickau - Hallescher FC 2:2 (2:1)

FSV: Brinkies - Godinho, Nkansah, Frick, Schikora - Schröter (46. Lokotsch), Könnecke (84. L. Jensen), Möker, Coskun (79. Drinkuth) - R. König (68. Willms), Starke
HFC: Eisele - Menig, Vucur, Boeder, Landgraf (57. Sternberg) - Papadopoulos, Titsch-Rivero (38. Reddemann) - Manu, Eberwein, Guttau (81. Derstroff) - Boyd
Schiedsrichter: Steven Greif (Gotha)
Tore: 0:1 Manu (10.), 1:1 R. König (20.), 2:1 Starke (28.), 2:2 Boyd (52./Foulelfmeter)
Gelbe Karten: Schikora (3) / Titsch-Rivero (4), Landgraf (5)

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Marcel Titsch Rivero

Foto: Holger John

09.02.21, 07:00 Uhr
Marcel Titsch Rivero HFC-Führungsspieler fehlt die Form
Von Fabian Wölfling


Gegen Zwickau ist der HFC schon zum dritten Mal in Serie durch einen Schnitzer in Rückstand geraten.
Mit Moral konnte der Club jeweils einen Punkt retten.
Wie Sportchef Heskamp die mauen Auftritte von Titsch Rivero bewertet.
HALLE (SAALE)
Den Montag verbrachte Ralf Heskamp, zeitgemäß, im Home Office. „Home“ im wahrsten Sinne des Wortes. Nach dem 2:2 des Halleschen FC im Ostduell der 3. Fußballliga in Zwickau am Samstag war der Sportchef in die Heimat nach Osnabrück gedüst. Am Dienstag soll es zurück nach Halle gehen. Wenn die Schneemassen es zulassen.

Seiner Arbeit kann der 56-Jährige ja aber auch vom Schreibtisch in Osnabrück nachgehen. Etwa die Geschehnisse in Zwickau nochmal in Ruhe auswerten. Was Heskamp ärgert: „Die leichten individuellen Fehler. Das zieht sich gerade wie ein roter Faden durch die Spiele.“ In Zwickau war es der eigentlich zuverlässige Abwehrchef Stipe Vucur, der vor dem 1:2 den Ball verdaddelte.

„Da sollten wir gedanklich besser auf der Höhe sein“, forderte Heskamp. Denn nun schon zum dritten Mal in Serie geriet der HFC durch einen Schnitzer in Rückstand, rettete jeweils mit Moral einen Punkt.

Marcel Titsch Rivero mit schwachen Auftritten in den vergangenen Wochen
Was dem Kaderplaner natürlich auch nicht verborgen blieb, war der missglückte Auftritt von Marcel Titsch Rivero. Der 31-Jährige fand nie in Spiel, musste Gelb-Rot-gefährdet schon nach 38 Minuten vom Feld. Nicht der erste schwache Auftritt des erfahrenen Mittelfeldmanns in den vergangenen Wochen.

Titsch Rivero, im Sommer als Führungsspieler verpflichtet, kann gerade seine Mitspieler nicht führen. Der Hesse mit spanischen Wurzeln lässt zwar immer wieder seine technische Klasse aufblitzen. Aber der 133-fache Zweitligaspieler verschleppt das Tempo, verliert zu oft den Ball im Spielaufbau. Auf der Doppelsechs fällt er gegenüber dem jungen Antonios Papadopoulos (21 Jahre) ab.

Für Heskamp ist das die Folge einer Verletzung in der Hinrunde. „Sein Saisonstart war sehr gut“, sagte er. „Aber nach den Knieproblemen im November hat er seinen Rhythmus noch nicht wiedergefunden.“ Auch die fehlende Geschwindigkeit in Titsch Riveros Spiel führt Heskamp auf die Zwangspause und den Verlust des Einsatzrhythmus zurück. „Er ist aber ein erfahrener Spieler, wird mit Spielpraxis bald wieder zu alter Stärke finden.“

Dafür muss Titsch Rivero aber auch weiter spielen dürfen. Nach den mauen Auftritten zuletzt ist es wahrscheinlich, dass am Samstag gegen Duisburg der nach Gelb-Sperre wieder zur Verfügung stehende Jonas Nietfeld Titsch Rivero verdrängt. Der Kapitän lief zwar zuletzt auch mal als Zehner auf, betonte aber, sich im Mittelfeld wohler zu fühlen. (mz)

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HFC-Trainer Florian Schnorrenberg.

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10.02.21, 07:00 Uhr
Schneemassen erfordern Improvisation Spiel HFC gegen Duisburg ist sehr gefährdet
Von Fabian Wölfling


Der Schnee bremst nicht nur den Verkehr sondern auch die Vorbereitungen des HFC auf das Spiel gegen den MSV Duisburg.
Noch türmen sich die Schneemassen im Erdgas Sportpark und deshalb ist die Ungewissheit groß, ob das Spiel am Samstag stattfinden kann.
Was Trainer Schnorrenberg im Vorfeld sagt und wie er seine Mannschaft fit hält.
BRACHBACH
Etwas mehr als vier Stunden, so berechnen es gängige Routenplaner, brauchen Autofahrer für die Strecke von Brachbach nach Halle. Normalerweise. Florian Schnorrenberg war am Dienstag erst nach sechs Stunden und viel Stress am Ziel. „Es war der Horror“, beschreibt der Trainer des Halleschen FC die Fahrt durch das Schneechaos von seinem Wohn- zurück an den Arbeitsort.

Der Ärger mit den Elementen ist für den Fußballlehrer damit aber noch lange nicht vorbei. Der 43-Jährige ist in dieser Woche als großer Improvisator gefragt. So verlegte Schnorrenberg das erste Training der Woche am Dienstag ins heimische Wohnzimmer. Fitnessübungen via Videochat standen für die Kicker auf dem Programm.

Eine brauchbare Spielvorbereitung ist das aber natürlich nicht. Am Mittwoch wird es daher eine Videoanalyse geben. Die Fehler und gelungenen Aktionen in Zwickau werden ausgewertet. Und auch Training mit dem Ball ist das Ziel. „Dafür suchen wir gerade noch eine passende Halle.“

Und danach? „Schauen wir von Tag zu Tag“, sagt Schnorrenberg mit wenig Optimismus. Training auf dem Platz ist angesichts der Schneemassen auch in den Tagen darauf nicht vorstellbar. Höchst fraglich daher auch die Austragung des Spiels gegen den MSV Duisburg am Samstag. Im Erdgas Sportpark türmt sich der Schnee. Den Platz zu beräumen, wäre aber fatal. Bei bis zu Minus 21 Grad in der Nacht würde der Rasen komplett gefrieren, wäre hinüber.

Bald neue Verträge für HFC-Spieler?
15 Spielerverträge, inklusive der Leihen von Braydon Manu und Laurenz Dehl, laufen beim HFC aus. Auch der Kontrakt von Trainer Florian Schnorrenberg endet. Viel Arbeit für Sportchef Ralf Heskamp. „Wir führen bereits Gespräche, wollen mit Leistungsträgern, die das Gerüst der Mannschaft bilden, zeitnah verlängern“, sagt der. Das kann auch passieren, bevor der Klassenerhalt mit 46 Punkten feststeht, betont Heskamp. „Auch mit dem Trainer befinden wir uns in Gesprächen. Allerdings sind Personalien wie Stipe Vucur oder Jonas Nietfeld davon unabhängig. Weil die jeder Trainer gern in seinem Team hätte.“ (mz)

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Terrence Boyd macht für den HFC regelmäßig den Unterschied.

Foto: Holger John


11.02.21, 08:01 Uhr
HFC-Stürmer im Interview Boyd: „Nur im Strafraum bin ich anderen Spielern voraus“

HFC-Torjäger Terrence Boyd spricht im Interview über das Potenzial des Teams und seine persönlichen Ziele in und nach seiner Karriere.
Mit einem Angebot des 1. FC Kaiserslautern hat sich Boyd im Sommer beschäftigt - auch aus privaten Gründen.
Außerdem verrät er, welcher Ex-Nationalspieler ihm als jungen Spieler erst zu seiner Karriere verholfen hat.
HALLE (SAALE)
Terrence Boyd ist nicht nur der Torjäger des Halleschen FC, sondern auch zweifacher Familienvater. Eliana Malia Raigan (4) und Amayah Sofia (1) halten den 29-Jährigen in Corona-Zeiten auf Trab. Beim Telefoninterview mit MZ-Reporter Fabian Wölfling machen sich die Töchter mehrfach lautstark bemerkbar.

Boyd erzählt dann auch erstmal von Schlittenfahrten mit der Familie. Er brettere dabei immer in die Büsche, witzelt er. Danach geht es aber ganz ernsthaft um Boyds Traum von der Torjägerkanone in der dritten Fußballliga, das Potenzial des HFC und den positiven Einfluss eines ehemaligen Bayern-Stürmers.

Terrence Boyd, am 16. Februar werden Sie 30. Wie feiern Sie den runden Geburtstag in Corona-Zeiten?

30 ist zwar eine Marke, weil du da langsam erwachsen sein solltest. Den Sprung habe ich aber immer noch nicht geschafft (lacht). Generell bin ich kein Geburtstagsfan, das war nie ein großes Ding bei mir, egal ob es der Achtzehnte war oder jetzt der Dreißigste. Also ist das mit Corona nicht schlimm, ich würde sowieso nicht ausgiebig feiern.

Bei Stürmern heißt es gern, dass sie sich ja mit einem Tor selbst beschenken können. Wenn die Witterung es zulässt, hätten Sie die Chance dazu am Samstag gegen den MSV Duisburg. Da ist vom 0:0 in der Hinrunde sowieso noch was gutzumachen. Wie oft haben Sie sich Ihre vielen vergebenen Großchancen nochmal angesehen?

Nicht oft. Die ersten ein, zwei Tage nach dem Spiel waren wirklich der Horror. Ich habe gedacht, was bist du dumm, du hättest mit Abstand Erster der Torschützenliste sein können. Da waren ja fünf Tore drin. Aber schlimmer war, dass wir die Partie nicht gewonnen haben. Mit dem nächsten Spiel habe ich das aber wieder vergessen. Daher ist es jetzt auch nicht so, dass ich denke, oh je, da kommt Duisburg, mein Angstgegner.

Dass es gegen den MSV auch anders geht, haben Sie 2019 gezeigt, als Sie mit einem 30-Meter-Fernschuss eines der schönsten HFC-Tore der vergangenen Jahre erzielt haben.

Das ist ein Karrierehighlight, ein schöneres Tor werde ich bestimmt nicht mehr schießen. Es ist also ein wenig Himmel und Hölle mit Duisburg.

Zuletzt agierte auch der HFC zwischen Himmel und Hölle, holte dreimal nach Rückstand noch einen Punkt. Nach dem 2:2 in Zwickau am vergangenen Samstag waren Sie aber nicht zufrieden, haben gesagt, dass viel mehr im Team steckt. Was haben Sie damit gemeint?

Erstmal ist es schön, nach Rückständen noch einen Punkt zu holen, aber das darf nicht unser Anspruch sein. Wir haben gerade die Krankheit, dass wir immer erst ein Gegentor brauchen, um richtig da zu sein. Das geht auf Dauer nicht gut. Generell sehe ich tagtäglich im Training, was die Jungs alle drauf haben. Daher weiß ich auch, dass wir noch Luft nach oben haben. Das ist etwas Positives. Wenn ich denken würde, dass wir gerade schon an unserer Leistungsgrenze wären, dann würde ich zum Trainer oder Sportchef gehen und fragen, was mache ich hier? Aber wir können es so viel besser, das macht mir Hoffnung.

Was fehlt aus Ihrer Sicht?

Entscheidend ist die Konstanz. Bei Jonas Nietfeld zum Beispiel weiß ich, selbst wenn der einen schlechten Tag hat, bekomme ich ein gewisses Maß an Verlässlichkeit. Bei einigen unserer jungen Spieler ist es dagegen wie beim Kniffeln, die Leistungen schwanken extrem. Das ist grundsätzlich völlig normal, bei mir war das genauso. Ich war als junger Spieler krass inkonstant, habe ein Spiel getroffen und dann drei Spiele lang kaum einen Ball festgemacht. Das hat sich erst geändert, als ich 23 Jahre alt war.

Wie haben Sie das geschafft?

Als ich bei Rapid Wien gespielt habe, war mein Co-Trainer der ehemalige Bayern-Stürmer Carsten Jancker. Dank ihm hat es Klick gemacht. Er hat mir gesagt, geh in die Box und mach da dein Ding. Jancker hat mir klar gemacht, was ich als Fußballer kann und was nicht. Ich habe auf der Außenbahn nichts zu suchen, weil ich nicht dribbeln kann. Aber im Strafraum, und wirklich nur da, bin ich anderen Spielern voraus. Darum geht es, sich darauf zu fokussieren, was macht mich stark und wie kann ich diese Stärken konstant ausspielen. Ich bin überzeugt davon, dass dieser Prozess bei jedem Spieler einsetzen muss. Jeder sollte wissen, was sein Job ist und den erledigen.

Sie selbst erledigen Ihren Job als Stürmer sehr gut, haben in dieser Saison bereits zwölf Tore erzielt. Nur Sascha Mölders von 1860 München liegt mit 13 Treffern vor Ihnen. Ist die Torjägerkanone Ihr Ziel?

Eine Kanone habe ich bisher noch nie gewonnen. Als Spieler der BVB-Amateure war ich 2012 mal nah dran, war zweitbester Schütze in der Regionalliga. Es wäre toll, so eine Trophäe mal zu gewinnen, auch weil ich mich gern messe. Aber das ist nur dann etwas wert, wenn auch das Team erfolgreich ist.

Sie sind bekannt dafür, solch klare Zielstellungen nicht zu scheuen. In der vergangenen Saison haben Sie das Ziel Aufstieg angesichts der zwischenzeitlichen Tabellenführung öffentlich vertreten. War das in der Rückschau ein Fehler, schließlich wäre der HFC nach einem krassen Negativlauf dann fast abstiegen?

Ich finde einfach, als Profisportler kannst du nicht mit dem Ziel Klassenerhalt in eine Saison gehen. Es muss doch dein Anspruch sein, das Maximum rauszuholen, also aufzusteigen oder zumindest oben dabei zu sein. Daher habe ich auch keine Angst davor, zu sagen, dass ich aufsteigen will. In der vergangenen Saison war aber das Problem, dass einige Spieler mit dem Druck nicht klargekommen und wir unerklärlich eingebrochen sind.

Und diese Saison?

Wir hatten ja schon ein paar Klatschen, daher wäre es vermessen vom Aufstieg zu reden. Lass uns jetzt erstmal die Punkte sammeln, damit wir den Klassenerhalt sicher haben. Aber es wäre trotzdem schön, in der Endphase der Saison nach oben schauen zu können. Wie gesagt, ich glaube, das Potenzial dafür haben wir.

Im vergangenen Sommer gab es Wechselgerüchte um Sie, mit einem Angebot aus Kaiserslautern haben Sie sich auch ernsthaft beschäftigt, dann aber doch den Vertrag beim HFC bis 2022 verlängert. Die richtige Entscheidung?

Meine Frau kommt aus Heidelberg, da sehen wir uns auch in der Zukunft. Deshalb habe ich mich mit Kaiserslautern beschäftigt, da bin ich ganz ehrlich. Aber uns geht es gerade sehr gut hier und ich empfinde es auch nicht als selbstverständlich, dass ich solch einen guten Stand beim HFC habe. Für mich ist der sportliche Erfolg entscheidend. Daher war die Entscheidung richtig. Jetzt will ich mit Halle das Maximum herausholen, darauf konzentriere ich mich.

Für den sportlichen Erfolg ist die Position des Trainers ganz entscheidend. Der Vertrag von Florian Schnorrenberg läuft im Sommer aus. Hoffen Sie auf eine Verlängerung?

Auf jeden Fall. Er bringt eine ungemeine Ruhe rein, ist sehr detailversessen. Entscheidend ist aber die menschliche Komponente. Ich befasse mich sehr damit, was einen guten Trainer ausmacht, weil ich gern nach der Karriere als Coach im Jugendbereich arbeiten würde. Taktisch sind alle Trainer in Deutschland sehr gut ausgebildet. Aber berührt er dich auch menschlich, erreicht er jeden Spieler? Das macht den Unterschied. Und das hat Florian Schnorrenberg, das hat auch Ziebe (Anm. d. Red.: Co-Trainer Daniel Ziebig). Sie sind ein gutes Team und wir könnten alle froh sein, wenn sie bleiben. (mz)

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Niklas Kastenhofer und Jan Shcherbakovksi (v.r.) sind momentan oft nur Bankdrücker.

Foto: imago images/Picture Point


HALLESCHER FC Hallescher FC: Talente Kastenhofer, Shcherbakovski und Dehl hinten dran
12.02.21, 08:02 Uhr
Harte Zeiten für Talente Warum die HFC-Youngster aktuell keine Rolle spielen
Von Christopher Kitsche und Fabian Wölfling


Sie sind vielversprechende Talente, aber Jan Shcherbakovksi, Laurenz Dehl und Niklas Kastenhofer spielen wenig beim Halleschen FC.
Das sorgt für Frust bei den jungen Kickern, die mit der schwierigen Situation umgehen müssen.
Trainer Florian Schnorrenberg erklärt, warum einige Profis aktuell hintendran sind - und wie sie das ändern können.
HALLE (SAALE)
Die Profis des Halleschen FC lernen in dieser Woche erzwungenermaßen die Vorzüge des Hallentrainings kennen. Durch die Schneemassen in Halle sind normale Fußballeinheiten unmöglich. Muss jetzt auch nicht mehr dringend sein. Das für Samstag angesetzte Spiel der dritten Liga gegen den MSV Duisburg wurde am Donnerstag aufgrund der Witterung abgesagt.

Trotzdem müssen die Kicker ja in Form bleiben. Also ging es am Mittwoch zum Basketballspielen in die Erdgas Arena, am Donnerstag standen Sprinttests in der Brandbergehalle an.

HFC: Jan Shcherbakovski spielt kaum eine Rolle
Auch die Jungprofis im Team zogen fleißig mit. Obwohl die Situation beim HFC für sie derzeit äußerst schwer ist. Etwa für Jan Shcherbakovski. Der Dribbler hat in dieser Spielzeit erst vier Spiele absolviert, kommt auf nur 56 Minuten Spielzeit. Zuletzt war der weißrussische Juniorennationalspieler sogar oft gar nicht im Kader. Durch die Winterleihe von Braydon Manu ist das Talent in der teaminternen Hierarchie weiter nach unten gerutscht.
Trotz der sportlich schwierigen Situation bleibt Shcherbakovksi aber zuversichtlich: „Das Einzige, was ich in dieser Situation machen kann, ist immer Vollgas zu geben. Ich mache jeden Tag Extrastunden und hoffe einfach auf meine Chance“, sagt der 19-Jährige.

In einem Bereich sieht Shcherbakovksi besonderen Steigerungsbedarf. „In der dritten Liga geht es sehr robust zu. Ich will deshalb körperlich noch zulegen, daran arbeite ich auch täglich.“ Außerdem bringe das Reservistendasein auch einen Lerneffekt mit sich. Davon ist Shcherbakovksi überzeugt.

HFC-Talent Niklas Kastenhofer ist „sehr unzufrieden“ mit seiner Einsatzzeit
„Das gehört zum Fußballerleben dazu. Es ist besser, so etwas im jungen Alter zu erleben, als mit 26 oder 27 Jahren. Ich weiß dann, was auf mich zukommt. Das Leben als Profifußballer ist anders als das als Jugendfußballer. Man muss sich manchmal durchkämpfen.“

Eine Devise, die so auch für Laurenz Dehl gilt. Der talentierte Leihzehner von Union Berlin kämpft nach starkem Saisonstart darum, wieder seine Form zu finden. In diesem Jahr durfte der 19-Jährig erst zehn Minuten ran.

Auch für Niklas Kastenhofer ist die Situation schwierig. Der 22-jährige Mann aus der eigenen Jugend stand in der Vorsaison noch in 15 Spielen auf dem Feld, kam auf 1.119 Einsatzminuten. Nach mehr als der Hälfte der aktuellen Spielzeit sind es nun zwei Einsätze und 80 Minuten. „Ich bin damit natürlich sehr unzufrieden“, sagt der Verteidiger. „Auch weil ich überzeugt davon bin, dass ich die Qualität habe, um von Anfang an zu spielen.“

Florian Schnorrenberg versteht den Frust seiner Talente
Aber in der Abwehr ist die Konkurrenz hochklassig. Auf der Rechtsverteidigerposition stehen Lukas Boeder und Fabian Menig vor ihm. In der Innenverteidigung sind Stipe Vucur und Sören Reddemann gesetzt. Die Aussichten auf Einsätze sind schlecht. „Ich kann nur weiter mein Bestes geben und auf eine Chance hoffen“, sagt Kastenhofer. „Ich bin auch weiter glücklich in Halle. Aber ich bin immer noch ein junger Spieler, brauche Spielzeit.“

HFC-Trainer Florian Schnorrenberg versteht, dass die Situation für seine Jungprofis nicht einfach ist. „Für einen jungen Spieler ist es jede Woche hart, draußen zu bleiben“, weiß er. Bei der Kadergröße, 29 Profis sind es insgesamt, sei es aber nun mal so, dass manche Spieler nicht zum Einsatz kommen können. Dazu könnten sich die Talente durch die vielen englischen Wochen im Training derzeit kaum anbieten.

Die wenigen Einsatzminuten seien daher auch kein Zeichen von Unzufriedenheit, betont Schnorrenberg. „Wir sind froh, dass sie bei uns sind“, sagt der 43-Jährige. „Jan Shcherbakovksi etwa ist sehr fleißig und legt Extraschichten ein, aber gerade auf seiner Position ist die Konkurrenzsituation mit Spielern wie Marcel Titsch Rivero und Michael Eberwein sehr groß. Dazu haben wir in der Winterpause noch Braydon Manu dazu geholt.“
Schnorrenberg ermuntert Talente: „Dürfen einfach die Geduld nicht verlieren“
Auch Laurenz Dehl gehe sehr positiv mit der Situation um. Niklas Kastenhofer habe in der ersten Phase der Saison immer wieder mit Verletzungsproblemen zu kämpfen gehabt. Die gesetzten Verteidiger hätten es zudem mit den vielen Zu-Null-Spielen, acht sind es schon, gut gemacht.

„Wir haben immer wieder Gespräche mit den Spielern“, sagt Schnorrenberg. „Sie dürfen einfach die Geduld nicht verlieren und müssen im Training Leistung bringen. Ich bin überzeugt, dass jeder Spieler, der hart arbeitet auch belohnt wird.“ Das klingt wie ein Versprechen. (mz)

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HFC-Trainer Florian Schnorrenberg klatscht mit Stürmer Michael Eberwein ab.
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Drei interessante Fakten Was die Statistiken über die HFC-Saison verraten

15.02.21 08:00


Halle (Saale) -

Der Ausfall der für Samstag angesetzten Drittliga-Partie gegen den MSV Duisburg wegen Unbespielbarkeit des Platzes ermöglicht Raum für Analysen: Was sagen die Zahlen über die bisherige Saison des Halleschen FC in der 3. Fußballliga? Die Daten des Anbieters „Wyscout“ liefern Einblicke:

1. Pech im Abschluss

Mit 32 Punkten und 29:35-Toren steht der HFC auf Platz zehn der Tabelle. Die tatsächlichen Leistungen spiegelt das recht gut wider. Sagt der Blick auf die „Expected Goals“. Anhand diverser Faktoren, wie Torentfernung oder Anzahl der Gegenspieler im Weg, wird die Erfolgswahrscheinlich einer Torchance errechnet.

35 Gegentore hat der HFC kassiert, 34,43 ist der „Expected Goals“-Wert. Die Gegner haben also fast genau die erwartbaren Tore erzielt. Offensiv hat der HFC dagegen einen Wert von 33,54, hat also beim realen Wert (29) Tore liegengelassen. Richtig viel Pech oder Unvermögen hat Ligakonkurrent Unterhaching. Die Vorstadt-Münchner haben ein Torverhältnis von 24:35. "Expected Goals" weißt aber ein Verhältnis von 39,98 zu 32,05 aus.
2. Terrence Boyd ist der Fixpunkt

Beim Blick auf das Offensivspiel wird ein Angriffsmuster deutlich. Mit 45,6 Prozent Ballbesitz hat der HFC einen der geringsten Anteile der Liga. Nur Meppen und Zwickau sind noch weniger am Ball. Vorn liegt Aufsteiger Verl mit 59,8 Prozent.

Auch bei den gespielten Pässen ist der HFC mit 8.738 als Zwölfter in der unteren Tabellenhälfte. Mit 11.015 Pässen ist Unterhaching Erster der dritten Liga. Bei Dribblings sind die Rot-Weißen sogar Letzter mit 495. Mehr lange Pässe als der HFC (1.358) schlägt aber nur Wehen Wiesbaden (1.375). 211 dieser langen Pässe gehen auf das Konto von Innenverteidiger Sören Reddemann, er ist damit teamintern vorn.

Mit 396 Flanken liegt das Team auf Rang fünf. Heißt also: Der HFC setzt nicht auf ballbesitzorientierten Spielaufbau, sondern auf den schnellen, langen Ball in die Spitze. In den Strafraum kommt der Ball dann oft per Flanke. Verantwortlich sind dafür vor allem die Außenverteidiger. Mit 56 Flanken hat Niklas Landgraf teamintern die meisten Eingaben.

Der Flankenfokus hängt mit dem dominanten Zielspieler zusammen. Terrence Boyd hat mit 11,81 „Expected Goals“ nicht nur den höchsten Wert der Liga, er gibt mit 72 auch die meisten Schüsse ab. Insgesamt kommt der HFC auf 280 Schüsse, das ist der achtbeste Wert der Liga.
3. Viele Ballverluste

Das Vertrauen auf lange risikoreiche Pässe hat auch Folgen für die Verteidigung. Mit 2.896 hat der HFC nach Rostock (2.912) die meisten Ballverluste. Der Ball muss daher oft wiedererobert werden. 1.674 Defensivzweikämpfe hat der HFC geführt, ist damit Dritter. Aktivster Zweikämpfer ist Antonios Papadopoulos mit 152 Duellen. 1.222 Mal ist es gelungen, das Angriffsspiel des Gegners zu unterbrechen. Bestwert.

Oft müssen die Rot-Weißen aber auch zum Foul greifen. 319 sind der vierthöchste Ligawert. Mit 3,02 Fouls pro 90 Minuten ist Marcel Titsch Rivero auch der Spieler der Liga mit den meisten Fouls. 296 Schüsse lässt der HFC trotzdem zu, der mit Dresden viertschlechteste Wert der Liga. Gut, dass Stipe Vucur aufräumt. Der Abwehrchef wehrt pro Spiel 1,11 Schüsse ab, viertbester Ligawert, und gewinnt 68,42 Prozent seiner Kopfballduelle, fünftbester Ligawert. Den besten HFC-Zweikampfwert insgesamt hat Innenverteidigerkollege Reddemann mit einer Erfolgsquote von 67,69, bedeutet aber nur den 47. Platz ligaweit. (mz/fab)

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HFC-Trainer Florian Schnorrenberg.

Foto: imago images/Jan Huebner

16.02.21, 20:53 Uhr
„Es gibt keine Alibis“ Wie sich der HFC im Schnee auf Meppen vorbereitet
Von Christoph Karpe


Der HFC hatte am Wochenende winterbedingt frei.
Das Wetter hat auch die Trainingsplanung gehörig durcheinander gewirbelt.
Wie sich der HFC auf das nächste Spiel in Meppen vorbereitet.
HALLE/LEIPZIG
Drei Mannschaften mit je sieben Spielern kickten ein kleines Turnier, es gab ein paar Bewegungs- und Technikübungen - und das alles unterm Dach. Weil es im langsam auftauenden Halle auch am Dienstag noch keine Fläche gab, auf der annähernd Fußball-Training möglich war, wichen die Kicker des Halleschen FC den zweiten Tag in Folge nach Leipzig aus.

Trainer Florian Schnorrenberg und seine Mannschaft nutzten das Angebot von Regionalligist Lok Leipzig, dessen große Halle nutzen zu können. Das Ausweichquartier kam Geburtstagskind Terrence Boyd (wurde 30, Torwart Sven Müller 25) und den anderen Leipzigern rein fahrtechnisch entgegen.

HFC konnte tagelang nur eingeschränkt trainieren
Aber für einen Trainer sind diese Bedingungen höchst widrig. „Wir wollten und müssen ja mal wieder Einheiten mit dem Ball machen. Das war ja in der vergangenen Woche nicht möglich“, sagte Schnorrenberg hinsichtlich der zugeschneiten Flächen in Halles Stadtgebiet. Was auch den Lieblings-Ausweichplatz beim FSV Halle betraf. Doch schon am Freitag hat der HFC sein Drittliga-Spiel beim SV Meppen zu bestreiten.

Die zwangsweise auf ein Mindestmaß reduzierte Vorbereitung möchte Florian Schnorrenberg jedoch keineswegs lautstark beklagen: „Sie könnte besser sein. Aber wir müssen das Beste daraus machen. Es gibt keine Alibis.“

Nach dem Ausweichen nach Leipzig: HFC wieder vor Ort
Doch inzwischen deutet sich Besserung in Halle an. Die Spielflächen sind zumindest teilweise beräumt. Am Mittwoch will der HFC auf den FSV-Kunstrasen in Neustadt ausweichen. „Doch einen richtigen Trainingsrhythmus haben wir sicherlich erst im März“, sagt Schnorrenberg.

Um beim FSV trainieren zu können, ruft der HFC seine Fans am Mittwoch ab 8 Uhr dort zum Schneeschippen auf. (mz)

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HFC-Verteidiger Tobias Schilk unmittelbar nach der Verletzung im August 2019.
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Nach der Horror-Verletzung Wie HFC-Profi Tobias Schilk um seine Karriere kämpft

Von Fabian Wölfling 17.02.21 06:00



Seit 564 Tagen ist Tobias Schilk Patient statt Profi.
Auf dem Weg zurück erlitt er zuletzt einen heftigen Rückschlag.
Wie der Verteidiger seine Situation sieht.

Halle (Saale) -

Es gibt Daten, die vergisst ein Mensch nicht. Den eigenen Geburtstag zum Beispiel. Oder den Hochzeitstag, auch wenn da mancher Mann als Ausnahme die Regel bestätigen mag. Bei Tobias Schilk ist es ein äußerst finsterer Tag, den er auf Nachfrage mit der Geschwindigkeit eines krachenden Fernschusses verorten kann: 3. August 2019.

An diesem Tag, präzise in der 36. Minute der Drittligapartie gegen Chemnitz, war aus dem Fußballer Schilk jäh ein Patient geworden - mit einer fast einzigartigen Verletzung. Bei einem Zweikampf renkte sich der Verteidiger des Halleschen FC die Hüfte aus. Was im Fußball noch nie vorgekommen war. „Ich habe gegoogelt und zumindest keinen anderen Fußballer gefunden, der das hatte“, erzählt Schilk. Wie er später von einem Unfallchirurgen erzählt bekam, kommen solche Verletzungen eigentlich bei schweren Unfällen vor. Etwa wenn ein Auto mit 130 km/h auf der Autobahn in die Leitplanke kracht.
Tobias Schilk kämpft seit fast zwei Jahren um seine Kariere

564 Tage sind seit der schweren Verletzung vergangen. Der Patient kämpft seitdem darum, dass aus ihm wieder ein Fußballer wird. Unzählige Stunden hat der 28-Jährige in der Reha verbracht, besondere Episoden über Instagram mit aller Welt geteilt. Am 5. November 2019 konnte Schilk die ersten sehr mühsamen Schritte ohne Krücken machen. Am 25. März 2020 war eine erste lockere Joggingrunde auf der Peißnitz möglich.

Weitere Fortschritte konnten Trainingsgäste in Halle mitverfolgen. Im Mai 2020 machte der gebürtige Münchener in Turnschuhen erste Passübungen. Im Herbst kamen die Fußballschuhe dazu, Anfang 2021 sah es so aus, als könne Schilk sein Ziel, ein Einsatz in der dritten Liga, noch in dieser Saison erreichen. „Bis zum Mannschaftstraining hat aber noch ein Stück gefehlt“, verrät der Rekonvaleszent. „Bei Sprints und schnellen Richtungswechseln hatte ich Probleme.“
Tobias Schilk durch nächste Verletzung zurückgeworfen

Aber selbst dieser Zustand ist ja nicht mehr der Status Quo. Am 16. Januar, der HFC empfing da Bayern II, absolvierte Schilk mit dem Team die Erwärmung. „Plötzlich ist es mir in den Oberschenkel gezogen“, erzählt er. Wer so viel Zeit in der Reha verbringt, der lernt, auf Signale des Körpers genau zu achten. Also ging es zum MRT. Die niederschmetternde Diagnose: Sehnenanriss in der Oberschenkelmuskulatur. „Das war ein Schlag ins Kontor“, gibt Schilk zu. Zwölf neue Wochen Verletzungspause, neue Schmerzen, neue Mühen.

Ein heftiger Rückschlag, der die Frage aufwirft: Wie viele davon kann ein Mensch verkraften, bevor er aufgibt? Schilk weiß die Antwort nicht. Er will sie nicht wissen. Aufgeben, das Karriereende, ist für ihn noch keine Option. Doch er ahnt, dass es darauf hinauslaufen könnte. „Ich bin nicht naiv“, sagt er. „Natürlich beschäftige ich mich mit dem Gedanken, was passiert, wenn ich es nicht zurückschaffe.“ Im Fußballgeschäft möchte er bleiben. Konkreter sind die Pläne noch nicht.
Kann Tobias Schilk noch einmal auf den Platz zurückkehren?

Schilk will seine Energie auf die Reha fokussieren. „Vor dem Sehnenanriss verlief der Heilungsprozess gut, aus medizinischer Sicht sprach nichts dagegen, dass ich wieder auf den Platz zurückkehre“, erklärt er seine Zuversicht. Die treibt ihn an, weiterzuarbeiten. Er ist fast täglich im Erdgas Sportpark, macht Einheiten auf dem Ergometer, Krafttraining. Im März soll es ein weiteres MRT geben, dann hofft Schilk wieder mit dem Lauftraining starten zu können.

Ob, und wenn ja, wann er aber wieder als Spieler auf dem Platz stehen kann, das ist mehr denn je ungewiss. „Bei einem Kreuzbandriss gibt es Erfahrungswerte, aber meine Verletzung ist so eben noch nie dagewesen, um das zu prognostizieren, bräuchte ich eine Glaskugel“, sagt Schilk.
Saison 2020/21 ist für Schilk gelaufen

In dieser Saison wird es aber definitiv nicht mehr klappen. Was die Frage nach seiner Zukunft in Halle aufwirft. Im vergangenen Sommer verlängerte der HFC trotz Verletzung den Vertrag. Ein Zeichen der Anerkennung für einen verdienten Spieler. Seit 2016 spielt der Bayer bereits für die Rot-Weißen.

Ob es eine Wiederholung der großen Geste gibt, ist offen. Gespräche gab es noch nicht. „Das ist völlig legitim“, sagt Schilk. „Es gibt gerade viel wichtigere Themen als einen Spieler, der seit anderthalb Jahren verletzt ist.“ (mz)

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Am Vormittag beräumten freiwillige Helfer den Platz in Neustadt.
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Endlich zurück im Freien HFC-Fans schaufeln Trainingsplatz für Profis frei

Von Fabian Wölfling 17.02.21 20:02



Dank fleißigen Helfern sind für den Halleschen vor dem Spiel beim SV Meppen zwei Einheiten auf Kunstrasen möglich.
Wie die Rot-Weißen vorab die Partie im Emsland am Freitagabend einschätzen.

Halle (Saale) -

Terrence Boyd besitzt ein feines Gespür für die richtigen Sätze und Gesten in schwierigen Zeiten. Nach seinem Last-Minute-Derbysiegtreffer gegen Magdeburg im Januar hatte der Torjäger des Halleschen FC etwa vor der leeren Fantribüne gejubelt - als Gruß an die wegen der Coronapandemie ausgesperrten Anhänger.

Am Mittwoch meldete sich der „Zyklop“ nun bei Twitter zu Wort: „Vielen Dank an alle fleißigen Helfer die unsere Plätze vom Schnee befreien! Das ist nicht selbstverständlich und verdeutlicht mal wieder den Zusammenhalt beim Halleschen FC“, schrieb Boyd.
HFC-Bilanz gegen SV Meppen ist überragend

Rund 20 Vereinsmitarbeiter und Fans hatten am Mittwochvormittag den Kunstrasenplatz des FSV Halle in Neustadt zur Hälfte beräumt. So kann der Fußballdrittligist vor dem Spiel beim SV Meppen am Freitagabend (19 Uhr im Livetickert) zumindest zwei einigermaßen reguläre Trainingseinheiten absolvieren.

„Ich freue mich sehr darauf, wieder halbwegs normal zu trainieren“, stimmte auch Kapitän Jonas Nietfeld vor der ersten Einheit auf Kunstgrün in die positiv-dankbare Stimmung ein. „Wir haben mächtig Lust auf das Spiel und jetzt noch zwei Einheiten, um uns gut vorzubereiten.“ Thema widrige Bedingungen damit erledigt, Fokus auf das Sportliche.

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Umgeben von geräumten Schneemassen stand der HFC am Mittwoch nach anderthalb Wochen wieder im Freien auf einem Trainingsplatz.
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Da zeigt sich vorab ein überaus positives Bild für den Halleschen FC. In sieben Drittligaspielen gegen den Stolz des Emslands gab es für die Rot-Weißen noch keine Niederlage. Fünf Siege und zwei Unentschieden lautet die Bilanz. Im Hinspiel befreite sich die Mannschaft nach drei Niederlagen in Serie mit einem 4:1 gegen Meppen bravourös aus der Krise.
SV Meppen hat sich nach Fehlstart inzwischen stabilisiert

„Wir wissen, dass wir die Mannschaft schlagen können, gehen daher mit viel Selbstbewusstsein und Respekt in das Spiel“, sagte Nietfeld. „Aber das ist inzwischen auch eine halbe Saison her, Meppen hat sich gefangen, das wird sicher ein ganz anderes Spiel.“ Auch Trainer Florian Schnorrenberg hält wenig von der Historie. „Wir wollen die gute Statistik natürlich erhalten. Aber Meppen ist eine gefährliche Mannschaft, mit 90 Prozent können wir sie nicht schlagen.“

Dem 43-jährigen Fußballlehrer imponiert, wie sich der Gegner nach Horrorsaisonstart und einer einmonatigen Pause aufgrund diverser Coronafälle, im gesamten November spielte der SV nicht, in die Saison gekämpft hat. Unter der Regie des ehemaligen Nationalspielers Torsten Frings hat sich die Mannschaft bis auf den 13. Platz vorgearbeitet. „Das zeigt, wozu sie in der Lage sind. Vor allem im Umschaltspiel ist Meppen sehr gefährlich.“

Entscheidend, und dieses Mantra wiederholt Schnorrenberg in jeder Pressekonferenz, sei aber die eigene Leistung. Die ließ bei zuletzt drei Unentschieden defensiv zu wünschen übrig. Zu viele individuelle Fehler verhinderten ein wirkliches Fortkommen auf dem Weg zu 46 Punkten, dem Klassenerhalt. „Zu Saisonbeginn hatten wir viel Ballbesitz. Deshalb sind uns die Gegner höher angelaufen“, versuchte sich der Trainer an einer Erklärung. „Entscheidend ist, dass wir die richtigen Mittel wählen.“ Heißt: Bei Pressing bitte auch mal den befreienden langen Pass spielen.
HFC gegen Meppen ohne Lindenhahn, Sven Müller und Landgraf

Mit der Partie in Meppen geht der HFC nach vielen englischen Wochen auch in eine neue Saisonphase. Vorausgesetzt, es kommt aufgrund von Coronafällen nicht wieder zu Verlegungen, entspannt sich der Spielrhythmus auf eine Begegnung pro Woche. Mit Konsequenzen für die Profis: „Wir werden weniger rotieren in den nächsten Wochen, die leistungsstärksten Spieler werden häufiger auf dem Platz stehen“, kündigte Schnorrenberg an.

Es dürfte sich also schon in Meppen eine erste Elf herauskristallisieren. Fehlen werden dabei aber mit Sven Müller (Muskelbündelriss), Toni Lindenhahn (Knieprobleme) und Niklas Landgraf (5. Gelbe) drei potenzielle Stammspieler. (mz)

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HFC-Torjäger Terrence Boyd spielte von 2017 bis Januar 2019 in Darmstadt, das erste halbe Jahr unter Torsten Frings
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HFC-STAR UND MEPPEN-TRAINER
Was Boyd mit Frings wirklich verbindet


Von: SÖREN FIEDLERveröffentlicht am
18.02.2021 - 20:01 Uhr
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Wenn der HFC Freitag (19 Uhr) in Meppen antritt, wird es ein besonderes Wiedersehen geben: Halles Top-Torjäger Terrence Boyd (30) trifft SVM-Trainer Torsten Frings (44).

Bekannt ist: Boyd spielte 2017 unter Frings in Darmstadt, konnte aber auch dessen Entlassung zu Zweitliga-Zeiten nicht verhindern.

Was die Beziehung aber wirklich besonders macht, sind die Bremer Zeiten. Denn Boyd, der in der Weserstadt aufwuchs, war früher Frings-Fan!

Der Stürmer erklärt: „Als kleiner Junge bin ich natürlich auch einige Male ins Weserstadion gegangen. Das waren damals alles Idole für uns. Und da habe ich auch Frings zugejubelt.“

Jetzt das Wiedersehen als Gegner!

Boyd schätzt Frings sehr, als Mensch und als Trainer. Der HFC-Profi: „Er ist eine Marke. Durch seine Karriere versprüht er eine große Aura.“

Und er fügt mit einem Zwinkern hinzu: „Ich würde ihn als ,positives Arschloch‘ bezeichnen. Das ist wirklich gut gemeint. Sein Humor war genau mein Ding.“

Dass Frings in Darmstadt als Trainer gehen musste, wurmt Boyd heute noch: „Wir Spieler wollten, dass er seinen Job behält. Aber es lief einfach nichts mehr zusammen. Wir waren machtlos auf dem Platz.“

Frings hat mittlerweile in Meppen seinen Weg gefunden, führte das Team aus dem Keller. Boyd: „Er hat eine klare Idee, lässt Fußball spielen. Sie haben jetzt Auftrieb, und darauf müssen wir aufpassen.“

Gab es vorm Spiel Kontakt mit Frings? Boyd lacht: „Nein, lieber nicht. Er würde mich doch nur beleidigen...“

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Julian Guttau (l.) war im Hinspiel ein Aktivposten.
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HFC in Meppen gefordert Ohne Julian Guttau beim Lieblingsgegner

Von Christopher Kitsche 19.02.21 08:01




Vor dem Spiel am Freitagabend gibt es viele Parallelen zwischen dem SV Meppen und dem Halleschen FC.
Der HFC muss im Emsland auf zwei wichtige Spieler verzichten, ein Wiedersehen mit einem Ex-Profi fällt zudem wohl aus.

Halle (Saale) -

Montag und Dienstag Training auf Hallenkunstrasen bei Lok Leipzig, am Mittwoch dank Schnee schippender Fans eine Übungseinheit auf Kunstrasen-Terrain des FSV in Neustadt: Nach den wettertechnisch wilden Tagen vor dem abgesetzten Duisburg-Spiel, war in dieser Woche für den HFC auch kein idealer Rhythmus im Training möglich.

Trainer Florian Schnorrenberg wollte aber trotz der widrigen Bedingungen keinerlei Alibis hören. Denn es war ja nicht so, dass nur der HFC mit solchen Problem zu kämpfen hatte. Dem nächsten Gegner im Freitagabendspiel der dritten Liga (19 Uhr im Liveticker), dem SV Meppen, erging es ganz ähnlich.

Nicht nur, dass das für vergangenen Freitag angesetzte Auswärtsspiel bei Viktoria Köln abgesagt wurde, auch was das Training angeht, mussten die Emsländer improvisieren. Der Trainingsplatz des Drittligisten war nicht bespielbar.
SV Meppen weicht in die Halle aus

In Meppen wollte man deshalb auf den Kunstrasenplatz einer regionalen Amateurmannschaft, dem SV Union Meppen ausweichen. Da der aber ebenfalls komplett mit Schnee bedeckt war, entschied man sich wie beim HFC für eine Indoor-Lösung: Die Mannschaft von Trainer Torsten Frings trainierte in den vergangen Tagen in einem Sportleistungszentrum in der Kleinstadt Ochtrup, etwa 70 Kilometer von Meppen entfernt.

Am Mittwoch, dem Tag an dem die HFC-Spieler erstmals wieder draußen trainierten, kehrten auch die Meppener auf den Platz zurück. Die Parallelen gehen beim personellen Aderlass weiter: Beim HFC fehlt weiter Routinier Toni Lindenhahn, bei den Meppenern in Stefan Puttkammer nach einem Außenbandriss weiterhin ein erfahrener, ehemaliger FCM-Profi in der Innenverteidigung.
HFC in Meppen ohne Julian Guttau

Zudem muss HFC-Trainer Schnorrenberg auf Julian Guttau verzichten, der nach einen Schlag auf den großen Zeh nicht einsatzfähig ist. Auf Seiten des SVM fällt wohl Ex-HFC-Spieler Mike-Steven Bähre aus, der erst vor kurzem gegen den SC Verl sein Comeback gegeben hatte.

Die Bilanz in diesem Duell spricht indes klar für den hier ungeschlagenen HFC: Fünf Siege und zwei Unentschieden holte er gegen Meppen in der dritten Liga. (mz)

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Diskussionen bei den Kapitänen: Meppens Egerer und Halles Nietfeld haben nach dem HFC-Tor zum 1:1 Gesprächsbedarf.
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Diskussionen um HFC-Tor HFC verliert hitziges Spiel in Meppen

Von Christoph Karpe 19.02.21 21:02

Meppen/Halle (Saale) -

Der Hallesche FC kehrt ohne Punkte aus dem Emsland zurück. Am Freitagabend verlor der HFC zum Auftakt des 25. Spieltags mit 1:2 beim SV Meppen. Für Diskussionen sorgte der zwischenzeitliche Ausgleich des HFC durch Michael Eberwein.

Knapp zwei Wochen waren nach dem letzten 1:1 in der Liga beim FSV Zwickau vergangen. Zwei Wochen mit widrigen Trainingsbedingungen und dem darauf begründeten Spielausfall gegen Duisburg. Es stand also die Frage: Wie würde der HFC in Meppen in Schwung kommen, wann seinen Rhythmus finden, der ihn zuletzt zu fünf ungeschlagenen Spielen in Serie geführt hatte? Aber auch die Hausherren hatten seit dem 6. Februar Spielpause. Gleiche Voraussetzungen.
SV Meppen mit viel Respekt vor Terrence Boyd

Meppens Trainer Torsten Frings machte aus seinem Respekt vor den Gästen - der HFC hatte das Hinspiel souverän 4:1 gewonnen - keinen Hehl. „Halle ist stark“, sagte er und lobte explizit Zwölf-Tore-Stürmer Terrence Boyd: „Er ist ein super Stürmer, den wir nicht ins Spiel kommen lassen dürfen. Wir müssen verhindern, dass er gefüttert wird. Er kann den Unterschied ausmachen.“

Füttern soll den Stürmer vorrangig das Mittelfeld-Personal - und hier nahm HFC-Trainer Florian Schnorrenberg zwei Änderungen vor: Kapitän Jonas Nietfeld ersetzte nach seiner Gelb-Sperre wieder Marcel Titsch Rivero. Julian Derstroff durfte auf der linken Seite ran, weil dort Julian Guttau angeschlagen ausfiel. Den diesmal nach der fünften Gelben Karte gesperrten Linksverteidiger Niklas Landgraf ersetzte Janek Sternberg. In der Innenverteidigung war Sören Reddemann wieder von Beginn an gefragt (anstatt Fabian Menig).

Der HFC startete elanvoll und zeigte, dass er gewillt war, die drei Punkte mitzunehmen. Mit Pressing wurden Fehler provoziert. Das erste Schüsschen von Michael Eberwein (6. Minute) geriet aber harmlos, weil drucklos. Derstroff zog wenig später ab und traf die Brust des Meppener Keepers.
HFC gerät früh in Rückstand

Es folgte der Schock. Denn die Hausherren zeigten sich gnadenlos effektiv. Mit einem Diagonalball wurde die HFC-Abwehr ausgehebelt, links stand der aufgerückte Verteidiger Hassan Amin blank und schoss (10. Minute) zum 1:0 für Meppen ein. Wieder einmal hatte der HFC ein frühes Gegentor kassiert, mit der ersten Chance des Gegners.

Drei Minuten später hätten die Hallenser im Anschluss an eine eigene Ecke und einen Konter beinahe das zweite Tor bekommen. Und der etwa 30 Meter weit aus seinem Kasten heraus geeilte Keeper Kai Eisele hatte Glück, dass sein versuchtes Foulspiel, mit dem er Luka Tankulic aufhalten wollte, nicht mit einer Karte bestraft wurde. Ziemlich vogelwild, das Abwehrverhalten.

In der Folgezeit versuchte der HFC etwas mehr Struktur, mehr Kontrolle in sein ungestümes Spiel zu bringen. Doch bei Kontern blieb Halle anfällig. Eisele musste in der 23. Minute einen Schuss von Tom Boere parieren, wie auch den Distanzversuch von Tankulic (29.). Der HFC blieb derweil ungefährlich, weil in der Offensive die entscheidenden Pässe und Flanken viel zu unpräzise gerieten. Derstroff setzte in der 36. Minute mit einem Torschuss mal wieder ein Lebenszeichen.
Ausgleich von Michael Eberwein sorgt für Diskussionen

Und es gab kurz vor der Pause den reichlich kuriosen Ausgleich: Nachdem Boyd schmerzhaft getroffen im Meppener Strafraum lag, wollten die Hausherren das Spiel aus Rücksicht unterbrechen. Die an sich faire Geste geriet zum Rohrkrepierer, weil Abwehrmann Jeroen Al-Hazaimeh den Ball nicht wegschlug, sondern ihn Braydon Manu in die Füße tippte. Der kickte aber einfach weiter, passte zu Michael Eberwein und der traf in der 43. Minute zum 1:1.

Natürlich gab es danach heftige Diskussionen. Alles im Meppentrikot war wegen des Verstoßes gegen ungeschriebene Fairness-Regeln auf der Palme. Doch letztlich hatten sie völlig naiv den Ball quasi aufgelegt. An der Korrektheit des Tores bestand kein Zweifel. So schöpfte der HFC unter kräftiger Mithilfe des Kontrahenten wieder Hoffnung.

Meppen versuchte sich zu Beginn der zweiten Hälfte, die Wut und den Schock aus Köpfen und Füßen zu spielen. Der SVM erarbeitete sich erneut ein Übergewicht. In der 52. Minute strich ein Eckball nur knapp am HFC-Tor vorbei. Halles erste Großchance (59.) resultierte ebenfalls aus einem Eckball. Einen Aufsetzer-Kopfball von Stipe Vucur parierte Erik Domaschke kurz vor der Linie mit einem Reflex.
SV Meppen nutzt Druckphase zum Siegtreffer

In dieser Phase schien der HFC das Geschehen in den Griff zu bekommen, blieb offensiv jedoch wirkungslos. Die nächste gute Chance hatte Meppen. Boere (69.) traf nur den Außenpfosten. Zwei Minuten später erzielte er dann das 2:1, weil der HFC eine Situation nicht entschlossen klärte, der Ball dann Vucur an die Wade prallte und so dem blank stehenden Torschützen genau auf dem Fuß lag. Eisele hatte im Tor null Abwehrchance.

Wenig später leistete sich Jonas Nietfeld im Mittelfeld ein heftiges Foul, bekam völlig zurecht Gelb und wurde von seinem Trainer umgehend gegen Jannes Vollert ausgetauscht (74.). Zehn Minuten vor dem Ende kamen dann beim HFC für die gedachte Schlussoffensive auch noch Jan Shcherbakovski und Fabian Menig ins Spiel.

Die Gäste rannten verzweifelt an. Allerdings auch gehörig planlos, hoch und weit. So gab es auch nur kurz vor dem Abpfiff noch eine Tormöglichkeit für Boyd und Menig. Weil Domaschke hielt, setzte es nach fünf Spielen für die Rot-Weißen folgerichtig mal wieder eine Pleite. (mz)
Statistik: SV Meppen - Hallescher FC 2:1 (1:1)

SVM: Domaschke - Jesgarzewski, Osée (46. Bünning), Al-Hazaimeh, Amin - Egerer, Bähre (78. Evseev) - Guder, Tankulic (87. Andermatt), Hemlein (58. Krüger) - Boere (87. Bozic)
HFC: Eisele - Boeder (81. Menig), Vucur, Reddemann, Sternberg - Nietfeld (75. Vollert), Papadopoulos - Manu, Eberwein, Derstroff (81. Schtscherbakowski) - Boyd
Schiedsrichter: Max Burda (Berlin)
Tore: 1:0 Amin (10.), 1:1 Eberwein (44.), 2:1 Boere (71.)
Gelbe Karten: Guder (6), Tankulic (4), Egerer (3), Al-Hazaimeh (6) / Manu (1), Eberwein (3), Nietfeld (6)

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Re: Presseschau

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Enttäuschte HFC-Profis nach der Auswärtsniederlage beim SV Meppen.
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„Trügerische Lage“ nach Meppen-Pleite Der HFC ist ab sofort im Abstiegskampf

Von Christoph Karpe 22.02.21 08:02





Der Hallesche FC schaut nach der Pleite in Meppen nach unten in der Drittliga-Tabelle.
Kein Wunder: Die Mannschaft hat aktuell nur einen Punkt mehr als in der vorherigen Zittersaison.
Trainer Florian Schorrenberg ist sauer und die Mannschaft muss sich jetzt beweisen.

Halle (Saale) -

Die gröbste Enttäuschung hatte sich am Sonntag bei Ralf Heskamp gelockert. Was allerdings nichts daran änderte, dass seine Analyse der Fußball-Geschehnisse vom Freitagabend nun relativierend ausfiel.

Dieses 1:2 beim SV Meppen, die Art der Pleite im Drittliga-Duell, mündete beim Sportchef des Halleschen FC in knallharter Realität: „Bei einem Sieg hätten wir uns aus der unteren Hälfte raushalten können. Deshalb wäre er wichtig gewesen. Jetzt aber geht vordergründig gegen den Abstieg“, sagte er und: „Wenn die Mannschaft 100 Prozent Leistung bringt, können wir gegen jeden Gegner gewinnen, wenn nicht, dann gegen alle Mannschaften auch verlieren.“ So wie am Freitag.

Heskamp verwies auf den Stand: „Die Tabelle und Platz zehn sind trügerisch - wegen der vielen Nachholspiele. Wenn die Teams hinter uns anfangen zu gewinnen, können wir ganz schnell abrutschen. Wir müssen höllisch aufpassen“, sagte Heskamp und nahm damit die Mannschaft in die Verantwortung.
Immer wieder lange Bälle statt Spielaufbau beim HFC

Von den Profis war eben am Freitagabend nicht jeder an sein Limit gegangen. Die Abwehr hatte im Zentrum vor einem diesmal untadeligen Torwart Kai Eisele noch halbwegs funktioniert. Im Mittelfeld kämpfte Antonios Papadopoulos in bekannter Manier. Braydon Manu versuchte viel, doch es gelang wenig. Und vorn Stand Mittelstürmer Terrence Boyd in Ermangelung von verwertbaren Zuspielen kopfschüttelnd auf verlorenem Posten.

Das Kreisklassen-Stilmittel, den Ball hoch und weit nach vorn zu schlagen, sah unschön aus und erwies sich als untauglich, die Abwehr des Gegners auszuhebeln. Wieder einmal. Doch wenn im Mittelfeld ein großes Präzisions- und Kreativitätsmanko herrscht, wie es beim HFC der Fall ist, dann bleibt eben Spielkultur zwangsläufig auf der Strecke. Wenn es dann noch phasenweise an Einsatz mangelt, dann muss sich die Mannschaft auch nicht über die langsam bedrohliche Situation wundern.
HFC hat die gleiche Punktzahl wie 2020

Die Fakten: Der HFC hat in den fünf Spielen der Rückrunde nur sechs Punkte geholt - genauso viele wie nach dem Meppen-Spiel (4:1-Sieg) in der Hinrunde. Von den Spielen seit dem 14. Spieltag wurden nur zwei gewonnen. Zum Vergleich: In der dramatischen Schwächephase der Zittersaison 2019/20 wurden ab dem 14. Spieltag in den nächsten zehn Duellen sieben Punkte geholt.

Diesmal sind es im gleichen Zeitraum zwar elf Zähler, aber weil das Polster aus der frühen Saisonphase nicht so prall war, hat der HFC genauso viele Zähler wie nach 24 Spielen im Februar 2020. Nach dem 25. Spieltag war Trainer Torsten Ziegner - nach einem 3:5 gegen Unterhaching am 23. Februar - gefeuert worden. Nüchtern betrachtet: Der HFC ist keinen Schritt vorangekommen.
Florian Schnorrenberg findet deutliche Worte für HFC-Leistung

Kein Wunder also, dass Florian Schnorrenberg energisch wird, um ein weiteres Abrutschen - das hatte es in der Vorsaison in den fünf Spielen unter Ismail Atalan (ein Punkt) gegeben - zu verhindern. Auf der Pressekonferenz nach dem ernüchternden Spiel am Freitagabend, ließ sich an der Wortwahl des stets freundlichen Zeitgenossen die innere Erregung abhören: „Ich bin sehr, sehr enttäuscht“, „in Summe viel zu wenig“, „ein Unentschieden wäre unverdient gewesen“, „mit der Form von heute wird es ganz schwer, dreifach zu punkten“, „das ärgert mich sehr“, waren die Worte, die er wählte und wollte dann erst einmal „runterkommen“. Den Puls beruhigen.

Womöglich ist dem 43-Jährigen das gelungen. Aber eines wird die Konsequenz sein: Florian Schnorrenberg wird seine Spieler härter rannehmen müssen, möglicherweise die taktische Ausrichtung ändern - und vielleicht auch einigen der Spieler, die ihn enttäuscht haben, eine Denkpause geben. Nächster Gegner ist am Sonnabend der VfB Lübeck - es wird ein Duell im Abstiegskampf. (mz)

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HFC-Trainer Florian Schnorrenberg hat noch Vertrag bis SaisonendeFoto: PICTURE POINT


Nach Trainer-Wut bei Halle Diese HFC-Stars
müssen jetzt zittern


von: SÖREN FIEDLER veröffentlicht am
22.02.2021 - 20:00 Uhr

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Der erste Trainingstag nach der Trainer-Wut! Am Montag kehrte der Hallesche FC auf den Rasen zurück. Bis zum Samstagsspiel gegen den Letzten Lübeck wird intensiv trainiert.

Florian Schnorrenberg (43) war nach dem Pleiten-Ausflug nach Meppen wieder besser gelaunt: „Wichtig ist, dass wir wieder auf einem normalen Platz trainieren können. Kunstrasen tut vielen nicht gut. Wir werden die Zeit jetzt nutzen, um intensiv zu arbeiten.“

Denn: Der Trainer erwartet eine Reaktion! Das 1:2 wurmte ihn, was er auch nach außen trug. Jetzt sind die Spieler gefragt. Vor allem einige Stammkräfte, die nicht überzeugten stehen unter Beobachtung. Das Defensivverhalten war phasenweise unterirdisch. Immer wieder tauchte der Gegner in Überzahl auf.

Was den Trainer besonders ärgerte: „Das beginnt beim Pressing. Zehn Minuten sind wir gut angelaufen, danach waren wir nicht mehr konsequent.“

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Der Vertrag von Sören Reddemann läuft noch bis 2022Foto: Getty Images


Was folgte: Viele Stellungsfehler in der Abwehr. Janek Sternberg und Sören Reddemann wurden oft überspielt. Auf der rechten Seite stimmte die Abstimmung zwischen Lukas Boeder und Braydon Manu nicht immer. Zu viele Lücken klafften zwischen Mittelfeld und Abwehr. Diese Stammspieler wackeln!

Alternativen sind da: Jannes Vollert, in Meppen eingewechselt, steht für die Innenverteidigung bereit. Niklas Landgraf hat seine Gelb-Sperre abgesessen. Und in der Offensive wartet Laurenz Dehl seit längerem mal wieder auf einen Startelf-Einsatz...

Papadopoulos bricht Einheit ab

Kleiner Schreck beim Montagstraining! Abräumer Antonios Papadopoulos (21) musste die Einheit vorzeitig abbrechen – ein eingeklemmter Nerv im Rücken.

Trainer Schnorrenberg hofft, dass die Probleme schnell wieder verschwinden. Denn auch Defensivmann Marcel Titsch Rivero (31) fehlte. Der Routinier ist erkältet und plagt sich mit Schmerzen am Sprunggelenk herum.

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