Presseschau

z.B. Presseschau und Stadion...
Helga
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mirkow
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MZ+

"Das spricht für das Team"
Hallescher FC Trainer Sreto Ristic zieht im Gespräch mit der MZ eine Bilanz des Trainingslagers in Polen. Was ihm gefällt, wo es bis Saisonstart Luft nach oben gibt.
Von Christopher Kitsche

Opalenica/MZ - Sieben, bewusst kräftezehrende, Trainingslagertage liegen hinter den Fußballern des Halleschen FC. Am Sonntagvormittag ging es für die Drittliga-Profis zurück in die Heimat. Zuvor hatten Mannschaft und Betreuerstab bei einem abendlichen Barbecue unweit des Hotels das Camp im polnischen Opalenica ausklingen lassen.

Ein Testspiel gegen eine gemischte Mannschaft aus Spielern der ersten und zweiten Auswahl von Pogon Stettin hatte der HFC zuvor mit 3:2 gewonnen. Die Tore schossen Tunay Deniz, Besar Halimi und Tom Baumgart.

Nach dem Testspiel und vor dem Mannschaftsabend zog Sreto Ristic im Gespräch mit der MZ eine Bilanz des Vorbereitungscamps, gab einen Einblick in seine personellen Überlegungen und benannte die weiteren Planungen bis zum Saisonstart.

Der HFC-Trainer über...


...seine Eindrücke von der Woche in Polen:

"Wir haben in den Wochen zuvor sehr intensiv im Kraft- und Ausdauerbereich gearbeitet. Daran haben wir hier angeknüpft und einige taktische Elemente mithereingebracht. Die Bedingungen in Opalenica waren top, wir konnten an einigen Inhalten arbeiten. Der Eindruck von der Mannschaft ist durchweg positiv, wohlwissend, dass in der derzeitigen Phase der Vorbereitung noch nicht alles sitzen kann. Wir sind überglücklich, dass es kaum Verletzte gab, bis auf Jordi Wegmann haben wir im abschließenden Test alle auf dem Platz gehabt. Das ist sehr positiv und bei Jordi ist es wahrscheinlich auch nichts Ernstes, nur eine leichte Entzündung im muskulären Bereich."

...die Chemie der Mannschaft auf und neben dem Platz:"Für die Vergangenheit kann ich nicht sprechen, aber das, was wir hier mit einigen neuen Jungs erreicht haben, ist sehr, sehr gut. Alle Zugänge sind voll integriert, sogar bei den Jungs, die wir hier zum Probetraining da hatten, war das so. Man hat kaum gemerkt, ob jemand länger oder nur ein, zwei Wochen bei uns ist. Das spricht natürlich für die Mannschaft."

...Bereiche, in denen noch Verbesserungsbedarf besteht:
"Im Spiel gegen Pogon Stettin hatten wir eine gewisse Geradlinigkeit. Das ist aber nicht genug. Aus den Chancen, die wir hatten, hätten wir zwei bis drei Tore mehr schießen können. Andererseits hätten wir auch noch ein bis zwei Gegentore mehr bekommen können. Ich kann aber nicht abschließend bewerten, ob das unserem Zustand nach einer Woche Trainingslager oder unserer Qualität geschuldet ist. Fakt ist, dass wir in beide Richtungen besser werden müssen. Denn: Das Vorhaben ist, die vergangene Saison nicht einfach zu vergessen, wir wollen so etwas nicht nochmal erleben."


...die Startelffindung:
"Es sind noch zwei Wochen bis zum Ligastart, das ist eine sehr lange Zeit. Bis dahin kann und wird auch noch einiges passieren. Festzuhalten ist, dass wir bei Wechseln keinen Qualitätsverlust haben. Das ist sehr positiv. Es war unser Ziel, die Breite zu stärken und mehr Möglichkeiten zu bekommen, das haben wir geschafft. Ja, auf ein paar Positionen sind wir schon abhängig von der Qualität eines Spielers und ich habe natürlich schon eine Vorstellung, wie die Mannschaft aussehen könnte. Alle Jungs dürfen Stand jetzt aber zurecht daran glauben, am ersten Spieltag auf dem Platz stehen zu können."

...die offene Torwartfrage:
"Auch hier gilt, dass jeder der drei Torhüter noch zwei Wochen die Möglichkeit hat, sich zu zeigen. Ich habe mir die vergangenen dreieinhalb Wochen angeschaut und eine Vorstellung entwickelt. Eine Entscheidung gibt es aber noch nicht und was die Torhüter angeht, ist Marian Unger (Anm.d.Red.: Torwarttrainer) ohnehin mit der erste Ansprechpartner."

...Testspieler Marco Wolf:
"Er hat im Test auf der linken Seite beide Positionen, offensiv und defensiv, gespielt und das schnell angenommen. Er ist ein sehr guter Fußballer, ballsicher und auch sehr torgefährlich. Ich glaube, dass man bei seinem Einsatz gegen Stettin schon einiges von seiner Qualität hat sehen können. Dass er aufgrund seines Trainingsrückstandes nicht fit ist, ist klar. Der Eindruck ist aber durchweg positiv."


...die Planungen bis zum Saisonstart:
"Der Plan ist, dass wir am kommenden Wochenende noch ein Testspiel absolvieren. Zunächst werden wir aber regenerieren, die Mannschaft wird bis Mittwoch zwei freie Tage erhalten. Bis dahin können wir auch ein endgültiges Fazit des Trainingslagers ziehen. Ich kann aber jetzt schon sagen, dass es, wie angesprochen, weiter einige Themen gibt, die wir besser machen können. Wir haben hier nichts abgeschlossen. Das wird uns aber auch das komplette Jahr über so gehen."


...persönliche Ruhephasen im Trainingslager:
"Wir hatten im Trainerteam auch mal Zeit, uns auszutauschen und ein Käffchen zu trinken. Ein, zwei Läufe habe ich auch für mich gemacht. Grundsätzlich habe ich die Zeit hier aber vor allem genutzt, um die Jungs besser zu machen. Jetzt freue ich mich nach Hause zu kommen und ein paar Tage mit der Familie zu entspannen. Wir sind alle sehr müde."

mrd
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mirkow
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MZ+

Ende der Strategen-Saga
HFC Warum der von Zweitligisten umworbene Casar in Halle bleibt.
Von Tobias Grosse

Halle/MZ - Andor Bolyki hatte es versucht, eine kleine Motivationsrede für Kollege Aljaz Casar gehalten. "Komm schon, zehn Stück schaffst du", sagte der Stürmer zum Mittelfeldspieler, als gegen Ende einer Trainingseinheit für die Drittliga-Fußballer des Halleschen FC in einen Kraftkreis eingebettete Klimmzüge anstanden.

Naja, sechs Wiederholungen wurden es. "Sowas macht keinen Spaß", berichtete Casar nach der Einheit und grinste: "Klimmzüge sind einfach nicht mein Ding."

Ist nicht schlimm, der 22-Jährige wird ja auch fürs Kicken bezahlt. Casar zählte in der vergangenen Spielzeit zu den wenigen Konstanten des HFC, brachte als Profiliga-Neuling in einer für den Klub holprigen Saison fast durchweg gute Leistungen auf der Sechserposition vor der Abwehr - und spielte sich so auch direkt in den Fokus höherklassiger Klubs.

Vor allem die Zweitligisten Karlsruher SC und 1. FC Nürnberg signalisierten Interesse an Casar, der dadurch das große Thema in Halles Transfersommer ist, obwohl es Sportchef Thomas Sobotzik gelang, zwölf neue Spieler zu holen. Weder der KSC noch Nürnberg sollen bisher aber eine Ablösesumme für den vertraglich bis 2024 gebundenen Casar geboten haben, die den HFC zufrieden stellen würde - und zwar eine, die in der Nähe seines Marktwerts liegt, der vom einschlägigen Internetportal "transfermarkt.de" auf 350.000 Euro taxiert wird.

Auch wenn bis zum Transferschluss Ende August noch viel passieren kann, deutet aktuell alles darauf hin, dass die Transfersaga um den Strategen kein Kapitel "Wechsel" erhalten wird, Casar beim HFC bleibt. Das bestätigt auf MZ-Anfrage auch die Berateragentur des Slowenen. Zumal der selbst glücklich ist in Halle, mit keinem Wechselwunsch an Kaderplaner Sobotzik herangetreten ist: "Mit keinem Wort", betonte er.

Dass das doppelte Interesse aus Liga zwei ihn aber auch nicht gänzlich kalt gelassen hat, ist nur verständlich. "Das ist eine Bestätigung, ein gutes Zeichen für meine harte Arbeit und gute Saison", sagte Casar. Dass es nicht zum Wechsel in die höhere Spielklasse kam, stört ihn aber nicht: "Ich bin froh, dass ich hier bin."

In der laufenden Vorbereitung auf die am Freitag in einer Woche mit einem Heimspiel gegen Essen startende Saison vermittelt Casar auch nicht den Eindruck eines unzufriedenen Profis. "Bisher läuft es super, wir trainieren hart, freuen uns auf nächste Woche." Also wird er zum Saisonstart für Halle auf dem Platz stehen? Casar grinste: "Das entscheidet der Trainer."

mirkow
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MZ+ der letzten Tage:

Alte Dynamik dank weniger Kilos

Hallescher FC Wie sich Berko vor der Saison in Topform gebracht hat.

Von Fabian Wölfling

Halle/MZ - Das Prädikat "Geheimtest" passt in diesem Fall tatsächlich einmal. Zwar sickerte durch, dass der Hallesche FC an diesem Samstag gegen Dynamo Dresden ein letztes Mal seine Form vor dem Start der 3. Liga testet. Das war es dann aber auch schon.

Anstoßzeit? Offen. Wie lange gespielt wird? Offen. Wen die Trainer aufbieten? Wird nicht kommuniziert. Und nicht nur Fans, auch Medienschaffenden ist der Zutritt in Grimma verwehrt, einen Livestream wird es ebenfalls nicht geben. Alles soll eben wirklich geheim bleiben, die letzten personellen und taktischen Experimente kommenden Gegnern nicht offengelegt werden.

Wie sich Erich Berko gegen seinen ehemaligen Verein schlägt, kann also auch nicht beantwortet werden. Von 2016 bis 2019 lief der Fußballprofi für Dynamo auf, hatte glanzvolle Auftritte als dynamischer Angreifer, darunter einen Doppelpack in der zweiten Liga gegen den 1. FC Köln.

Diesen Erich Berko in Bestform gab es im rot-weißen Trikot des HFC noch nicht zu sehen. Anfang Februar kam der 28-Jährige von einem missglückten Auslandsabenteuer in Israel nach Halle. Allerdings in einem Zustand, der weit von Bestform entfernt war. "Ich kam aus einer Phase, in der ich drei Monate nicht mittrainieren durfte, was die meisten nicht wissen", blickt er zurück. "Dass ich deshalb Defizite hatte, was die Fitness angeht, ist meines Erachtens normal. Die habe ich jetzt aber ausgeglichen."

In der Tat wirkt Berko, dessen Vertrag der HFC im Sommer verlängert hat, viel fitter, auch leichter. "Ich habe zehn Tage eher angefangen zu trainieren, habe mir einen Trainer genommen", verrät Berko. "Und ich habe tatsächlich auch etwas abgenommen, zweieinhalb bis drei Kilo. Ich fühle mich damit definitiv besser."

Das weckt Hoffnung auf Berko, den konstanten Unterschiedsspieler. Denn obwohl nicht in Bestform, erzielte er in der vergangenen Saison bereits drei entscheidende Tore, zwei in der Liga, eines im Landespokalfinale, für den HFC. Es braucht daher nicht viel Fantasie, um sich vorzustellen, was ein fitter und damit deutlich dynamischerer Berko nun zu leisten im Stande sein könnte.

Individuelle Ziele, eine Tormarke etwa, setzt der sich aber nicht. "Ich muss erst einmal sehen, dass ich auf dem Platz stehe, die Konkurrenz ist größer geworden", sagt Berko. Und dann, ganz Musterprofi: "Wir wollen eine sorgenfreie Runde spielen, dazu will ich meinen Teil beitragen."

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Lust auf Neues

JONAS MARX Warum der junge Mann aus Wulfen nun in Greifswald Fußball spielt und nicht beim HFC.

Von Uwe Lehmann

Wulfen/Greifswald/MZ - Das rot-weiße Trikot scheint ihm zu passen. 14 Saisontore schoss Jonas Marx in der vergangenen Spielzeit für die A-Junioren des Halleschen FC in der Regionalliga. Nur knapp wurde der Aufstieg in die Bundesliga verpasst. Der physisch starke Linksbeiner aus Wulfen schnupperte im Wintertrainingslager der Drittliga-Mannschaft bereits bei den Profis rein.

Im Juni wurde er schließlich mit einem Profivertrag ausgestattet. Und am vergangenen Wochenende erzielte er sein erstes Tor im rot-weißen Trikot im Männerbereich. Aber nicht für die Drittligakicker von der Saale. Der 18-Jährige traf beim 8:0-Erfolg gegen die U21 des Hamburger SV für seinen neuen Verein, den Greifswalder SV.

Seit dem 17. Juli schnürt Jonas Marx nun für den Regionalligisten von der Ostseeküste die Fußballschuhe und trifft dort seinen letztjährigen U19-Coach, Matthias Buszkowiak, wieder, der in Greifswald als Co-Trainer von Coach Lars Fuchs fungiert. Der Youngster, der beim Verein an der Saale vor kurzem einen Profivertrag unterschrieben hatte, wurde vom Viertligisten für die kommende Saison ausgeliehen.

Beim Halleschen FC hält man aber große Stücke auf Jonas Marx. "Jonas hat sich diese Chance verdient", begründet HFC-Sportdirektor Thomas Sobotzik die Entscheidung vor wenigen Wochen in einem Interview auf einem Internetportal. "Er soll sich nun Schritt für Schritt weiterentwickeln und täglich dazu lernen. Er bringt gute physische Voraussetzungen mit und besitzt eine Eigenschaft, die schwer zu erlernen ist: einen Torriecher."

Ähnlich positiv sieht auch der Youngster seinen Wechsel: "Für mich wäre es in Halle schon sehr schwer geworden, gegen die etablierten Sturmkollegen wie Andor Bolyki, Eric Berko oder den Neuzugängen Dominic Baumann und Meris Skenderovic anzukommen. Jetzt mache ich zwar einen Schritt zurück. Aber für mich ergeben sich hier größere Chancen auf Einsatzzeiten. Und das ist mein Ziel."

Die Voraussetzungen scheinen zu passen. Der 18-Jährige schwärmt von seinem neuen Zuhause. "Ich wurde sehr gut aufgenommen", erzählt der Stürmer. "Wir haben schon viel privat unternommen. Auch das ganze Drumherum macht Lust auf mehr. Hier möchte man unter Profibedingungen etwas Großes aufbauen. Das finde ich top und interessant", sagt er.

Neu ist für Jonas Marx auch, dass er jetzt fürs Einkaufen, Wäschewaschen oder Aufräumen verantwortlich ist. "Das wird für mich eine große Herausforderung. Aber das werde ich schon hinbekommen", so der Neu-Greifswalder.

Mit Selbstbewusstsein wird Jonas Marx nun in seine erste richtige Saison im Männerbereich in der Regionalliga, der vierthöchsten Spielklasse Deutschlands, starten. Da wartet am Samstag im heimischen "Volksstadion" der Aufsteiger FC Eilenburg (Anstoß: 13 Uhr).

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Alles spricht für die Eins

Hallescher FC Offiziell steht die Entscheidung zwar aus, nach dem Sieg im letzten Test gegen Dresden ist aber klar, dass sich Sven Müller im Torwartkampf behauptet hat.

Von Fabian Wölfling

Halle/MZ - Noch braucht es eine Indizienkette, um zu einem Ergebnis zu kommen. Denn offiziell entschieden, das betonten alle Beteiligten beim Halleschen FC, ist auch nach dem letzten Härtetest in der Torwartfrage noch nichts.

Es ist aber längst mehr als Spekulation, davon auszugehen, dass Sven Müller am Freitag gegen Rot-Weiß Essen im ersten Spiel der dritten Fußballliga startet. Denn die Indizien sind eben eindeutig: Da ist etwa die Eins auf dem Rücken von Müller. Seine deutlich größere Erfahrung gegenüber den jungen Keepern Moritz Schulze und Luca Bendel, die ihn von Anfang an zum Favoriten machte. Vor allem aber durfte der 27-Jährige im Geheimtest gegen Dynamo Dresden am Samstag 90 Minuten auf dem Platz stehen und hielt mit teils starken Paraden einen 1:0-Sieg, Torschütze Timur Gayret, fest. Erst im darauffolgenden 45-Minuten-Duell der Reservisten, das 2:2, Doppeltorschütze Andor Bolyki, endete, durfte sich Schulze zeigen.

"Sven hat ein sehr gutes Spiel gemacht, das haben wir aber auch so erwartet", urteilte Trainer Sreto Ristic, was auch wieder viel aussagt. Und auch beim Keeper klang bei aller pflichtschuldigen Zurückhaltung doch die Überzeugung durch, sich im Dreikampf durchgesetzt zu haben. "Ich habe im Fußball schon einiges erlebt, warte daher bis das Go der Trainer kommt. Ich freue mich aber natürlich, wenn ich spielen darf", sagte Müller und klang dabei unbesorgt. Auch im Wissen, einen starken letzten Vorbereitungseindruck hinterlassen zu haben. "Ich habe ein gutes Spiel gemacht, viel vereitelt", schätzte er seinen Auftritt gegen Ex-Team Dresden ein.

Der Stammkeeper in spe war generell angetan, wie sich der HFC gegen den Aufstiegskandidaten geschlagen hatte. "Insgesamt war es ein Top-Spiel", befand Müller, der in der vergangenen Saison noch für Gegner Dynamo erst Herausforderer, dann Stammkraft und schließlich nach Verletzung und einem Torwarttransfer im Winter nur noch Nummer drei war. Daher seine Rückkehr nach Halle, wo er nun, wie erhofft, spielen wird.

Auch Ristic gefiel, was er, als Abschluss einer insgesamt störungsfreien Vorbereitung, hinter verschlossenen Türen in Dresden, die Polizei hatte beim anvisierten Spielort Grimma Bedenken angemeldet, gesehen hatte. "Gegen den Ball war es sehr gut, wir haben aber auch Nadelstiche gesetzt und in der zweiten Halbzeit sogar Momente der Kontrolle gehabt, in denen wir Dynamo richtig wehgetan haben", sagte er. "Aber wir müssen gegen Essen trotzdem noch einen Tick besser werden."

Ristic ließ nicht nur die Torwartfrage offiziell noch offen, sondern wollte generell keine sicheren Startelfspieler für den Auftakt gegen Essen entlocken lassen. "Ich habe meine Vorstellung, aber jeder Spieler hat noch eine Chance die Woche", sagte er.

Ziemlich sicher wird vor Müller aber eine Viererkette mit den routinierten Niklas Kreuzer, Jonas Nietfeld, Niklas Landgraf und Nico Hug verteidigen. Auch im Sturm dürfte Dominic Baumann, trotz des Doppelpacks von Bolyki, starten. Offen ist vor allem noch die Besetzung im Mittelfeld.

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Und der hier noch, falls sich wer fragt, wie es mit Vujanic weitergeht:

Jugend forscht am Zoo

FUSSBALL Oberligist VfL Halle 96 hat ein wildes Transferfenster hinter sich. Kurz vor dem ersten Spiel gegen Einheit Wernigerode gibt es noch einen prominenten Zugang.

Von David Fuhrmann

Halle/MZ - Es gehört mittlerweile auch bei Fußball-Oberligist VfL Halle 96 zum guten Ton, dass Zugänge vor versammelter Runde ein Ständchen singen müssen. Üblicherweise ist diese Mutprobe auf den Mannschaftsabend vor Saisonbeginn angesetzt, denn mit einer vom Bier gelockerten Zunge lässt es sich leichter trällern.

Am Donnerstagabend war es so weit, VfL-Trainer Dieter Hausdörfer lud zum Griechen ein, und das erste Mal kam der komplette Kader der am Sonntag (14 Uhr) mit einem Heimspiel gegen Einheit Wernigerode beginnenden Saison zusammen. "Es war ein schöner Abend, fünf, sechs Leute haben tatsächlich auch gesungen, hätten aber alle gesungen, wäre keine Zeit mehr zum Essen geblieben", sagt Hausdörfer. Gleich 15 neue Spieler hat der VfL unter Vertrag genommen, viele neue Gesichter beim Griechen also.

Zwei davon waren sogar ganz neu: Luka Vujanic und Yuael Samsun Mesfun. Während der Schwede Mesfun eine Unbekannte ist, kann der Transfer von Vujanic durchaus als Coup gewertet werden. Der 19-jährige Stürmer absolvierte jüngst mit dem Hallescher FC die Saisonvorbereitung, vormals war er für die A-Jugend des Profivereins aktiv, erzielte bei den Relegationsspielen um den Bundesligaaufstieg sogar einen Treffer gegen Braunschweig. Eingetütet hat den Transfer VfL-Präsident Farih Kadic, Hausdörfer ist glücklich: "Es war nicht damit zu rechnen, einen Spieler mit so einer Qualität zu bekommen."

Mit dem Transfer hat der Verein ein feines Gespür für das richtige Timing bewiesen. Vujanics Vertrag beim HFC war ausgelaufen, der beidfüßige Deutsche wollte jedoch in Halle bleiben, um 2024 hier sein Abitur ablegen zu können. Der VfL schlug zu, stattete Vujanic mit einem Ein-Jahres-Vertrag aus. Im besten Fall wird der Stürmer bereits am Sonntag gegen Wernigerode auflaufen. "Beim Mannschaftsabend haben wir miteinander gesprochen", sagt Hausdörfer, "er ist ein selbstbewusster, junger Mann und ein guter Eins-gegen-Eins-Spieler".

Mit Vujanic und Mesfun steht der Kader - nach einem turbulenten Sommer. Es war ja durchaus verwunderlich, wie schnell das Team der Vorsaison auseinanderflog. Da hatten die Hallenser trotz großen Umbruchs die Spielzeit gerade im gesicherten Mittelfeld abgeschlossen, unterm Strich eine Überraschung, schon wurde bekannt, dass tragende Säulen wie Kapitän Arnold Schunke, Gino Böhne und Janek Elm gehen.

Angesichts der klammen Klubkassen hielten sich Kadic und Hausdörfer beim Zusammenstellen des Kaders an den Auftrag: Kosten sparen. So wurden überwiegend Nachwuchsspieler in den Herrenkader beordert, Talente verpflichtet, wie die vom HFC gekommenen Robert Pressel, Marvin Schade und eben Vujanic. "Wir sind uns alle bewusst, dass es dauern wird, bis sich die Talente in der Oberliga einfinden", sagt Kadic. Etwas Erfahrung verspricht Rechtsaußen Danny Wagner, neu aus Sandersdorf und absoluter Wunschspieler von Kadic, er ist aber auch erst 23.

So ist die Vorstellung durchaus amüsant, wie Trainerfuchs Hausdörfer, 62 Jahre alt, beim Griechen zwischen den blutjungen Akteuren saß. Eine Pointe dieses fröhlich anmutenden Abends fasst den neuen VfL ganz hübsch zusammen: Die 20-Jährigen des Teams hätten feixend darauf bestanden, dass sie den Alten der Auswahl zugerechnet werden.

Wie weit der VfL mit Jugend forscht kommen kann, wird das Spiel gegen Landespokalfinalist Wernigerode bereits zeigen.


thbreti
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Re: Presseschau

Beitrag von thbreti »

vorwärts immer rückwärts nimmer



mirkow
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Re: Presseschau

Beitrag von mirkow »

MZ+, das macht keinen sehr guten Eindruck von den Beratern Casars:

Lästiges Dauerthema

Fussball Einen erfolgreichen Saisonstart im Rücken, einen Höhepunkt vor der Brust. Die Situation des HFC liest sich reibungslos - wäre da nicht das Hickhack um Casar.

Von Tobias Grosse

Halle/MZ - Die fast greifbare Erleichterung über den gelungenen Saisonauftakt macht so langsam Raum für Vorfreude auf einen der Höhepunkte in diesem Fußballjahr des Halleschen FC. Nach dem am Ende auch erzitterten 2:1 gegen Rot-Weiss Essen zum Drittliga-Auftakt im ausverkauften Leuna-Chemie-Stadion am zurückliegenden Freitag erwartet der HFC am Samstag mit Greuther Fürth einen namhaften Zweitligisten in der ersten Runde des DFB-Pokals. Das Stadion dürfte erneut voll besetzt sein.

Eine störungsfreie Saisonvorbereitung, drei Punkte zum Ligastart und ein Pokalkracher vor der Brust. Die aktuelle Situation des HFC liest sich ziemlich reibungslos - und sie ist es im Großen und Ganzen auch. Wäre da nicht das personelle Dauerthema des Sommers: der von Zweitligisten umworbene Aljaz Casar.

Beim 2:1-Sieg gegen Essen hat Trainer Sreto Ristic etwas überraschend Enrique Lofolomo als Abräumer vor der Abwehr statt Casar, immerhin einer der leistungsstärksten und konstantesten Spieler der Vorsaison, in die Startelf gestellt. Ristic wurde vor der Partie daher vor der "MagentaSport"-Kamera suggestiv gefragt, ob das etwas mit den Wechselgerüchten rund um Casar zu tun hätte. Der Fußballlehrer reagierte durchaus etwas angesäuert und betonte, dass die Entscheidung nur sportliche Beweggründe gehabt habe: "Ich stelle nach Leistung auf, die Besten spielen."

Lofolomo, der im Sommer von der zweiten Mannschaft Borussia Mönchengladbachs gekommen war, gab ein ordentliches Drittliga-Debüt, rechtfertigte seine Nominierung damit. Der 23-Jährige führte viele Zweikämpfe vor der Abwehr, brachte Aggressivität ins Spiel. In Ballbesitz fehlte Halle jedoch der Spielertyp Casar mit seinen ausgewiesenen spielerischen und strategischen Qualitäten. Der 22-Jährige kam in der 83. Minute in die Partie, um die 2:1-Führung mit abzusichern. Am Mittwoch erklärte der HFC auf MZ-Anfrage, dass man sich nicht zu den sportlichen Aspekten im Sechserduell zwischen Casar und Lofolomo äußern wolle.

Eigentlich schien die Wechselakte Casar bereits zu. Der Slowene hat noch einen Vertrag bis zum Sommer 2024, der HFC keine finanzielle Not, ihn verkaufen zu müssen. Deswegen wich der Klub seit Beginn der Transferperiode nicht von seinen Forderungen ab, die sich im Bereich von Casars Marktwert (350.000 Euro laut des Internetportals "transfermarkt.de") bewegen sollen.

Doch weder der 1. FC Nürnberg noch der Karlsruher SC, die zwei Zweitligisten, die als Hauptinteressenten genannt wurden, waren bereit, eine solche Ablöse zu zahlen. Nürnberg verpflichtete stattdessen Florian Flick nach halbjähriger Leihe vom FC Schalke 04 fest, der KSC holte Dzenis Burnic vom 1. FC Heidenheim. Dazu beteuerte Casar, bei den HFC-Verantwortlichen um Sportchef Thomas Sobotzik nie einen Wechselwunsch geäußert zu haben.

Sein Platz auf der Bank bringt die Causa nun aber wieder nach oben. Zumal Sobotzik vor der Essen-Partie bei "MagentaSport" auch erklärte, dass Casar von seinen Beratern weiter bei Klubs aus der 2. Bundesliga angeboten werde. Dem Kaderplaner war anzumerken, dass auch er des Themas langsam überdrüssig ist. "Wenn es 18 Zweitligisten gibt, wird er bei 19 angeboten", sagte Sobotzik.

Das letzte Wort im Fall Casar ist ganz offensichtlich noch nicht gesprochen - auch wenn der HFC erst einmal schweigt.

mrd
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Re: Presseschau

Beitrag von mrd »

mirkow hat geschrieben:
Mi 9. Aug 2023, 09:39
Das letzte Wort im Fall Casar ist ganz offensichtlich noch nicht gesprochen - auch wenn der HFC erst einmal schweigt.
Ich sehe den schon eine lustlose Saison spielen und dann nächsten Sommer für lau gehen.


Jimy
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Re: Presseschau

Beitrag von Jimy »

mrd hat geschrieben:
Mi 9. Aug 2023, 12:17
mirkow hat geschrieben:
Mi 9. Aug 2023, 09:39
Das letzte Wort im Fall Casar ist ganz offensichtlich noch nicht gesprochen - auch wenn der HFC erst einmal schweigt.
Ich sehe den schon eine lustlose Saison spielen und dann nächsten Sommer für lau gehen.
die grosse Frage ist: ist Casars Leistung so schlecht geworden das es nicht mehr für die Startelf reicht? oder will der Verein nach dem Casar verkündet hat das er nicht vor hat en Verein zu wechseln ihn mit den Rückstellen in die zweite Reihe dazu bringen das er es sich das noch mal überlegt, Wenn er hier auf die Bank verbannt wird kann er sich auch für mehr Geld auf die Bank eines 2 Ligisten sich setzen.
FUSSBALLFANS sind keine VERBRECHER.

daher ZUSAMMEN GEGEN GEWALT, RASSISMUS UND ANTISEMITISMUS im Stadion





thbreti
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Re: Presseschau

Beitrag von thbreti »

vorwärts immer rückwärts nimmer


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